Donnerstag, 20. September 2018
-   Meinungen & Fakten

„et“-Redaktion

Die Länder der EU haben 2016 rund 30 % ihres Strombedarfs aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt, davon knapp die Hälfte aus traditioneller Wasserkraft. Nach aktuellen Berechnungen des Statistischen Amtes der EU (Eurostat) hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung gegenüber 2015 nur um 2 % erhöht. Kernenergie, Kohle und Gas blieben damit für rund 70 % (einschließlich Öl und Sonstige) der EU-Stromversorgung verantwortlich, was verdeutlicht, dass ein schneller Verzicht auf konventionelle Energieträger nicht möglich ist.

„et“-Redaktion

Während in Deutschland erhitzt über die Verfehlung der Klimaziele diskutiert wird, zeigt sich die EU entspannt. Unklarheit herrscht über die Perspektiven bis 2030. Die deutsche Klimapolitik verweigert sich der klaren europäischen Aufteilung zwischen den Emissionen, die dem EU-Emissionshandel (ETS-Bereich) sowie dem Nicht-ETS-Bereich (Haushalte, Verkehr, Gewerbe) zuzurechnen sind und den sich daraus ergebenden nationalen Aufgaben und Pflichten. Einen nicht unwesentlichen Anteil an der unübersichtlichen Situation trägt das Übereinkommen von Paris mit seiner Abkehr von konkreten Minderungszielen und der Einführung der Nationalen Klimaschutzbeiträge (Nationally Determined Contributions – NDC).
EU-ETS wirkt – Reform beschlossen – Preise ziehen kräftig an

„et“-Redaktion

Mit der Einigung auf eine Reform des EU-Emissionshandels haben der Europäische Rat und das Europäische Parlament die Rolle des Emissionshandels als wichtigstes Klimaschutzinstrument für Europa bestätigt und gestärkt. Durch den deutlich schnelleren Abbau der Überschüsse an Emissionsberechtigungen sollen sich ab 2021, mit Beginn der 4. Handelsperiode, knappheitsbedingte Preisanstiege einstellen. Doch es zeigt sich, dass sich die Wirkung der Reform auf die CO2-Preise – allein durch die Erwartungen der Marktteilnehmer – bereits heute entfaltet.

„et“-Redaktion

In den Jahren 2013 bis 2016 war – drei Jahre in Folge – ein nur sehr schwaches Wachstum der weltweiten, energiebedingten CO2-Emissionen zu beobachten. Zunächst war unklar, ob diese Entwicklung auf strukturelle Veränderungen zurückzuführen sei und somit von Dauer sein würde. Nun legt der aktuelle Global Energy & CO2 Status Report der International Energy Agency (iea) die neuesten Daten für 2017 offen, wonach die CO2-Emissionen um 1,4 % auf einen historischen Höchststand gestiegen sind.

Gasinfrastruktur an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit

„et“-Redaktion

Erdgas soll zukünftig eine zentrale Rolle bei der Dekarbonisierung der Stromerzeugung spielen und gesicherte Leistung aus Kohlekraftwerken ersetzen. Um die Sicherheit in der Stromerzeugung zu erhalten, wäre ein erheblicher Zubau an Gaskraftwerken erforderlich. Das bedeutet einen zusätzlichen Gasbedarf im Stromsektor. Es ist außerdem in Betracht zu ziehen, dass die Nachfrage nach Erdgas wahrscheinlich in ganz Europa steigen wird. Ob der zunehmende Bedarf auch zukünftig zuverlässig ohne Versorgungslücken gedeckt werden kann, ist fragwürdig. Zumal die Gasinfrastruktur schon heute an ihre Grenzen stößt!

„et“-Redaktion

Die deutsche Energiepolitik setzt darauf, dass sich Nachbarländer innerhalb der EU in Engpasssituationen durch grenzüberschreitenden Stromaustausch gegenseitig aushelfen. Das Thema Versorgungssicherheit scheint damit gelöst. Kann sich eine neue Bundesregierung sicher wähnen, über die Stilllegung von gesicherter Leistung aus Kohlekraftwerken zu entscheiden, obwohl sich Deutschland bereits 2020 nicht mehr allein sicher mit Strom versorgen können wird. Hinzu kommt, dass es zur Entwicklung der Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa keine oder kaum koordinierte Studien und Monitoring-Aktivitäten gibt.

Zu viel Strom – zu viel Kohle – zu viele Irrtümer
„et“-Redaktion

Klimaschutz wird auf die Diskussion über die richtige Stromerzeugung reduziert. Können die gesetzten Klimaschutzziele nur ohne den Einsatz von Kohle erreicht werden? Sind die erneuerbaren Energien so leistungsfähig wie erhofft? Eingängige Thesen bedürfen der sorgfältigen Prüfung, damit die Versorgung sicher und der Klimaschutz effizient bleibt

Deutschland führt eine zunehmend kontroverse Debatte über wachsende Stromexporte. Es wird nach Ursachen und Konsequenzen des positiven Strom-Außenhandelssaldos gefragt. Über die Frage, ob deutsche Stromexporte die Farbe Grün oder Grau haben, erhält die Diskussion jetzt auch eine klimapolitische Dimension.

Ist der Strom in Berlin wirklich braunkohlenfrei?

Berlins regierender Bürgermeister, Michael Müller, gibt sich umweltfreundlich und erklärt, die Bundeshauptstadt komme seit der Umstellung des Kraftwerks Klingenberg im Stadtteil Rummelsburg von Braunkohle auf Erdgas im Mai 2017 ohne Braunkohle aus. Tatsächlich bleibt aber Kohle für Berlin der wichtigste Energieträger in der Stromversorgung.

Die unabhängige Experten-Kommission, die den Monitoring-Prozess zur Energiewende begleitet, empfiehlt der Bundesregierung zu prüfen, warum mehrere energie- und klimapolitische Ziele verfehlt werden könnten. Eine solche Analyse liefert wichtige Erkenntnisse für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Energiepolitik bis 2030 und darüber hinaus. Die Experten-Kommission hat in ihrer Stellungnahme mehrere Ursachen für eine Abweichung von den anvisierten Zielen für 2020 festgestellt und unterscheidet dabei zwischen exogenen Gründen, die von der Politik nicht beeinflussbar sind, und endogenen Gründen.

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