Mittwoch, 29. März 2017
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Baden-Württemberg startet Geothermie-Projekt

Die geothermische Wärmespeicherung in Grundwasserleitern ist in Deutschland bisher unterrepräsentiert. Mit dem Projekt GeoSpeicher.bw wird das Potenzial jetzt wissenschaftlich bewertet.

Acht Standorte wurden in Baden-Württemberg zur Speicherung sommerlicher Wärme bzw. der Abwärme von Industrieanlagen in unterirdischen wasserführenden Schichten (sog. Aquiferen) ausgewählt. In den Schichten fließt das Wasser kaum, sodass die Wärme nicht abtransportiert wird. Sie werden mit Bohrungen erschlossen, um mit Abwärme das Wasser aufzuheizen. Die eingespeicherte Wärme kann dann über Wärmetauscher bei Bedarf wider abgerufen werden. Während in den Niederlanden schon an 1.800 Standorten auf diese Technologie zurückgegriffen wird, gibt es in Deutschland bisher nur drei genutzte Standorte. Aktuell wird ein solcher Speicher auch in Hamburg geplant, der das enorme Potenzial verdeutlicht. Dort soll ein Aquiferwärmespeicher 250.000 Haushalte und Gewerbebetriebe warm durch den Winter bringen. In Baden-Württemberg gibt es bisher keinen solchen Speicher, obwohl sich der Untergrund in zahlreichen Gebieten gut bis sehr gut für seine Anwendung eignet. Für das vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierte Projekt zur Erforschung der Zwischenspeicherung von Abwärme im Boden und einem späteren Abruf hat das Umweltministerium Baden-Württemberg 880.000 € bewilligt.

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