Samstag, 25. Februar 2017
-   In eigener Sache

Aufgrund eines Konvertierungsfehlers wurde in Heft 12/2016 im Artikel »EEG 2017: Entwicklung der Förderkosten und politische Implikationen« eine Abbildung falsch dargestellt.

Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen und stellen hier die korrigierte Grafik zur Verfügung.

 

 

-   Meldungen

Unter dem Titel „Energiewelten“ beschreibt der Verband der Schweizerischen Elektrizitätsunternehmen (VSE) die Energiezukunft der Schweiz und setzt dabei auf einen neuen deskriptiven Ansatz, der aufgrund zahlreicher Unsicherheiten statt auf Prognosen auf verschiedene Energiewelten aufbaut, die in ihrer Ausprägung sehr unterschiedlich, aber allesamt denkbar sind. Die Projektvorstellung erfolgte Ende 2016 in Bern.

-   Zukunftsfragen

Hans-Wilhelm Schiffer und Thomas Thielemann

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat in der im November 2016 vorgelegten Publikation „20 Years of Carbon Capture and Storage – Accelerating Future Deployment“ die seit 1996 erzielten Fortschritte bei dieser Technologie im Einzelnen beschrieben, die Schlüsselrolle von CCS für das Erreichen ambitionierter Klimaziele dargelegt und sich für eine beschleunigte Umsetzung dieser Option in den bevorstehenden 20 Jahren ausgesprochen. In den nachfolgenden Ausführungen werden die wichtigsten Ergebnisse dieser neuen IEA-Schrift skizziert.

-   Topthema

Georg Offner

Die Energiebranche ist im Wandel. Die Digitalisierung hält Einzug und schafft völlig neue Möglichkeiten, auf deren Grundlage moderne, zukunftsweisende Geschäftsmodelle derzeit entwickelt werden. Das Ziel ist es, den Endkunden attraktive Mehrwertdienste anbieten zu können. Grundlage dafür ist die digitale und hochsichere Vernetzung aller Akteure im Energiemarkt. Dies gewährleisten die sog. Smart Meter Gateways (SMGW). Die hohen Anforderungen des Gesetzgebers und des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) an ein SMGW sorgen dafür, dass die Energienetze als kritische Infrastruktur bestmöglich geschützt sind.

-   Weitere Themen

Ansatz des am 14.11.2016 im Bundeskabinett verabschiedeten Klimaschutzplanes (KSP) 2050 ist es, alle Energieverbrauchssektoren mit Zielen zu versehen. Zudem sollen bestehende Klimaschutzziele spezifiziert und mit konkreten Maßnahmen unterlegt werden. Zentrale Elemente sind das Langfristziel der weitgehenden Treibhausgasneutralität sowie Leitbilder und transformative Pfade für den Weg dorthin, mit der Zwischenstufe 2030. Es besteht jedoch der Eindruck, dass, gestützt auf Studien, politisch nach wie vor auf eine „all electric society“ abgestellt wird. Über einen effizienteren und integrativeren Ansatz diskutierte „et“ mit E.ON-Vorstand Leonhard Birnbaum, EnergyEfficiencyInvest-Geschäftsführer Stephan Kohler, dem Thüga-Vorstandsvorsitzenden Michael Riechel und dem Wissenschaftler Ulrich Wagner.

Alexander Weber und Johannes Rode

Der in den letzten zwei Dekaden in Deutschland erfolgte Zubau an Photovoltaik-Anlagen ist bemerkenswert. Die mittlerweile umfangreich vorliegenden Daten zu diesen Anlagen erlauben belastbare statistische Analysen über die Faktoren der Verbreitung dieser hauptsächlich dezentralen, auf Hausdächern installierten Energietechnologie. Solche Untersuchungen ermöglichen Empfehlungen sowohl für die Politik als auch für dezentrale Akteure, wie etwa Energieversorgungsunternehmen – nicht nur in Hinsicht auf Photovoltaik, sondern auch in Bezug auf weitere dezentrale Energietechnologien. Wie bisher vorliegende Forschungsergebnisse zur Verbreitung von Photovoltaik-Anlagen auf Hausdächern zeigen, spielen Imitationseffekte dabei eine bedeutende Rolle. Eine aktuelle Studie untersucht, welche räumliche Reichweite diese Nachahmungseffekte in Deutschland haben.

Die Akzeptanz des Netzausbaus in Deutschland

Juri Krack, Simon Köppl und Florian Samweber

Der im Zuge der Energiewende durchgeführte Netzausbau wird vielerorts von Protesten der betroffenen Bürger begleitet. Dabei unterscheiden sich die Proteste sowohl in ihrem Ausmaß, als auch in ihrer lokalen Ausbreitung teilweise beträchtlich. Im Rahmen des Projekts MONA 2030 werden Akzeptanzprobleme des Leitungsbaus aufgezeigt, die Rückschlüsse auf die zukünftige Netzplanung zulassen. Anhand von Experteninterviews mit Protestakteuren aus drei verschiedenen Untersuchungsfällen entlang der Netzausbauprojekte SuedLink und SuedOstLink können die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Protesten dargestellt und Handlungsempfehlungen aufgezeigt werden.

Wolfgang Berger

Das Thema der Elektromobilität hält sich, anders als bei früheren Versuchen, nun bereits seit Jahren, im internationalen Maßstab und mit Nachdruck auf der Agenda. Das ist womöglich ein Anzeichen dafür, dass der Trend tatsächlich Fahrt aufnimmt und sich eine weitergehende Diffusion dieser Fahrzeugtechnik vorbereitet. Vor diesem Hintergrund erhebt sich die Frage, wie etablierte, den nationalen Markt in ihrem Metier deutlich mitbestimmende und von dieser Innovation mittel- und unmittelbar betroffene Unternehmen damit umgehen. Im vorliegenden Artikel soll ein Blick auf Vertreter der italienischen Elektrizitätswirtschaft, der Automobilwirtschaft sowie der Erdöl- und Erdgaswirtschaft geworfen werden.

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