Montag, 26. Juni 2017
-   Meldungen

Die vollständige Inbetriebnahme des Herkunftsnachweisregisters seit Anfang des Jahres birgt jede Menge neues Austauschvolumen zwischen den Unternehmen in der Marktrolle „Netzbetreiber“ und dem Umweltbundesamt, welches seit dem 1.1.2013 ein eigenes Konto für jeden Anlagenbetreiber führt.

Am 10.1.2013 haben Niedersachsens Umweltminister Dr. Birkner, Hannovers Umwelt- und Wirtschaftsdezernent Herr Mönninghoff und Herr Feist, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover AG, eine der modernsten Gas- und Dampfturbinenanlagen (GuD) Europas nach einer rd. vierjährigen Modernisierungsphase eingeweiht.

Forschungsprojekt „Energy Storage Cloud“

Mit dem Forschungsprojekt „green2store“ entwickelt und erprobt Konsortialführer EWE gemeinsam mit den Partnern EWE NETZ, Alcatel-Lucent, Süwag Energie, BTC, ABB sowie dem Informatik-Institut OFFIS, dem EWE-Forschungszentrum NEXT ENERGY und dem Institut elenia der TU Braunschweig in den nächsten vier Jahren eine sog. Energy Storage Cloud.

Der norwegische Stromnetzbetreiber Statnett, die KfW IPEX-Bank als Tochtergesellschaft der KfW Bankengruppe und der für die deutsche Nordseeregion zuständige Übertragungsnetzbetreiber TenneT TSO GmbH haben eine Rahmenvereinbarung über Entwicklung und Bau eines Unterseekabels zwischen Deutschland und Norwegen getroffen.

Grundsteinlegung für polnisches Steinkohlekraftwerk

Zwei Monate nach der Vertragsunterzeichnung erfolgte Ende November 2012 die Grundsteinlegung für das Steinkohlekraftwerk Kozienice 11, welches die Hitachi Power Europe GmbH gemeinsam mit der Muttergesellschaft Hitachi und Babcock Hitachi sowie dem Konsortialpartner Polimex Mostostal errichten wird.

Eine neuartige Elektrolysetechnik soll künftigen Power-to-Gas-Anlagen den Weg in eine größere Leistungsklasse ebnen. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) koordiniert die Entwicklungsarbeiten an einer 300 kW-Elektrolyse mit einem Zellstapel, dessen Leistung bei entsprechender Vergrößerung auf mehr als 1 MW steigerbar ist.

Gemeinsame KWK-Anlage in Lubmin geplant

WINGAS und E.ON Energy Projects nehmen gemeinsam den Bau einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK) an der Anlandestation der Ostseepipeline Nord Stream in Lubmin bei Greifswald in Angriff. Für Bau und Betrieb der Anlage haben die Partner im Dezember 2012 die Projektgesellschaft Industriekraftwerk Greifswald GmbH gegründet, die Fertigstellung der Anlage ist für das Frühjahr geplant.

Der Energieverbrauch in Deutschland wird 2012 nur leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen. Den stärksten Einfluss auf die Entwicklung hatte die kühle Witterung in der ersten Jahreshälfte. Hinzu kamen weitere verbrauchsdämpfende Faktoren wie die Zunahme der Energieeffizienz. Insgesamt wurden 2012 nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen 13 512 Petajoule (PJ) oder 461,1 Mio. Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) Energie verbraucht.

Studie „Arbeitgeberimage Energie 2012“

Energiewende, Altersproblematik und Fachkräftemangel stellen die Personalarbeit in den Energieunternehmen vor neue Herausforderungen. Nachhaltiges Personalmarketing, starke Arbeitgebermarken und eine demografiefeste Personalentwicklung sind die Erfolgsfaktoren im Energiewettbewerb, in dem Stadtwerke als Arbeitgeber deutlich an Attraktivität gewinnen. Dies ist das Ergebnis der Studie „Arbeitgeberimage Energie 2012“ der Hochschule Koblenz in Zusammenarbeit mit EnergyRelations und Jobware. Bewertet wurde die Arbeitgeberattraktivität deutscher Energieunternehmen.

Die Förderung von unkonventionellem Erdgas kommt in Europa nur langsam voran, eine kommerzielle Nutzung von Schiefergas ist vor 2020 unrealistisch. Am weitesten entwickelt ist der Markt in Polen. Die dortigen Vorkommen an Schiefergas sind die größten in Europa. Anders als in Deutschland spricht sich in Umfragen eine Mehrheit der Bevölkerung für die Nutzung des unkonventionellen Erdgases aus. Dieses ist das Ergebnis eines Ländervergleichs der ecoprog GmbH, in dem neben Deutschland und Polen auch die Ukraine und das Vereinigte Königreich betrachtet wurden.

Ökostrom: Neue Geschäftsmodelle und Vertriebsstrategien gefragt

Beeinflusst durch die anhaltende Debatte um den Klimaschutz und der damit zunehmenden Bedeutung erneuerbarer Energien hat eine Vielzahl an Energieversorgern Ökostrom in ihr Produktportfolio aufgenommen. Für einige EVU stellt das Angebot von grünem Strom jedoch bislang nur ein „Prestigeprojekt“ dar und die Kundenzahlen sind eher gering. Zusätzlich zu den EVU haben sich auch kleinere Ökostromanbieter, die sich ausschließlich auf den Vertrieb von Ökostrom spezialisiert haben, etabliert und verfügen im Gegensatz dazu zum Teil über hohe Kundenzahlen. Darüber hinaus bietet manch ein EVU inzwischen ausschließlich Ökostrom an, so dass dessen Kunden dieses Produkt – solange sie nicht den Anbieter wechseln – automatisch beziehen.

Gerade große Unternehmen mit internationaler Ausrichtung und breitem Produktportfolio haben riesige Datenmengen zu bewegen, um einer Vielzahl von Reportingpflichten nachzukommen und die Kooperation vieler Anwender zu ermöglichen. Beispielhaft für diese Unternehmensklasse hat die Valliant Group jetzt ihr IT-System umgestellt, um das Prozessmanagement deutlich zu optimieren.

Wirtschaftliches Potenzial der Biomassenutzung in Kohle- und Gaskraftwerken

Durch die Verwendung von Biomasse in Steinkohle- und Gaskraftwerken könnte der Anteil erneuerbarer Energien an der gesicherten und bedarfsgerechten Kraftwerksleistung deutlich gesteigert und CO2-Emissionen substanziell eingespart werden. Deshalb schlägt die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) in einer aktuellen Untersuchung, die an die Studie „Die Mitverbrennung holzartiger Biomasse in Kohlekraftwerken“ aus dem Jahr 2011 anschließt, eine gezielte Förderung des Biomasseeinsatzes in fossilen Kraftwerken vor.

Laut dem Deloitte-Report „Smart Grid vs. Smart Market“, für den 67 relevante Unternehmen befragt wurden, spielt die Informations- und Telekommunikationstechnologie (IKT) bei der Ausgestaltung der Energiewende eine Schlüsselrolle. Als „Querschnittstechnologie“ verbindet sie „Smart Grids“ und „Smart Markets“. Dazu bedarf es einer Verdichtung von Regulierungsvorgaben sowie gezielter Anreize für die Branche.

„Grünes Wachstum“ – Märchen oder Strategie?

Wirtschaftswachstum lässt nicht nur Umsätze und Einkommen steigen, sondern auch den Ausstoß von Treibhausgasen. Ist „Grünes Wachstum“ ein Ausweg, ist es „Märchen oder Strategie“? Gerade jetzt wird beim Weltklimagipfel in Doha über Probleme wie dieses gestritten. Lösungspfade zeigten bei der 4. Climate Lecture vor rund 1 200 Gästen an der Technischen Universität Berlin am 3.12.2013 zwei Wissenschaftler auf – der britische Wachstumskritiker Prof. Tim Jackson, PhD, und der Chef-Ökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Professor an der TU Berlin, Prof. Dr. Ottmar Edenhofer.

Am 10.12.2012 wurde das „European Network of Women for Innovative Energy Solutions“ (Women4Energy) in Stuttgart unter der Schirmherrschaft von Ministerialdirektorin Dr. Simone Schwanitz, Amtschefin des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, gegründet.Women4Energy wird Frauen aus der Forschung und der Industrie zu allen energierelevanten Themen vernetzen und dazu beitragen, dass Ergebnisse aus der Forschung auch in den Markt kommen.

Die Goldgräber straucheln: Herausforderungen der erneuerbaren Energien

Seit vielen Jahren wird den erneuerbaren Energien ein wahrer Wachstumsboom prophezeit: eine lukrative und vor allem zukunftsentscheidende Branche, ertragssicher und ein Mekka für Tüftler, Vordenker und Visionäre. Kurzum, die Branche war wie im Rausch, im Goldrausch – doch wie dieser endete, ist hinlänglich bekannt: in großer Ernüchterung.

Jahr für Jahr geben Energieversorger Mio. von US$ aus, um ihre Übertragungs- und Verteilnetzeinrichtungen zur warten und zu reparieren. Die Qualität des Asset Managements und der Wartung verbessert die Betriebszeit der Anlagen und reduziert insgesamt die Wartungskosten. Die Konferenz „Predictive Asset Management for Utilities“, die vom 18.–19.3.2013 in Berlin stattfindet, zeigt, wie ein Predictive Asset Management die Gesamtkosten senkt, die Betriebszeit der Anlagen erhöht, die Qualität des Asset Managements verbessert und Wartungsintervalle reduziert.

FNN-Fachkongress ZMP 2013

Im Zuge der Neuausrichtung der Energiepolitik hat die Bundesregierung wesentliche energiewirtschaftliche Gesetze novelliert. Dabei sind die Änderungen im Energiewirtschaftsgesetz bezüglich des Messwesens von besonderer Bedeutung für Versorgungsunternehmen und Netzbetreiber.Die zentrale Anforderung in der neuen Messzugangsverordnung ist der verpflichtende Einbau von Messsystemen mit Schutzprofil für bestimmte Nutzergruppen ab 2013. Der FNN-Fachkongress ZMP 2013 wird sich daher auch mit den möglichen Auswirkungen dieser Verpflichtung beschäftigen. Unter dem Motto „Messsysteme – der Schlüssel zur neuen Energiewelt“ werden vom 15.–16.4.2013 in der Messe Leipzig nicht nur wirtschaftliche Potenziale und technische Herausforderungen, sondern auch praktische Lösungen und die neuen Marktrollen diskutiert.

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