Montag, 26. Juni 2017
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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) setzt mit der „eta-Fabrik“ Akzente in der Energieforschung. Erstmals wird dabei die Energieeffizienz eines industriellen Produktionsprozesses im Gesamten betrachtet und optimiert.

Das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln (EWI) hat in einer aktuellen Untersuchung die volkswirtschaftlichen Kosten von möglichen Unterbrechungen in der Stromversorgung für Deutschland analysiert. Gegenstand der Studie waren die durch einen potenziellen Stromausfall hervorgerufenen Wertschöpfungsverluste in verschiedenen gewerblichen und industriellen Sektoren sowie in privaten Haushalten. Die resultierenden gesamtwirtschaftlichen Kosten einer Versorgungsunterbrechung variieren im Jahresverlauf stark: Während eine einstündige Unterbrechung zu Spitzenlastzeiten im Winter Wertschöpfungsverluste von bis zu 750 Mio. € verursacht, liegen die durchschnittlichen stündlichen Unterbrechungskosten bei rd. 430 Mio. €.

Studie: Offshore-Windenergie ist tragende Säule der Energiewende

Europa verfolgt ambitionierte Klima- und Energieziele: Im Jahr 2020 soll ein Drittel des europäischen Strombedarfs aus Erneuerbaren Energien stammen. Dabei spielt die Offshore-Windenergie eine wesentliche Rolle. In ihrer neuen Studie „Offshore Wind toward 2020 - On the Pathway to Cost Competitiveness“ gehen die Experten von Roland Berger Strategy Consultants davon aus, dass bis 2020 in Europa eine Offshore-Kapazität von 40 GW installiert sein wird.

In einer derzeit laufenden Studie untersucht Siemens in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München die globalen Energiesysteme im Hinblick auf Nutzungsgrad der Ressourcen, Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz. Die Ergebnisse wird Siemens im Rahmen der weltweit wichtigsten Energiekonferenz World Energy Congress (WEC) im Oktober 2013 im südkoreanischen Daegu vorstellen.

Ausbau der Erneuerbaren erfordert ein neues Energiemarktdesign

Die Energiewende stellt die Unternehmen der Energiewirtschaft vor große Herausforderungen. Neben der geplanten Stilllegung der Atomkraftwerke, die gesicherte Leistung aus dem System nimmt, sorgt der Ausbau der erneuerbaren Energien für Herausforderungen in verschiedenen Bereichen des Energiemarktes, die es in einem integrierten Ansatz zu bewältigen gilt. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hat am 1.3.2013 ein Modell eines integrierten Energiemarktdesigns vorgelegt.

Am 3. und 4.7.2013 bietet das Institut für Operations Research und Computational Finance der Universität St. Gallen in Zusammenarbeit mit der Delta Energy Solution AG in Basel einen zweiteiligen Workshop zu den Themen „Grundlagen für Strom- und Gasmärkte“ und „Bewirtschaftungsmodelle“ an. Die einzelnen, ausgewählten Themenschwerpunkte decken die jüngsten Entwicklungen in den Strom- und Gasmärkten insbesondere in den Marktgebieten Deutschland und Schweiz ab.

Markt für Forderungsmanagement verzeichnet Wachstum

Der zunehmende Einsatz von Smart Metering und Internet Billing sowie weitere Veränderungen der Rahmenbedingungen (z. B. Einführung von SEPA) und die Insolvenzentwicklung der Verbraucher haben zukünftig Auswirkungen auf die Prozesse des Zahlungsverkehrs und des Forderungsmanagements. Darüber hinaus haben die zunehmenden Wechselquoten der Verbraucher Einfluss auf die Umsetzung des Forderungsmanagements der Unternehmen. Die Anwendung präventiver Maßnahmen, wie bspw. Bonitätsprüfungen, steigt seit Jahren deutlich, um die Forderungsausfallquote möglichst geringzuhalten. Energieversorger sind somit vor große Herausforderungen gestellt, um die eigene Marktposition zu halten bzw. zu stärken.

Am 26.–27.9.2013 veranstaltet das Institut für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft (IAEW) der RWTH Aachen sowie die Forschungsgesellschaft Energie an der RWTH Aachen e. V. (FGE) die FGE-Tagung „Herausforderungen und Chancen der Energiewende“ in Aachen.

Gemeinschaft auf Augenhöhe: RWE initiiert Genossenschaft

RWE ist Gründungsmitglied der Energiegenossenschaft „Die BürgerEnergie e.G.“ mit Sitz in Dortmund. Sie bietet Bürgern eine direkte Beteiligung am Ausbau der erneuerbaren Energien und strebt eine Rendite von 3,0 % pro Jahr an. Die Mindesteinlage beträgt 50 €. Bei den ersten Projekten handelt es sich um drei Photovoltaikanlagen in Trier, Siegen und Saffig. Das Investitionsvolumen beträgt rd. 250 000 €, die installierte Leistung 150 kWp. Mit 135 MWh, die jährlich erzeugt werden, können rd. 40 Haushalte versorgt werden. Weitere Beteiligungen an Photovoltaikanlagen und Windparks sind geplant.

Die BP Europa SE konnte im Geschäftsjahr 2012 ihr Ergebnis gegenüber dem Vorjahr verbessern. Der Jahresüberschuss lag bei 515 Mio. € nach 354 Mio. € im vorherigen Geschäftsjahr. Das Marktumfeld und die gegenüber dem Vorjahr besseren Raffineriemargen haben dazu geführt, dass das Unternehmen trotz hoher Wettbewerbsintensität ein gutes Ergebnis erreichen konnte, hieß es von Seiten des Unternehmens.

Rauchgas-Entschwefelungsanlage für Abu Dhabi

Mit einer Rauchgas-Entschwefelungsanlage auf Seewasserbasis kann das Gummersbacher Unternehmen Fisia Babcock Environment GmbH (FBE) seine Expertise in diesem Bereich weiter ausbauen.

Nach Abschluss der Modernisierung ihres Bremer Müllheizkraftwerks (MHKW) kann die swb AG vor Ort zukünftig aus der gleichen Menge Brennstoff die dreifache Menge Strom wie bisher erzeugen, ohne dass vermehrte CO2-Emissionen anfallen.

„Pressure to Power“-Projekt eröffnet

Eine Möglichkeit zur Innovation im Rahmen der Energiewende eröffnet das Zusammenspiel von Strom- und Gasnetzen. Eine in Lüdenscheid eröffnete Gasexpansionsanlage (GEA) des „Pressure to Power“-Projekts setzt dort an.

Die BayWa Energie Dienstleistungs GmbH hat erneut einen Contracting-Vertrag mit dem oberbayerischen Klinikbetreiber „klinik+more“ abgeschlossen. Die Projektpartner verdoppeln damit zukünftig ihre CO2-Ersparnis auf 1 500 t/a.

Erweiterung der EEX-Transparenzplattform

Die European Energy Exchange (EEX) und swisselectric haben vereinbart, dass ab Ende 2013 die swisselectric-Mitlieder Axo Gruppe, Alpiq und BKW Erzeugungs- und Speicherdaten aus der Schweiz auf der EEX-Transparenzplattform veröffentlichen werden.

Im Zuge einer umfassenden Installation von Smart Metern stellt sich die Frage, ob die Systeme, welche die Zählerdaten abrufen und verarbeiten, die anfallenden Datenmengen zuverlässig bearbeiten können. Ein erster groß angelegter Test bestätigt die Software-Qualität.

Wärmerückgewinnung bei der Abluftreinigung

Für Unternehmen gelten gesetzlich festgelegte Emissionsgrenzwerte bei der Abluft. Eine neue Technik erlaubt nicht nur die Abluftreinigung, sondern ermöglicht es zugleich, Energiekosten zu senken, indem sie mit einer Wärmerückgewinnungsanlage kombiniert wird.

Gas- und Stromversorgungsnetzbetreiber sind gegenüber der Bundesnetzagentur zu einem jährlichen Bericht über die in ihrem Netz aufgetretenen Versorgungsunterbrechungen verpflichtet. Weitere Berichtspflichten gelten gegenüber ihren Energieverbänden. Aktuelle IT-Lösungen bieten entsprechende Funktionalitäten.

dena-Experten-Workshop: Vermehrte Geräteausstattung – sinkender Stromverbrauch?

Trotz verbesserter Technik und steigender Energieeffizienz moderner Geräte verbrauchen private Haushalte immer mehr Strom für die Nutzung elektrischer Haushalts- und Kommunikationsgeräte. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg der Stromverbrauch in diesen Anwendungsbereichen von 2005 bis 2011 um mehr als 2 % an. Wie kann dieser Trend vor dem Hintergrund eines steigenden Ausstattungsgrades und dem Trend zu mehr Single-Haushalten umgekehrt werden? Können weitere Effizienzpotenziale bei Geräten der Weißen und Braunen Ware ausgeschöpft werden? Oder bietet die intelligente Vernetzung von Haushaltsgeräten zukünftig Potenziale zur Stromeinsparung?

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