Sonntag, 21. Oktober 2018
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Lohnt sich der Einsatz einer Blockchain für E-Bike-Ladestationen?

Gemeinsam mit der Hochschule Ruhr West (Bottrop) hat die PMD Akademie untersucht, ob sich Benutzer von E-Bikes den Einsatz eines virtuellen Zahlungsmittels auf Basis einer Blockchain vorstellen könnten, um das Fahrrad an einer Ladesäule aufzuladen. Um das herauszufinden wurden 139 Personen, sowohl E-Bike-Besitzer als auch Nicht-E-Bike-Besitzer, im Alter zwischen 18 und 70 Jahren im Sommer diesen Jahres befragt.

E-Bikes können im innerstädtischen Verkehr durch ihre Flexibilität und Wendigkeit durchaus mit dem Auto konkurrieren. Für den Einsatz der Blockchain-Technik in Kombination mit einem virtuellen Zahlungssystem gibt es zwei Interessengruppen: die E-Bike-Nutzer und die Unternehmen.

Noch sind die E-Bikes stärker bei den älteren Menschen beliebt als bei jüngeren. Die E-Bike-Industrie arbeitet aber intensiv daran, sich neue Zielgruppen zu erschließen. Die Befragung hat aber auch gezeigt, dass manche sich nicht sicher sind, ob sie ein E-Bike kaufen wollen oder nicht. Besonders für diese Zielgruppe ist es spannend, wenn sie sich für die sporadische Nutzung nicht mühsam irgendwo anmelden oder Karten aufladen müssen. In Kombination mit neuen Medien (Internet, Smartphone etc.) müssen sich die Menschen keine Gedanken mehr machen, ob sie die richtigen Karten oder genug Bargeld dabei haben. Das Handy dürften sie zu 99 % dabei haben. Immerhin haben 8 der 76 Teilnehmer (10 %) schon einmal auf der Basis des Bitcoins bezahlt. Bei 22 Teilnehmern (28 %) hatte sich die Möglichkeit zur Bezahlung mit Bitcoins noch nicht ergeben. 1 % der Teilnehmer hatte noch nie damit bezahlt aber besitzen bzw. besaßen Bitcoins. 53 % der Teilnehmer hatten mit Bitcoins noch keine direkte Berührung.

Vorteile ergeben sich auch für die Unternehmen, die mit einer Ladestation interessante Kundenbindungsmaßnahmen etablieren können:

  • Die Arbeitgeber präsentieren sich als ein umweltbewusstes Unternehmen, dem Nachhaltigkeit wichtig ist.
  • Restaurantbesitzer, insbesondere in ländlichen Gebieten oder an Fahrradrouten, können einen zusätzlichen Service anbieten und den Einsatzradius durch Zwischenaufladungen vergrößern.
  • Einkaufsläden in der Stadt, insbesondere in Ballungszentren, könnten damit werben, dass das Rad während des Einkaufes oder der Shopping-Tour aufgeladen wird.
  • Versorgungsunternehmen bzw. alle Unternehmen, die über eine Kundenkarte verfügen, könnten ihr Angebot ausbauen und einen Teil der Kosten durch geringe Aufwände kompensieren.

Die vollständige Studie finden Sie auf http://www.pmd-akademie.de/download/

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