Montag, 26. Juni 2017
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Die mediale Smart-Energy-Euphorie hat die deutschen Energieversorger nicht erreicht: Nur noch zwölf Prozent der Manager glauben, dass die Hälfte der deutschen Haushalte in fünf Jahren über intelligente Stromzähler verfügt. 2010 gingen noch 51 Prozent der Energieentscheider davon aus. Zum einen mangelt es an regulatorischen Rahmenbedingungen und Kommunikationsstandards, zum anderen sind die Datenschutzfragen nach wie vor ungeklärt. Das ergibt die Studie "Branchenkompass 2012 Energieversorger" die von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut erstellt wurde.

Der weltweite Energieverbrauch wird von Öl und Kohle dominiert. Während Erdgas einen signifikanten Anteil des Energiemarktes ausmacht, werden weltweit neuentdeckte Reserven an Schiefergas den Verbrauch von Gas sowohl als Energiequelle als auch erschwinglichen Rohstoff für eine grosse Zahl von Chemikalien und Materialien vorantreiben. Eine aktuelle Studie von Frost & Sullivan zum Weltmarkt für Schiefergas analysiert die Auswirkungen von Schiefergas auf die Chemieindustrie und betrachtet den derzeitigen Stand des Schiefergasmarktes als Ganzes.

Betriebliches Energiemanagement: Stand und Perspektiven

Energiemanagement ist ein wirkungsvolles Instrument, um die Energiekosten von Unternehmen zu verringern. Auch die Bundesregierung sieht im Energiemanagement einen wichtigen Ansatz zur Steigerung der Energieeffizienz in der Industrie. Doch wie gestaltet sich aktuell die Umsetzung von Energiemanagement in deutschen Unternehmen? Welche Änderungen der Rahmenbedingungen stehen bevor?

Seit dem 1.10.2011 müssen die Wechselprozesse im Messwesen (WiM) von allen Marktteilnehmern der Energieversorgung verbindlich und unverzüglich umgesetzt werden. Eine neue Automatisierungssoftware soll helfen, die Anforderungen der Bundesnetzagentur mit größtmöglicher Prozess- und Personaleffizienz umzusetzen.

Kraft-Wärme-Kopplungsausbauziele in den USA

Die USA haben sich mit der von Präsident Obama am 20.8.2012 erlassenen Exekutiv-Verordnung das Ziel gesetzt, die installierte elektrische Kraft-Wärme-Kopplungsleistung bis 2020 um 40 GW zu steigern. Insbesondere in der Industrie hat das US-Energieministerium ein großes Potenzial für dem KWK-Ausbau festgestellt.

Insbesondere in den Sommermonaten erweisen sich Warmwasser-Wärmepumpen als sparsam. Sie machen ein Anspringen des Heizgeräts überflüssig, wenn sie eine bestehende Öl-, Gas- oder Biomasseanlage ergänzen. Aber auch im Einsatz mit Umgebungs- oder Außenluft sind sie eine klimaschonende Alternative der Warmwassererzeugung.

Netzbetreiber sind bei Fehlallokationen gefordert

Am 1.10.2012 trifft die Kooperationsvereinbarung GAS V (KoV Gas V) in Kraft. Mit ihr bezweckt ist eine Verringerung des Regelenergiebedarfs. Insbesondere Fehlallokationen bei Standardlastprofilen (SLP) gelten als wesentlicher Grund für hohe Regelenergiekosten. Mit strengeren Regeln für die Netzkontenabrechnung wird der Druck auf die Netzbetreiber erhöht.

In Ulm soll bis 2014 eine Anlage entstehen, die sich der Erforschung seriennaher Fertigungsprozesse von Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos widmen wird. Damit stehen dann in Deutschland erstmals F&E-Möglichkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu Verfügung.

Der Markt für BHKW in Europa bis 2020

Die Anzahl der installierten Blockheizkraftwerke (BHKW) hat in Europa 2011 neue Höchstwerte erreicht und auch in den folgenden Jahren wird mit einem weiteren Wachstum des Marktes gerechnet. Der Ausbau der dezentralen Energieerzeugung und das Streben nach Energieeffizienz sind die wesentlichen Faktoren für diese Entwicklung. Die verbrauchsnahe Energieerzeugung in BHKW gewinnt dadurch immer weiter an Bedeutung.

Um den durch die Energiewende geforderten, beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien in die Netze einzubinden, ist es notwendig, große Teile der Netzinfrastruktur aus- und umzubauen. Es sind intelligente Konzepte und Technologien nötig, um dem erhöhten Bedarf an Messung, Regelung und Automatisierung insbesondere in den Verteilnetzen zu entsprechen. Im Expertenforum „Smart Grids – Herausforderung für die Verteilnetze“, das vom 7. bis 8.11.2012 in Düsseldorf stattfindet, werden die möglichen Auswirkungen auf die Verteilnetze diskutiert und bereits vorhandene Lösungen und Technologien sowie innovative Ansätze vorgestellt.

Hybrid-Kollektoren kombinieren Photovoltaik und Solarthermie

An Sonnenenergie interessierte Hausbesitzer mussten sich bisher meistens entscheiden, ob sie entweder mit einer Kollektoranlage solare Wärme gewinnen oder mit Photovoltaikmodulen Solarstrom produzieren wollten. Neue Hybrid-Kollektoren ermöglichen jetzt eine Kombilösung. Sie vereinen beide Formen der Solarenergie in einem Gehäuse und ermöglichen so ein einheitliches Erscheinungsbild auf dem Dach. Das neue BINE-Projektinfo „Solardächer doppelt nutzen“ (10/2012) stellt die Anlagen, zwei Pilotprojekte und Konzepte zur künftigen technologischen Optimierung vor. Solaranlagen mit Hybrid-Kollektoren eignen sich besonders für Gebäude mit einem ganzjährig hohen Wärmebedarf.

Der Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie des Europäischen Parlaments (ITRE) hat am 18.9.2012 über die Änderungsanträge zu den Leitlinien für die transeuropäische Energieinfrastruktur abgestimmt. Die ITRE-Mitglieder begrüßten die Initiative der Europäischen Kommission, die Genehmigungsverfahren für den Bau von Energieinfrastrukturen in den einzelnen Mitgliedstaaten einheitlich zu organisieren und zeitlich zu straffen. Gleichzeitig forderte der ITRE jedoch Nachbesserungen bei den Auswahlkriterien von Vorhaben, die für die finanzielle EU-Unterstützung und für beschleunigte Genehmigungsverfahren in Betracht kommen.

Starke Zukunftsthemen auf der E-world energy

Die 13. E-world energy & water, die vom 5. - 7.2.2013 in der Messe Essen stattfindet, setzt konsequent auf zukunftsweisende und marktnahe Themen – Fragen der Energieeffizienz und Innovationen spielen dabei eine übergeordnete Rolle. So belegt der Megatrend „smart energy“ auf der Leitmesse der Energie- und Wasserwirtschaft erstmals eine eigene Messehalle. In Halle 4 werden auf einer Fläche von 3 000 m3 rd. 70 Aussteller erwartet, die ihre Innovationen zu den Schwerpunkten intelligente Netze (Smart Grids), Zähler (Smart Meter) oder vernetzte Haustechnik zeigen.

Die Energiewende nimmt Fahrt auf – und das Thema Energieeffizienz wird immer wichtiger: Steigende Energiepreise, Netzengpässe, neue Technologien und die herausfordernde politische Rahmensetzung sorgen für immer mehr Handlungsdruck. Der effiziente Einsatz von Energie wird daher für alle beteiligten Akteure und Anspruchsgruppen – Dienstleister, Verbraucher, Verbände und Politik – wichtiger denn je.

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