Freitag, 9. Dezember 2016
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Nationale Klimaschutz Initiative

-   Meldungen

Der Energiesektor befindet sich im Wandel. Neue Energiepolitik und technische Innovationen bestimmen die Energiezukunft. Für Energieversorger und Verteilnetzbetreiber eröffnen sich ganz neue Herausforderungen und Perspektiven. Die Forschungs- und Entwicklungspipelines sind voller guter, innovativer Ideen für eine intelligentere, wirtschaftlichere und ressourcenschonendere Nutzung von Energie. Wir sind auf dem Weg in eine Zukunft, in der die verschiedenen Energieformen und –nutzungszwecke, die Transportnetze sowie die bedarfsgerechte Steuerung von Produktion und Verbrauch zu einem Gesamtsystem verschmelzen.

-   Zukunftsfragen

Esther Chrischilles

Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), die 2017 in Kraft tritt, hat wichtige Weichen für mehr Markt bei der Förderung gestellt. Dennoch werden sich Stromverbraucher mittelfristig auf steigende Förder- und damit Stromkosten einstellen müssen. Bei der Förderung können noch einige Kostensenkungspotenziale genutzt werden, aber der Reformbedarf geht über das EEG hinaus: Den größten Einfluss auf die Förderkosten haben aber die Börsenstrompreise und es liegt nahe, dass sich darin noch nicht alle Marktrisiken widerspiegeln.

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E-WORLD ENERGY & WATER

 

-   Topthema

Hans-Wilhelm Schiffer

Der 23. Weltenergie-Kongress, veranstaltet vom 9. bis 13.10.2016 in Istanbul, brachte etwa 4 500 Delegierte aus der ganzen Welt zusammen. Es ist die weltweit größte internationale Energiekonferenz, die alle drei Jahre vom World Energy Council in wechselnden Weltregionen ausgerichtet wird. Mit dem Kongress wurde die einzigartige Gelegenheit wahrgenommen, einen umfassenden Blick sowohl auf die aktuellen als auch auf die langfristig global relevanten Energiethemen zu richten.

-   Weitere Themen

Das Ziel des deutschen Energiekonzepts, zwischen 2010 und 2020 den Wärmebedarf um 20 % zu senken, ist sehr anspruchsvoll und aus heutiger Sicht nur schwer zu erreichen. Während der Anteil der Erneuerbaren (erste Säule der Energiewende) im Stromsektor steigt, wächst er im Wärme-Gebäudemarkt kaum. Zudem werden Effizienzpotenziale (zweite Säule) nur sehr schleppend erschlossen. Welche Wege gibt es grundsätzlich, und welche Maßnahmen (low hanging fruits) könnte man im Wärme-Gebäudesektor rasch und breit umsetzen? Darüber diskutierte „et“ mit Ingeborg Esser, Hauptgeschäftsführerin GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Klaus Müller, Vorstand Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), und Thomas Zinnöcker, CEO ista international GmbH, einem der weltweit führenden Dienstleister für mehr Energieeffizienz im Gebäude.

Manfred Fischedick, Stefan Thomas und Michael Kopatz

Staatliche Regulierung ist verpönt. Häufig läuft es dann auf den Appell hinaus: Jeder einzelne Bürger habe es selbst in der Hand. Doch die Alltagsroutinen sind in der Regel mächtiger als das Umweltbewusstsein. Beim Marmor für das Badezimmer spielen Amortisationszeiten keine Rolle. Die solare Warmwasseranlage ist dagegen oftmals „zu teuer“. Gesetzliche Standards hingegen verselbstständigen Energieeffizienz und den Ausbau erneuerbarer Energien. Sie machen „Öko zur Routine“. Dieser Artikel beschreibt die Notwendigkeit für das Schaffen neuer Routinen und zeigt wie dies durch Standards, Limits und faire Umsetzungsbedingungen sowie attraktive Alternativangebote zum gegenwärtigen, häufig nicht nachhaltigen Verhalten auch möglich ist.

Auch nach dem Paris-Abkommen ist Klimaschutz kein Selbstläufer

Holger Höfling, Peter Heindl, Daniel Osberghaus und Katrin Sommerfeld

Deutsche Unternehmen haben niedrige Erwartungen an die Wirksamkeit des Paris-Abkommens. Rund 60 % gehen nicht von einer nachhaltigen globalen Reduzierung von Treibhausgasemissionen als Folge der UN-Klimakonferenz aus. Auch Auswirkungen auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung oder auf Standortentscheidungen erwartet die Mehrheit der befragten Unternehmen nicht. Dies geht aus dem neuen KfW/ZEW-CO2-Barometer 2016 hervor.

Thomas Isenburg

Es war das Umfeld des Club of Rome in seiner Bemühung um eine nachhaltige Zukunft der Menschheit, das die Desertec-Vision entwickelte. In den Jahren 2004 bis 2009 gingen Wissenschaftler um den Physiker Gerhard Kniest der Idee nach, mithilfe gigantischer Solarkraftwerke in den von der Sonne durchfluteten Wüsten Nordafrikas und des Nahen Ostens den elektrischen Strom für Europa produzieren. Im Gegenzug sollte Geld in die leeren Kassen Nordafrikas für dortige Entwicklungen gespült werden. Auch wenn das Projekt nicht geradlinig verlaufen ist, zeigen sich erste Erfolge. Begleitet wird die weitere Entwicklung von Erkenntnissen um steigende CO2-Emissionen und Strategien zur Vermeidung des drohenden Klimawandels.

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Aktuelles Heft
Inhalt der Ausgabe 12/2016
Schwerpunkt: Globale Energieversorgung
Zukunftsfragen: EEG 2017: Entwicklung der Förderkosten und politische Implikationen
Strategiegespräch: „Low hanging fruits“ im Wohngebäudesektor ernten
Globale Energiewenden: Große Transformation der Weltenergieversorgung
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