Mittwoch, 16. Januar 2019
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UNTERNEHMEN - Dezember 2018

Aktuelle betriebswirtschaftliche Meldungen aus der Energiebranche.

ER-P/THÜGA

Kundenbindung durch digitalen Hausanschluss

Gemeinsam mit der Thüga AG und dem Start-up e·pilot hat der regionale Energieversorger e-rp GmbH in Alzey einen digitalen Prozess entwickelt, der Häuslebauern das Leben leichter macht. Gleichzeitig eröffnet er neue Vertriebschancen beim Erstkontakt mit dem Kunden.

Zu viel Aufwand, zu umständlich, vor allem aber zu viel Papier: So sieht der aktuelle Hausanschlussprozess für Bauherren aus. Ein Umstand, den Udo Beckmann, Geschäftsführer der e-rp GmbH und Vorstand der EWR AG in Worms, ändern wollte. Gemeinsam mit der Digitalisierungseinheit der Thüga AG und dem Start-up e·pilot hat die e-rp GmbH in nur acht Wochen den digitalen Hausanschlussprozess entwickelt. Seit Anfang August ist das Produkt in der e-pilot Cloud vertreten. Beckmann erklärt: „Wir wollten unseren Kunden mehr Service bieten und ihnen beim Hausanschluss die Abwicklung erleichtern – dies digital zu lösen, lag auf der Hand. Durch die Zusammenarbeit mit e·pilot haben wir zudem die Möglichkeit, eine Vielzahl an anderen Services gleichzeitig anzubieten. Die höhere Kundenorientierung und das Produktbundling führten auch dazu, die Kundenbindung zu erhöhen.“ Die Thüga, die ihre Beteiligungen ermutigt, neue Wege zu gehen, wollte ebenfalls den Fokus auf eine gute „Customer Experience“ legen, also auf eine positive Kundenerfahrung. Das Potenzial, das dank des digitalen Hausanschlussprodukts und attraktiver Mehrwerte erschlossen werden kann, ist enorm. Thüga unterstützte Udo Beckmann in seiner Vision von einem moderneren Prozess holte und e·pilot ins Boot. Wie fruchtbar diese Kooperation war, sieht man an der extrem kurzen Entwicklungszeit von nur acht Wochen, in welcher dieser komplexe Prozess nicht nur vollständig digitalisiert, sondern auch weiteres Potenzial für Vertriebe und Netze erschlossen wurde.

TRIANEL

Digitalisierung bereichert jedes Stadtwerk anders

Rund ein Jahr nach dem offiziellen Start des Trianel Digital Lab ziehen die 40 mitwirkenden Stadtwerke eine positive Bilanz über ihre Zusammenarbeit im ersten kommunalen Innovation Lab.

„Viele Stadtwerke verfügen über wenig Erfahrung bei Digitalisierungsthemen und haben mehr Fragen als Antworten. Trianel als digitaler Inkubator leistet hier eine hervorragende Moderationsrolle bei der Lösungsfindung und treibt den Plattformgedanken der Digitalisierung voran“, stellt Thomas Gläßer, Geschäftsführer der Stadtwerke Lindau (B) und Beiratsvorsitzender des Trianel Digital Lab, fest. Neben der inhaltlichen Aufarbeitung und Umsetzung von Digitalisierungsthemen hat sich das gemeinsame Erarbeiten und Erleben von Themen in den letzten Monaten bewährt. „Ein Fazit ist, dass über die konkreten Inhalte hinaus der stetige Austausch über die mit der Digitalisierung einhergehenden Wandelprozesse sowie neue Arbeitsweisen und Unternehmenskulturen entscheidend ist“, stellt Dr. Thorsten Seiferth, Bereichsleiter Unternehmensentwicklung bei der Stadtwerke-Kooperation Trianel, fest. Für diesen Austausch und die gemeinsame Weiterentwicklung der digitalen Agenda haben sich die gemeinsamen Labortage als wertvolle Diskussionsforen etabliert. Wesentlicher Bestandteil der Arbeit im Trianel Digital Lab ist die schnelle Umsetzung von Pilotprojekten in den Stadtwerken selbst. Bereits Ende 2017 wurden die ersten drei Pilotprojekte gestartet. Die Pilotprojekte haben eine Laufzeit von zwei bis sechs Monaten.

GASAG

Grundsteinlegung für neues Energiequartier

EUREF-Campus 23-24 wird die neue Adresse des Unternehmenssitzes der GASAG. Ende 2020 zieht der Berliner Energiedienstleister auf das schon heute CO2-neutral versorgte Quartier in Berlin-Schöneberg.

Seit 2014 werden mit dem Energiekonzept der GASAG Solution Plus auf dem EUREF-Campus die CO2- Klimaschutzziele der Bundesregierung für 2050 erreicht und das zu wettbewerbsfähigen Preisen. „Mit dem Umzug in das GASAG-Energiequartier unterstreichen wir unser Engagement für eine machbare Energiewende“, erklärt GASAGVorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Holtmeier und freut sich, dass die Energiewende in der EUREF-Energiewerkstatt by GASAG Solution Plus jetzt auch direkt erfahrbar ist. Die GASAG wird gut zwei Drittel des rund 18.000 m2 großen KfW- 55-Effizienzgebäudes beziehen, das sich durch modernste Gebäudetechnik und effizienten Energieeinsatz auszeichnet. Schon beim Bau wird darauf geachtet, dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit im Einklang sind. Dafür wurde ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 etabliert. Baustellen, Fuhrpark, Immobilien und weitere Anlagen sind energieeffizient und emissionsarm. Das mit dem Bau beauftragte Unternehmen WOLFF & MÜLLER verwendet ausschließlich Ökostrom und arbeitet als erstes Bauunternehmen Deutschlands gruppenweit CO2-neutral.

VOLTARIS

Webbasiertes Frontend zur Vereinfachung von Prozessen und Schnittstellen

Die Integration der neuen Prozesse des intelligenten Messstellenbetriebs in die Systemlandschaften der Stadtwerke stellt eine besondere Herausforderung dar. Für die schnittstellenarme, sichere Integration der neuen Prozesse hat VOLTARIS ein schlankes, mehrmandantenfähiges Frontend entwickelt.

Standen bisher die Abrechnungssysteme und das Energiedatenmanagement im Fokus, muss nun auch die Smart Meter Gateway-Administration in die IT-Landschaft integriert werden. Neben der rechtskonformen Abbildung der neuen Prozesse ist die automatisierte Prozessabwicklung und Systemintegration die Voraussetzung für neue Geschäftsmodelle wie zum Beispiel monatliche Abrechnungen oder zeit- und lastvariable Tarife. Für die schnittstellenarme, sichere Integration der neuen Prozesse hat VOLTARIS ein schlankes, mehrmandantenfähiges Frontend entwickelt. Über das innovative Onlineportal können die Stammdaten, die zur Inbetriebnahme der intelligenten Messsysteme notwendig sind, bequem an VOLTARIS als Gateway-Administrator übermittelt werden. Mit der Eingabe der Stammdaten werden die Prozesse der Inbetriebnahme angestoßen und Folgeprozesse zu externen Marktteilnehmern und zum Gateway- Administrator gesteuert. Zudem erfolgt eine Rückmeldung, ob die Inbetriebnahme erfolgreich war. Die Stadtwerke müssen somit kein eigenes ERP-Schnittstellenprojekt aufsetzen, was Zeit und Kosten spart. Die Dateneingabe erfolgt via Webformular oder Massenupload via Datei – einfach, verständlich und benutzerfreundlich. Zudem ist die Anwendung auch auf mobilen Endgeräten nutzbar.

ORCAN ENERGY

Erster stromloser Rückkühler

Orcan Energy hat den nach eignen Angaben ersten stromlosen Rückkühler entwickelt. Dieser ist ochflexibel und kann überall dort eingesetzt werden, wo heute schon gegen die Umgebungstemperatur gekühlt wird, beispielsweise an Motoren oder in Industrieprozessen.

Im Unterschied zu herkömmlichen Rückkühlern verbraucht die neue Lösung von Orcan Energy keinen Strom, sondern erzeugt den für die Kühlung benötigten Betriebsstrom aus Abwärme. Durch eine intelligente Kombination aus klassischen Standardrückkühlern und der innovativen Orcan Energy Technologie ist so ein universell einsetzbares Rückkühlsystem entstanden, das auf einen externen Bezug von Betriebsstrom verzichtet. Mit der Entwicklung des neuen Produkts ist es Orcan Energy gelungen, die Effizienz energieintensiver Kühlprozesse für Unternehmen zu optimieren. Darüber hinaus hat Orcan Energy seine Energieeffizienz- Lösungen jetzt erstmals erfolgreich auf einem Schiff installiert, um die in den Abgasen enthaltene Wärme für den Antrieb eines elektrischen Generators an Bord des Schubboots zu nutzen, der den Hauptmotor unterstützt. Die Bilanz des Energie-Recyclings: 6,7 Prozent Einsparung, das heisst in dem Fall 167.000 l Diesel pro Jahr. Zusätzlich wird der CO2-Ausstoß des ersten Abwärme optimierten Schiffs auf dem Rhein um etwa neun Prozent gesenkt. Der Schiffseigentümer profitiert dadurch von einer Einsparung von mehreren mehr als 150.000 €.

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