Montag, 26. Juni 2017
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Sanierungsrate weiterhin zu gering

Die Bundesregierung strebt eine Verdoppelung der jährlichen Sanierungsrate im Gebäudebereich von 1 auf 2 % an. Dieses Ziel wird jedoch nicht erreicht, so ein aktueller Report der Deutschen Energie-Agentur (dena).

Die im dena-Gebäudereport veröffentlichten Statistiken für 2015 und 2016 zeigen, dass von 2012 bis 2015 die Märkte für energieeffiziente Heizungen um ca. 10 % und für Fenster um rund 4 % gewachsen sind. Im gleichen Zeitraum sank der Absatz von Dämmstoffen jedoch um 11 %. Damit hat sich die Sanierungsrate nicht wie gewünscht geändert. Da sie für den deutschen Gebäudebestand nicht regelmäßig ermittelt wird, hat die dena daher verschiedene Teilbereiche der Gebäudeenergieeffizienz untersucht, um die Veränderung der letzten Jahre beurteilen zu können. Die Zahlen zeigen, dass eine Beschleunigung bei der Energieeffizienz im Wärmesektor nicht erkennbar ist. Ein weiteres Indiz für die schwache Dynamik im Sanierungsmarkt ist die Entwicklung des Wärmebedarfs. Ausgehend von den bisherigen Entwicklungen wird das Zwischenziel, den Wärmebedarf der Gebäude bis 2020 um 20 % zu senken, um etwa zwei Jahre verfehlt. Der Handlungsdruck steigt damit rapide an, da die bisherigen Maßnahmen für mehr energetische Sanierungen zu kurz greifen. Die dena schlägt deshalb vor, die Anreize für Hausbesitzer über Fördermaßnahmen zu erhöhen.

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