Samstag, 25. Februar 2017
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Unter dem Titel „Energiewelten“ beschreibt der Verband der Schweizerischen Elektrizitätsunternehmen (VSE) die Energiezukunft der Schweiz und setzt dabei auf einen neuen deskriptiven Ansatz, der aufgrund zahlreicher Unsicherheiten statt auf Prognosen auf verschiedene Energiewelten aufbaut, die in ihrer Ausprägung sehr unterschiedlich, aber allesamt denkbar sind. Die Projektvorstellung erfolgte Ende 2016 in Bern.

Beim Ausbau der Windenergie werden zunehmend auch bergige Gebiete erschlossen, in denen es aufgrund der Geländestruktur zu unregelmäßigen Windströmungen und Luftverwirbelungen kommt. Wie man auch an solchen Standorten Windkraftanlagen optimal betreiben kann, untersuchen nun sechs Partner des süddeutschen Windenergie-Forschungsclusters WindForS.

Neue Studie: Wohnungs- und Energieunternehmen als Partner

„Es besteht enormes Potenzial für die Kooperation zwischen Wohnungs- und Energiewirtschaft. Der Beratungsbedarf der Wohnungswirtschaft ist vor allem bei Quartierslösungen und Energieeffizienzmaßnahmen gerade im kommunalen Bereich sehr hoch“, kommentierte Anke Tuschek, Mitglied der BDEW-Hauptgeschäftsführung, die Ergebnisse einer neuen Studie des Verbandes zum Thema Heizen und Energie in der Wohnungswirtschaft.

Die steigende Einspeisung erneuerbarer Energien und der daraus folgende wachsende Transportbedarf können nach 2030 womöglich auch mit deutlich weniger Netzausbau intelligent gelöst werden. „Wir sind überzeugt, dass es künftig auch Entwicklungsoptionen gibt, die nach 2030 zu weniger Netzausbau führen. Voraussetzung ist, dass die heute vom Gesetzgeber festgelegten Ausbauprojekte als Basis für ein stabiles Energiewende-Netz umgesetzt werden. Für die Zeit danach ab 2030 könnten wir mit weniger Netzausbau auskommen“, sagte Lex Hartman, Mitglied der Geschäftsführung des Übertragungsnetzbetreibers TenneT TSO GmbH Ende November 2016. „Dafür müssen wir bereits heute energiewirtschaftliche und technologische Alternativen intensiv diskutieren und vorantreiben.“

„Kommunalwirtschaft der Zukunft – Aufbruch in die neue Daseinsvorsorge“

Am 14. und 15. März findet die VKU-Verbandstagung 2017 in Berlin statt. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Kommunalwirtschaft der Zukunft – Aufbruch in die neue Daseinsvorsorge“.

Auch nach der Umsetzung der „10-Punkte-Energie-Agenda“ der Bundesregierung besteht weiterhin ein erheblicher Handlungsbedarf zur Erreichung der Energiewendeziele. Offensichtlich ist, dass den zumeist positiven Trends im Bereich „Erneuerbare Energien“ auf der einen Seite eine unbefriedigende Entwicklung bei der „Energieeffizienz“ auf der anderen Seite gegenübersteht. Insbesondere das Klimaschutzziel dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit verfehlt werden.

Energiemanager des Jahres 2016

Dr. Dieter Steinkamp, Vorsitzender der RheinEnergie AG, wurde im Januar 2017 zum 16. Energiemanager des Jahres gewählt. Der von der Zeitung Energie & Management initiierte und von der Kanzlei Becker Büttner Held sowie der Unternehmensberatung K.Group mitgetragene Preis würdigt allgemeine Führungsqualitäten und gesellschaftliche Kompetenz sowie nachhaltige Unternehmensentwickung.

Die Energiewirtschaft ist das Rückgrat des Industriestandorts Deutschland. Dabei spielt vor allem die Stromwirtschaft eine besondere Rolle: Gerade in einer zunehmend auf digitalen Informationen und Prozessen fußenden Welt ist eine zuverlässige und stabile Stromversorgung die Grundlage für jedes wirtschaftliche Handeln. Ein erfolgreicher Umbau unserer Stromversorgung von einem System auf basis fossiler hin zu einem auf erneuerbaren Energieträgern hat daher eine extrem hohe volkswirtschaftliche Relevanz.

Früchte der Neuausrichtung ernten: MVV Energie auf Erfolgskurs

Mit einem kraftvollen Investitionsprogramm hatte MVV Energie vor sechs Jahren seine Unternehmensstrategie auf den Ausbau erneuerbarer Energien und die Stärkung der Energieeffizienz durch Kraft-Wärme-Kopplung sowie umweltfreundliche Fernwärme ausgerichtet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 konnten nun die Früchte geerntet werden.

Der Ausbau der Erneuerbaren boomt, gleichzeitig kommt der Netzausbau nicht hinterher. Darüber hinaus leiden die Märkte unter sich beständig verändernden Rahmenbedigungen. Effizienz in der Energieanwendung gilt als einer der zentralen Schlüssel, um die richtigen Zukunftswege zu beschreiten.

Elektronisches Schichtbuch

Ist ein Leitsystem z. B. im Schichtbetrieb nicht ausreichend automatisiert, fällt eine Vielzahl von Einträgen an, die die Leitzentrale von ihrer eigentlichen Aufgabe, der Überwachung, abhalten. Abhilfe schafft ein elektronisches Schichtbuch, das sich durch einen hohen Automatisierungsgrad auszeichnet.

Der Leipziger Fernleitungsnetzbetreiber ONTRAS Gastransport GmbH hat Ende Oktober 2016 sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Dabei zeigt sich das Unternehmen für kommende Herausforderungen gut aufgestellt.

Zahlhilfe-Programm für finanziell schwache Kunden

E.ON hat als bundesweit erstes Energieunternehmen ein umfangreiches Zahlhilfe-Programm für Privatkunden aufgelegt, die sich in einer finanziellen Schieflage befinden.

Mitte November hat die STEAG offiziell sechs Großbatterie-Systeme in Betrieb genommen. Sie stehen nun zur Stabilisierung des Stromnetzes zur Verfügung, indem sie den Schwankungsausgleich ermöglichen.

Beschwerde Österreichs gegen ACER-Entscheidung

Die europäische Regulierungsagentur ACER hat am 17.11.2016 in einer Entscheidung die Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone befürwortet. Dagegen hat E-Control Beschwerde eingelegt.

Anfang 2017 startet die erste Rollout-Phase für intelligente Zähler. Nun ist das erste Komplettsystem am Markt, dass Messstellenbetreibern (MSB) die Administration der Smart Meter Gateways und die Unterstützung der Prozesse der externen Marktteilnehmer (EMT) erlaubt.

Automatisiertes Inkasso

Technische und kaufmännische EVU-Prozesses werden in gängigen ERP-Systemen nur unzureichend abgedeckt. Insbesondere das Forderungsmanagement ist davon betroffen. Automatisierte Lösungen schaffen Transparenz.

Der Energieträger Flüssiggas wird hinsichtlich seines Potenzials für die Energiewende bisher nicht ausreichend gewürdigt. Vorschläge, wie er besser genutzt werden kann, hat der Deutsche Verband Flüssiggas e. V. (DVFG) präsentiert.

Musterprojekt erprobt Gewerbeeinsatz

Der Einsatz von Brennstoffzellen im gewerblichen Heizbereich ist sowohl angesichts der deutschen Klimaziele, als auch aufgrund der Kosteneinsparpotenziale attraktiv. Erprobt wird aktuell der Betrieb in Verbindung mit Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.

Der Energieverbrauch in Deutschland wird 2016 etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen und eine Höhe von rund 13.350 Petajoule (PJ) oder 455 Mio. Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) erreichen. Nach den Berechnungen der AG Energiebilanzen lag der Energieverbrauch im Zeitraum Januar bis September 2016 mit 9.815 PJ oder 334,8 Mio. t SKE um 0,3 % höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der geringfügige Zuwachs geht im Wesentlichen auf den diesjährigen Schalttag, das Wirtschaftswachstum sowie den Bevölkerungszuwachs zurück. Verbrauchsdämpfend wirkten die insgesamt milde Witterung sowie Verbesserungen bei der Energieeffizienz, erklärte die AG Energiebilanzen in einer ersten Einschätzung.

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