Montag, 26. Juni 2017
-   Meldungen

Die Wintershall steigert mit dem Ende Juli abgeschlossenen Asset-Tausch mit Statoil ASA ihre Produktion in Norwegen. Durch die Übertragung von Anteilen erhöht sich die Produktion des Unternehmens von rd. 300 boe auf knapp 40 000 boe pro Tag.

Zur Erweiterung der Kapazitäten der bestehenden Erdgasleitung MIDAL wird auf einer Strecke von insgesamt 90 km eine Parallelleitung DN 1000 gebaut. Der zuständige Betreiber, die GASCADE Gastransport GmbH, beauftragte die Max Streicher GmbH & Co. KG aA mit dem dritten von insgesamt drei Baulosen des MIDAL-Süd Loop. Für das grabenlose Einbringen der 18 m langen Rohrstücke griff der Experte auf das Microtunneling-Verfahren zurück.

Stündliche Bereitstellung von RLM-Messdaten

Genügte es bislang, RLM-Messdaten einmal täglich bereitzustellen, werden Netzbetreiber ab dem 1.10.2013 vor deutlich höhere Anforderungen gestellt. Im Stundentakt sieht die dann in Kraft tretende Kooperationsvereinbarung KoV VI die Lieferung von Messwerten auf Anfrage von Transportkunden vor und kommt damit der in der GeLi Gas angelegten Verpflichtung nach.

Bislang hat die Ukraine Gas auf direktem Wege aus Russland sowie mittels Umkehrfluss aus der EU (über Polen und Ungarn) bezogen. Derzeit plant die ukrainische Regierung laut des ukrainischen Ministers für Energie- und Kohleindustrie, Eduard Stavytskyi, in Rumänien und der Slowakei zwei weitere Gas-Transitleitungen zur Strömungsumkehr in Betrieb zu nehmen und damit die Gasimporte zu diversifizieren.

Übertragungsnetzbetreiber stellt sich neu auf

Anfang 2013 hatte die Swissgrid AG das Schweizer Übertragungsnetz übernommen, was das Unternehmen vor neuartige Herausforderungen stellen wird. Um für diese gewappnet zu sein, hat das Unternehmen nun seine Organisationsstruktur neu ausgerichtet.

Temporäre Stromüberschüsse aus Solar- und Windkraft stellen einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zufolge auch bei stark steigenden Anteilen erneuerbarer Energien ein lösbares Problem dar. Durch eine Flexibilisierung des Stromsystems könnte die Überschusserzeugung stark vermindert werden.

Große Einsparpotenziale in energieintensiven Branchen

In den energieintensiven Branchen Stahlerzeugung, Zement-, Papier- und Glasherstellung sowie in der chemischen Industrie gibt es große Einsparpotenziale. In einer aktuellen Studie stellt das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI etwa 200 Maßnahmen vor, die zusammen den Energieverbrauch in der energieintensiven Industrie Deutschlands bis 2035 um knapp 15 % reduzieren können.

Die Perspektiven der Braunkohle als Energieträger sind umstritten; nicht so ihre zukunftsträchtige Rolle als Rohstoff für die Industrie. Ein neues Verfahren zur Gewinnung von Kohlenwasserstoffen aus dem einheimischen Energieträger bspw. ist gegenüber einer entsprechenden erdölbasierten Technologie achtmal effektiver.

Big-Data-Lösungen verbessern Prognose Erneuerbarer

Die Anschlussleistung der heute in Deutschland installierten Erneuerbare-Energien-Anlagen beträgt ca. 84 GW, in 2030 ist mit etwa 130 GW zu rechnen. Mit der passenden technologischen Unterstützung, die große Datenmengen zu händeln in der Lage ist, muss dieser steigende Anteil jedoch keineswegs zum Menetekel des Netzbetriebs werden.

Auch oder gerade bei Gewerbekunden sind in der Energiebeschaffung durch den oftmals hohen Stromverbrauch erhebliche Einsparpotenziale möglich. Seit Mitte August hat das unabhängige Vergleichsportal Verivox sein Angebot ausgebaut: Erstmals erhalten Gewerbekunden mit haushaltsüblichen Stromzählern eine Tarifübersicht, die auch verschiedene Verbrauchsprofile für unterschiedliche Gewerbearten berücksichtigt.

Umfassende Bilanz vorgelegt

Auf deutschen Straßen sind mehr Elektrofahrzeuge unterwegs als häufig angenommen. Das ist ein Resultat einer aktuellen Untersuchung des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI). Elektro-Pkw machen allerdings nur etwa die Hälfte aller in Deutschland zugelassenen E-Fahrzeuge aus.

Mit der ersten Fragerunde zur Kosten-Nutzen-Analyse (KNA) von Ernst & Young am 13.8.2013 beim Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) sind nach Ansicht des EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e. V. jetzt die Weichen für die künftige Entwicklung des Messwesens in die richtige Richtung gestellt. Ein wichtiger Aspekt ist nach Ansicht der EDNA, dass das BMWi nun in einen offenen und konstruktiven Dialog mit den Marktteilnehmern eingetreten ist, der zu wirtschaftlich sinnvollen und vor allem marktgerechten Lösungen führen kann. Als wichtigsten Meilenstein sieht EDNA neben den erforderlichen Vorgaben für den Gateway-Administrator die entsprechende Anpassung der Wechselprozesse im Messwesen (WiM).

Warnung vor Spaltung des deutschen Strommarktes

Der deutsche Arm des europäischen Verbandes für Energiehandel EFET warnt vor einer Fragmentierung des Energiemarktes in Deutschland und Europa. Hintergrund sind Überlegungen der EU-Kommission, den deutschen Strommarkt in unterschiedliche Preiszonen aufzuteilen, um die Netze der Nachbarländer zu entlasten. Die dortigen Netzbetreiber hatten sich beschwert, dass das Überangebot an erneuerbaren Energien in Deutschland zu einer Überlastung der Netze in ihren Ländern führe. Bei starkem Wind fließt ein großer Teil des in Norddeutschland erzeugten Stroms u. a. durch die Netze von Polen und Tschechien nach Süddeutschland. Eine Studie im Auftrag der Europäischen Kommission empfiehlt daher eine Teilung des deutschen Strommarktes in zwei Gebotszonen. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Studie sollen die Stromgroßhandelspreise in den süddeutschen Bundesländern von den Preisen Norddeutschlands abweichen dürfen.

Experten aus dem ifo-Forschungsbereich Energie, Umwelt und erschöpfbare Ressourcen analysierten in ihrem Forschungsbericht den aktuellen Policy-Mix des Energiekonzepts der Bundesregierung. Im Kern der Studie bewerteten sie das europäische Emissionshandelssystem (ETS) und die Förderung erneuerbarer Energien auf ihre Effizienz hin und untersuchten auch die Auswirkungen des Zusammenspiels beider Instrumente.

Vorläufige Energiebilanz 2013: Anstieg des Verbrauchs

Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) sorgten der lange Winter und der kühle Frühling für einen Anstieg des Energieverbrauchs in diesem Jahr um rd. 4 % auf 7 177 Petajoule (PJ) oder 245,0 Mio. t SKE. Von der wirtschaftlichen Entwicklung gingen dagegen kaum Impulse auf den Energieverbrauch aus. Der Mineralölverbrauch nahm insgesamt um knapp 3 % zu, während der Verbrauch an Kraftstoffen insgesamt rückläufig war. Demgegenüber kam es beim leichten Heizöl vor allem temperaturbedingt zu einer kräftigen Absatzsteigerung. Ebenfalls aufgrund der lang anhaltenden kalten Witterung lag der Erdgasverbrauch mit insgesamt etwas über 10 % im Plus. Der Mehrverbrauch resultierte überwiegend aus dem erhöhten Einsatz zur Wärmeerzeugung. Der Erdgaseinsatz in der Industrie blieb stabil. Der Verbrauch von Steinkohle lag um 6 % über dem des Vorjahreszeitraums, der von Braunkohle verminderte sich um knapp 2 %.

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) untersucht im Rahmen einer neuen Studie die wachsenden Herausforderungen für ein sicheres Stromversorgungssystem bis zum Jahr 2030. Sie soll zeigen, welche Anforderungen der Ausbau der erneuerbaren Energien an den Betrieb der Stromnetze stellt und welche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung einer stabilen Stromversorgung zukünftig notwendig sein werden. Dabei wird untersucht, wie erneuerbare Energien, Speicher, eine flexible Steuerung des Stromverbrauchs (Lastmanagement) und die Nutzung von Leistungselektronik zur Erbringung von Systemdienstleistungen beitragen können. Die Ergebnisse der Studie werden Ende 2013 erwartet.

Forschungsinstitute veröffentlichen „Hannover-Erklärung“ zum Thema Fracking

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), das Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) haben jetzt mit der sog. „Hannover-Erklärung“ ihre gemeinsamen Standpunkte zum Thema „Umweltverträgliches Fracking“ veröffentlicht, die im Folgenden kurz zusammengefasst werden sollen:

Die Erfurter Kongressmesse „Wind.Energie – Mitteldeutsche Branchentage“ wird am 26. und 27.11.2013 auf den hohen Informationsbedarf reagieren, den die Kommunen nicht nur in Mitteldeutschland rund um das Thema Energiewende haben. In dem eigens entwickelten „Kommunalforum“ stellt sich die Veranstaltung anhand von zahlreichen best-practise-Beispielen den rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Fragestellungen zur Windenergieversorgung auf lokaler und regionaler Ebene. 

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