Montag, 21. Mai 2018
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Fenster-Dämmschutz: Thermo-Sonnenschutz steigert Energieeffizienz

Die Entwicklung von energieeffizienten Fenstern hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Dennoch: Einen hundertprozentigen Dämmschutz gegen Energieverluste bieten sie nach wie vor nicht. Was bleibt, ist die Option, das Fenster zusätzlich mit isolierendem Sonnenschutz, wie beispielsweise Thermo-Rollos, auszustatten.

Neben unzureichend gedämmten Fassaden und Dächern sind vor allem Fenster die Hauptursache für hohe Verluste an Heizenergie in bundesdeutschen Wohnungen und Häusern. Ein Umstand,  der sich unter anderem in den alljährlichen Betriebskostenabrechnungen bemerkbar macht. 

Die Energieeinsparverordnung (ENEV) schreibt Bauherren grundsätzlich vor, energieeffiziente Fenster einzubauen. Es handelt sich hier jedoch nur um energetische Mindestanforderungen, die Fenster in einem Neubau erfüllen müssen. Dabei wird bei herkömmlichen Fenster unter anderem ein Wärmedurchgangskoeffizient beziehungsweise U-Wert von 1,3W/( m²·K) zugrunde gelegt, bei Dachfenstern sollte er 1,4W/( m²·K) betragen. 

Für Eigentümer von Bestandsgebäuden sind die Vorgaben deutlich lockerer geregelt. Sie sind laut aktueller Verordnung nur dann dazu verpflichtet, alte Fenster gegen energieeffiziente Modelle auszutauschen, wenn im Rahmen von Sanierungen mindestens 10 Prozent der Gesamtbauteilfläche erneuert werden. Und da die Anschaffung und der Einbau neuer Fenster ausgesprochen kostspielig sind, wird ein Austausch natürlich möglichst vermieden. 

Mieter wiederum haben überhaupt keine Entscheidungsbefugnis über die gewünschte Fensterausstattung des jeweiligen Wohnobjektes. Zusammengefasst bedeutet das: Viele Haushalte in Bestandsgebäuden sind noch mit Fenstermodellen älterer Bauart ausgestattet.

Höherer Heizwärmeverbrauch – höhere CO2-Emission 

Hinzu kommt, dass eine vollständige Isolation auch mit modernen Energiespar-Fenstern noch nicht zu erreichen ist. Die Folge ist zum einen eine immense Vergeudung an ungenutzter Wärmeenergie im Winter, die schlichtweg zum Fenster hinausgeheizt wird. Zum anderen nutzt das Gros der deutschen Bevölkerung noch Heizsysteme, die mit auf Kohlenstoff basierenden Brennträgern wie Heizöl oder Erdgas betrieben werden. Mit einem höheren Heizwärmeverbrauch steigt damit automatisch auch der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid.

Alternative: Zusätzliche Dämmung von innen

Eine praktische Möglichkeit, die Energieeffizienz zu steigern, ist ein Sonnenschutz, der einen speziellen Dämmschutz aufweist. Für den Innenbereich werden Thermo-Rollos, Wabenplissees und Glasfolien angeboten, die gezielt mit einer Wärme- und Kälteschutzfunktion ausgestattet sind. Ihre Wirkungsweise basiert auf unterschiedlichen Prinzipien – ein Überblick.

Thermo-Rollos: Energieeffizienz durch Alu-Beschichtung

Thermo-Rollos verdanken ihren Energiespareffekt einer Aluminiumbeschichtung, die ganz dünn auf der Rückseite aufgetragen ist. Die Wirkung beruht insbesondere auf der Reflexion von Licht und Wärme. Dabei schützen sie nicht nur vor Wärmeverlusten in der kalten Jahreszeit, sondern gleichzeitig vor Hitzebildung im Sommer. 

Gegenüber einem Standardrollo auf Fixmaß bietet eine Maßanfertigung dabei einen besonders umfassenden Kälte- und Hitzeschutz, da Wärmetransmissionen auch entlang der Seitenränder des Stoffs verhindert werden.

Für die Anbringung sollte eine möglichst scheibennahe Montage am Fensterflügel gewählt werden. Denn bei einer Montage im Mauerwerk ist der Abstand des reflektierenden Stoffs zum Fensterglas zu groß, um sich noch thermoregulierend auswirken zu können. 

Was die Nutzung anbelangt: Die besten Energiespar-Ergebnisse werden erzielt, wenn der Rollostoff mindestens während der täglichen Heizzeiten vollständig das Fensterglas bedeckt. An sonnenreichen Tagen sollte das Rollo vollständig hochgezogen werden, um solare Energiegewinne zu nutzen und die Heizung abzuschalten.

Das Wabenplissee – Dämmung mit Luft

Bei diesem gefalteten und doppellagigen Sonnenschutz wird die Wärmetransmission durch die Wabenzellen im Stoff beziehungsweise durch die darin befindliche Luft abgebremst. Das physikalische Prinzip dahinter: Ruhende Luft ist an sich ein schlechter Wärmeleiter. Dadurch verbleibt die Heizwärme im Innenraum und im Sommer kann ein Wabenplissee zusätzlich als Hitzeschutz genutzt werden. 

Einige Modelle sind außerdem mit einer Innenbeschichtung aus Aluminium ausgerüstet – eine Zusatzdämmung, die die bereits gegebene Isolationsleistung noch verstärkt. 

Ansonsten gelten hier die gleichen Empfehlungen wie bei Thermo-Rollos: Ein Maßzuschnitt verhindert auch hier einen seitlichen Wärmeaustausch und die Anbringung sollte möglichst nah vor der Fensterscheibe erfolgen. Während der Heizphase sollte der Plisseestoff vollständig aufgespannt und wärme Außentemperaturen sollten für komplett heizfreie Stunden genutzt werden. 

Wabenplissees gibt es entweder in der Version lichtdurchlässig oder verdunkelnd, wobei komplett lichtundurchlässige Varianten mit ihrem kompakteren Gewebe eine wesentlich effektivere Thermowirkung haben.

Glasfolien – Isolation direkt auf dem Fensterglas

Auch mit reflektierenden Fensterfolien lässt sich ein Fenster energieeffizient nachrüsten. Sie werden direkt auf die Fensterscheibe geklebt. Wichtig: Die Glasfolie sollte unbedingt auch eine gewisse Durchlässigkeit für äußere solare Energiegewinne mitbringen, um an sonnenreichen Wintertagen Heizenergie zu sparen, was nicht bei allen Produkten auf dem Markt immer der Fall ist. 

Weitere Informationen unter: www.livoneo.de/thermo-rollo

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