Donnerstag, 20. September 2018
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Unternehmen müssen künftig Verbesserung energiebezogener Leistung nachweisen

Ab sofort müssen Unternehmen in Deutschland eine verbesserte energiebezogene Leistung nachweisen, um steuerliche Vorteile geltend machen zu können.

Seit 14.10.2017 ist die Akkreditierung aller Zertifizierungsstellen im Bereich Energiemanagementsysteme (EnMS) auf die internationale Akkreditierungsnorm ISO 50003 umgestellt. Das hat Folgen für Unternehmen: Zukünftig müssen diese die „Leistungsfähigkeit des Energiemanagementsystems“ durch eine kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung nachweisen. Sie setzt sich zusammen aus messbaren Ergebnissen bezüglich Energieeffizienz, Energieeinsatz und Energieverbrauch. Die Dokumentation der Ergebnisse ist ab sofort bei jedem Zertifizierungs- und Re-­Zertifizierungsaudit durchzuführen. Betroffen sind insbesondere Unternehmen des produzierenden Gewerbes, die im Rahmen des Spitzenausgleichs beziehungsweise der Umlagebegrenzung im Erneuerbare-Energien-Gesetz Anträge stellen. Zudem gilt die Regelung für alle großen Unternehmen, die ein Energiemanagementsystem betreiben, um die gesetzlichen Anforderungen gemäß dem Energiedienstleistungsgesetz einzuhalten. Um ein Energiemanagementsystem umfassend betreuen zu können, muss das Unternehmen einen Energiemanagementbeauftragten und gegebenenfalls ein Energiemanagementteam benennen. Der Beauftragte und sein Team sind verantwortlich für das EnMS. Ihre Aufgabe ist es, transparent und damit nachweisbar zu zeigen, wie sich die energiebezogene Leistung entwickelt. Der Beauftragte und die Teammitglieder müssen daher über entsprechende allgemeine und spezifische Fachkompetenzen verfügen. Dazu gehören neben der Kenntnis der relevanten Normen auch Kenntnisse darüber, wie Energieeffizienzkriterien festgelegt und entsprechende Effizienzmaßnahmen umgesetzt und beurteilt werden können. Darüber hinaus sind methodische, organisatorische und technische Fertigkeiten im Umgang mit einem EnMS grundlegende Voraussetzungen.

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