Mittwoch, 29. März 2017
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Die gemeinsame Preiszone der deutschen und österreichischen Strommärkte bietet beiden Seiten große Vorteile. Insbesondere die Qualitäts- und Angebotsvielfalt aus Österreich belebt den Wettbewerb und wird in Deutschland geschätzt.

In der aktuell erstellten Studie „Smart Metering in Europa bis 2020: Marktentwicklung und Potenziale in ausgewählten Ländern“ des Trendforschungsinstituts trend:research werden Rahmenbedingungen ausgewählter europäischer Länder (u. a. Dänemark, Frankreich und Polen) zur Smart Metering-Technologie untersucht, der Status quo des Rollouts beleuchtet, Markttreiber und Hemmnisse identifiziert und eine Prognose zur Marktentwicklung vorgenommen. Insgesamt kommt die Studie dabei zu dem Ergebnis, dass die Umsetzung sehr unterschiedlich voranschreitet:

ENERGIEEFFIZIENZ: Kein Verzicht auf Automobilität

Über 50-Jährige sind eher bereit, Einschnitte für den Klimaschutz hinzunehmen als jüngere Menschen. Sie würden eher auf importierte Lebensmittel, Klimaanlagen sowie Flug- und Fernreisen verzichten. So lauten die zentralen Ergebnisse der bundesweiten Studie „50plus“ des Instituts für neue soziale Antworten (INSA), die am 28.11.2011 in Berlin vorgestellt wurden.

In Deutschland werden rd. 185 000 öffentliche Gebäude betrieben. Ihre Energieversorgung verursacht im Jahr etwa Kosten in Höhe von 4,1 Mrd. €. Neben den Klimaschutzeffekten, die sich mit Effizienzmaßnahmen an diesen Gebäuden realisieren lassen, bietet hier ein „Energiespar-Contracting“ auch für die öffentlichen Träger Vorteile.

In Deutschland sinkt der Energieverbrauch deutlich
Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) ist der Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2011 um knapp 5 % zurückgegangen und hat eine Höhe von 13 411 PJ bzw. 457,6 Mio. t SKE erreicht. Begründet ist diese Entwicklung in einem geringen Wärmeenergieverbrauch aufgrund der milden Witterung im abgelaufenen Jahr sowie den hohen Energiepreisen als weiterem Einflussfaktor.
War 2011 das Jahr des energiepolitischen Umbruchs, wird 2012 das Jahr der Umsetzung der „Energiewende“. Drei Kernfragen bewegen daher die Energiebranche. Wie ist es angesichts der gewaltigen Umbauten, die am Energiesystem vorgesehen sind, mit der Versorgungssicherheit bestellt? Welche politischen Schritte wurden erfolgreich angegangen? Und welche Schritte stehen jetzt an, um für die Zukunft adäquat gerüstet zu sein? Dies sind die zentralen Themen, die in diesem Jahr der BDEW Kongress 2012 vom 26.-28.6. in Berlin aufgreift.
NETZE: Hochtemperaturleiter vergünstigen Netzausbau
Bereits bestehende Stromtrassen könnten durch eine Aufrüstung mit modernen ACCR (Aluminium Conductor Composite Reinforced)-Seilen die doppelte Strommenge transportieren. Eine aktuelle Studie bestätigt ihnen zudem enorme Kostenvorteile.
Der Wettbewerbsdruck durch asiatische Mitbewerber auf dem weltweiten Markt und die angestrebte Netzparität für Windenergie zwingen die Hersteller jedoch dazu, ihre Kosten um 25 bis 40 % zu senken. Eine starke Konsolidierungswelle im Windenergiesektor ist daher zu erwarten. Das ist das Ergebnis der neuen internationalen Studie „Wind Turbine Manufacturing – A Case for Consolidation“ von der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants.
USA: Netzmanagementsystem in Betrieb genommen
Ende 2011 ging eines der weltweit modernsten Netzmanagementsysteme in Betrieb, um Nordamerikas größtes Stromübertragungsnetz zu steuern. Es basiert auf einer von Siemens und PJM entwickelten Shared- Architecture-Integrationsplattform, über die das Spektrum-Power-Energiemanagementsystem von Siemens ins Netzmanagement integriert wurde.
Mit einem neuen Outsourcingkonzept wird es interessierten EVU erleichtert, Partner einer B2B-Strategie auszumachen, deren Energiekonsum zum eigenen Absatzportfolio passt. Möglich wird die Akquisition neuer Sondervertragskunden mittels einer bundesweiten Datenbank mit derzeit rd. 100 000 Unternehmensdaten.
BRAUNKOHLE: Wichtigster heimischer Energieträger

 Die Braunkohleförderung hatte 2011 um rd. 4 % auf 176,5 Mio. t zugenommen; hiervon wurden rd. 90 % in Kraftwerken zur Erzeugung von Strom und Fernwärme eingesetzt. Damit war Braunkohle nach Aussage des Branchenverbands DEBRIV der wichtigste heimische Energieträger.

Gemeinsam ihren Energieverbrauch bis 2014 deutlich zu reduzieren, ist das Ziel mehrerer norddeutscher Unternehmen. Sie haben sich im Bündnis Watt EffizienzAllianz NORD organisiert, dass um weiteres Bewusstseins für die Energieeffizienzthematik zu wecken, bis zu 4 Veranstaltungen zum Thema pro Jahr durchführen wird.

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