Mittwoch, 18. Oktober 2017
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-   Meldungen

Im September 2014 startete das Bundesforschungsprojekt PolyEnergyNet (PEN) mit dem Ziel der Erforschung und exemplarischen Realisierung von resilienten Ortsnetzen.

-   Hinweis

Zu unserem Bedauern hat sich in Heft 9/2017 der Energiewirtschaftlichen Tagesfragen (et) auf Seite 39 in der mittleren Spalte ein Fehler eingeschlichen. Dort muss es "ergeben sich Zeiträume von 6-12 Jahren für GHD und Industrie" heißen statt "ergeben sich Zeiträume von 612 Jahren für GHD und Industrie". Wir bitten das Versehen zu entschuldigen.

Eine korrigierte Fassung der Seite können Sie unter folgendem Link einsehen:

 Korrektur Seite 39 aus Schiffers et al.

-   Zukunftsfragen

Knut Kübler

Unter den Vorgaben der Energiewende, die viele als grundsätzlich unverrückbar eingestuft haben, gibt es eine, die unerwartet wieder offen ist: Sollen die politischen Rahmendaten eher so formuliert werden, dass der Stromverbrauch, wie im Energiekonzept 2010 beschrieben, sinkt? Oder sollen die Akzente besser so gesetzt werden, dass der Verbrauch wachsen kann, um einen verstärkten Einsatz von Strom im Wärmemarkt und im Verkehrsbereich möglich zu machen, was im Klimaschutzplan der Bundesregierung von 2016 als neues Ziel herausgestellt wurde? Eine Antwort auf diese Fragen berührt die Prinzipien der künftigen Strompreisbildung und die weitere Entwicklung der Energiewende.

-   Topthema

Thomas Vahlenkamp, Ingmar Ritzenhofen, Gerke Gersema und Julia Kropeit

Hält die Energiewende, was sie einst versprochen hat? Fünf Jahre nach der ersten Index-Erhebung fällt die Bilanz gemischt aus: Während zentrale Ziele wie die Reduktion der CO2-Emissionen nicht erreicht werden, fehlt es für wichtige neue Aufgaben an verbindlichen Zielmarken – etwa zur Dekarbonisierung des Wärme- und Verkehrssektors oder zum Zusammenspiel von zentraler und dezentraler Versorgung. Der Energiewende-Index adressiert diese Zukunftsthemen mit neuen Indikatoren und Berechnungsgrundlagen. Jetzt ist es an der kommenden Bundesregierung, die richtigen Weichen zu stellen, damit die Energiewende zur Erfolgsgeschichte wird. Die Formulierung weniger, konsistenter und klarer Ziele steht dabei an erster Stelle.

-   Weitere Themen

Marie-Louise Arlt, Michael Döring, Christian Nabe und Stephanie Ropenus

Sollen dezentrale Flexibilitäten im Verteilnetz netz- und marktdienlich genutzt werden? Wie sind Koordinationsaufgaben zwischen Marktteilnehmern (z. B. Aggregatoren, Prosumern), den Verteilnetzbetreibern und den Übertragungsnetzbetreibern zu lösen? Wie gestalten wir künftig die Schnittstelle der beiden Systemsphären Markt und Netz? Im Rahmen einer Studie für Agora Energiewende haben Ecofys und das Fraunhofer IWES die komplexe Diskussion zur Gestaltung der Markt-Netz-Koordination strukturiert, erste Modellvorschläge für sog. „Smart Markets“ entwickelt und diese vergleichend bewertet.

Thomas Unnerstall

Die Energiewirtschaft sucht – nicht zum ersten Mal, aber wohl noch nie so intensiv wie zur Zeit – nach neuen Geschäftsfeldern. Dies betrifft insbesondere den Privatkundenbereich. Der eine Grund, so lautet der generelle Tenor, sind sinkende Margen und steigende Wechselraten im Commodity-Geschäft und der daraus resultierende Handlungsdruck. Der zweite Grund ist die Energiewende: Vor dem Hintergrund zunehmend dezentraler Strukturen könnte oder wird – so ist man vielerorts überzeugt – eine ganz neue Energiewirtschaft entstehen. Dies gilt vor allem in Verbindung mit dem „Prosumer“, also dem Kunden, der Strom nicht nur kauft, sondern mit technischen Anlagen im Haus auch selbst produziert. Aber bietet diese Entwicklung – und konkret der Prosumer – wirklich Chancen für erfolgreiche Geschäftsmodelle der Energiewirtschaft? Eine nüchterne Analyse lässt zumindest längere Durststrecken erwarten.

HR als Steuerungsfunktion mit neuen Instrumenten stärken

Hans-Günther Meier, Jörg Stäglich, Thomas Fritz und Markus Knopf

Energiewende, Marktumbrüche, neue digitale Wettbewerber, Fachkräftemangel, demographische Herausforderungen und globaler „War of Talents“ – die deutschen Energieversorgungsunternehmen (EVU) stehen auf unterschiedlichsten Ebenen schon seit Längerem vor massiven Herausforderungen. Neue Geschäftsmodelle erfordern neue Mitarbeiter und Fähigkeiten im Unternehmen. Gleichzeitig muss sich der Personalkörper dem Kostendruck in „klassischen“ Geschäften stellen. Diesen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen erfordert eine aktivere Personalsteuerung. Personalmanagement (HR) wird so zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor und benötigt einen entsprechenden Stellenwert auf der Unternehmensagenda. Wie dies gelingen kann, lässt sich am Beispiel der Stadtwerke Düsseldorf zeigen.

Thomas Kiefer

Kasachstan ist das größte Binnenland der Erde. Der eurasische Staat ist unter den 20 größten Erdölförderern weltweit und nimmt den ersten Platz bei den Vorkommen von Chrom, Vanadium, Wismut und Fluor ein. Doch auf der diesjährigen Weltausstellung in der Hauptstadt Astana (10.6.–10.9.) standen alternative Energien und Zukunftstechniken im Fokus. Das Gastgeberland Kasachstan möchte seine Abhängigkeit von Rohstoffen überwinden und eine nachhaltige Wirtschaft aufbauen.

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