Samstag, 16. Februar 2019
-   Meldungen

UNTERNEHMEN - Januar/Februar 2019

Aktuelle betriebswirtschaftliche Meldungen aus der Energiebranche.

TENNET/BAYERNWERK

Dezentrale Flexibilität aus Bayern für die Energiewende

Bayernwerk Netz GmbH und TenneT untersuchen gemeinsam im Forschungsprojekt „HeatFlex“, wie dezentrale Stromnutzer das Stromnetz stabilisieren können.

Das gemeinsame Projekt „HeatFlex“ der Bayernwerk Netz GmbH und von TenneT geht seit diesem Winter in die heiße Phase. „Mit diesem Projekt erproben wir bereits heute Lösungen für morgen. HeatFlex ist eines der Pilotprojekte, mit denen wir erforschen, welche dezentralen Flexibilitäten wir in Zukunft nutzen können, um das Netz zu stabilisieren. Dazu gehören zum Beispiel auch Projekte mit Power-to-Gas, mit bidirektional ladbaren Elektroautos oder mit Heimspeichern und Blockchain- Technologie. Alles das zahlt künftig auf die Versorgungssicherheit ein und kann dazu beitragen, den Bedarf an neuen Stromleitungen nach 2030 deutlich zu reduzieren“, sagt TenneT-Geschäftsführer Wilfried Breuer. „Uns ist es dabei besonders wichtig, solche Pilotprojekte Hand in Hand mit Verteilnetzbetreibern zu entwickeln.“ Das Projekt soll auch Wege aufzeigen, wie die sogenannte Sektorenkopplung – die Verbindung von Strom-, Gas-, Mobilitäts und Wärmesektor zu einem Gesamtsystem – funktionieren kann.

SONNEN

Größte virtuelle Batterie für das Stromnetz der Zukunft

Erstmals liefert sonnen mit über ganz Deutschland vernetzten Heimspeichern Regelleistung für den Energiemarkt. Damit geht die derzeit größte virtuelle Batterie in Betrieb, die Schwankungen im Stromnetz ausgleichen kann.

sonnen hat zusammen mit seinem Technologie-Partner tiko Energy Solutions die Präqualifikation zur Erbringung von Primärregelleistung für sein deutschlandweites Netzwerk aus Heimspeichern von dem Übertragungsnetzbetreiber TenneT erhalten. Damit stellt sonnen dem Energiemarkt die derzeit größte virtuelle Batterie zur Verfügung, die ausschließlich aus einzelnen Heimspeichern besteht. Die virtuelle Batterie von sonnen funktioniert nach einem einzigartigen Ansatz. Sie besteht aus tausenden, einzelnen Stromspeichern im ganzen Land, die für den Eigenverbrauch ihrer jeweiligen Haushalte genutzt werden. Kommt es zu Schwankungen im Stromnetz, ordnen sich diese Batterien per künstlicher Intelligenz selbständig zu einer virtuellen Großbatterie an. Da jede sonnen- Batterie einen unterschiedlichen Ladezustand hat, wird die Vielzahl von einzelnen Batterieleistungen zu einem Block ab 1 MW zusammengefasst und dem Energiemarkt zur Verfügung gestellt. Bei der Abnahme der virtuellen Batterie durch TenneT musste sie innerhalb von 30 Sekunden 1 MW Leistung sowohl aus dem Netz ziehen als auch wieder einspeisen. Mit der bestandenen Prüfung hat sich die virtuelle Batterie für die Teilnahme am so genannten Primärregelenergiemarkt qualifiziert.

LEAG

50 MW-Stromspeicher BigBattery Lausitz

In diesem Jahr Jahr entsteht am Kraftwerksstandort Schwarze Pumpe ein 50 MW-Stromspeicher, der zur Netzstabilität im deutschen Stromnetz beitragen soll. Der auf der Lithium-Ionen-Technologie basierende Speicher ist damit einer der größten Batteriespeicher in Europa.

Zur Projektvorstellung betonte LEAGKraftwerksvorstand Hubertus Altmann die Einmaligkeit des Projektes: „BigBattery Lausitz ist für LEAG ein Leuchtturmprojekt, das in seiner Größe und technischen Konstellation bislang einzigartig in Europa ist. Wir investieren damit in innovative Technologien für die Zukunft und erweitern unseren bestehenden Anlagenpark.“ Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf ca. 25 Mio. €. Das Land Brandenburg fördert den Speicher mit 4 Mio. €. BigBattery Lausitz wird sich durch ein innovatives Lademanagement sowie durch die Nutzung eines neuartigen Kraftwerksleitsystems auszeichnen. Das Be- und Entladen wird sich an den Bedingungen im Stromnetz sowie an den Strommärkten orientieren. „Um das Stromnetz zu stabilisieren, werden wir den Speicher an Tagen mit hohen Schwankungen der erneuerbaren Energien zum Einsatz bringen. In Kombination mit unseren vorhandenen Erzeugungsanlagen können wir verschiedene Systemdienstleistungen zur Verfügung stellen und den gestiegenen Anforderungen im Stromnetz gerecht werden“, so Altmann. Baustart für den Speicher soll im Frühsommer 2019 sein. Die kommerzielle Inbetriebnahme ist für Sommer 2020 eingeplant.

INNOGY

Neuer Schnellladepark

innogy hat Anfang Januar in Duisburg seinen neuen Schnellladepark im Beisein von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link nun offiziell in Betrieb genommen.

Mit dem Ladepark betritt das Unternehmen in mehrfacher Hinsicht Neuland. Elke Temme, Geschäftsführerin der innogy eMobility Solutions GmbH, betont: „Mit diesem richtungsweisenden Projekt setzen wir schon heute auf die Infrastruktur von morgen. Ultraschnelle Ladesäulen, hoher Komfort für unsere Kunden und im Hintergrund unser IT-System als Basis für niedrige Netzausbaukosten – das ist die Formel für ein völlig neues Ladeerlebnis und die Stromtankstelle der Zukunft.“Das Projekt kombiniert über ein intelligentes Energiemanagementsystem vier Gleichstrom- Schnellladestationen mit je 150 kW Leistung sowie eine Batteriestation mit 210 kWh Kapazität. Das 180 m2 große Solardach liefert 26.000 kWh Ökostrom im Jahr oder rund 200.000 emissionsfreie Fahrkilometer. Die Schnellladesäulen lieferten die Firmen Porsche und Delta, der Batteriespeicher kommt von Belectric.

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