Montag, 20. November 2017
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Das Großprojekt „Energiewende“ beeinflusst heute bereits alle Bereiche der Gesellschaft. Unbestritten ist: Wir können die Energiewende nur erfolgreich umsetzen, wenn wir gemeinsam an den passenden Lösungen arbeiten. Die Kernfrage lautet: Wie sieht ein Marktdesign aus, das Investitionssicherheit für viele Jahre garantiert und dabei einen sinnvollen Dreiklang aus Bezahlbarkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz ermöglicht? In Berlin veranstaltete Siemens Anfang Juni einen „Energiewende-Dialog“ mit Ausstellung, Vorträgen, Pressegespräch und Diskussionsrunden. Beim Thema „Marktdesign“ waren die Zuhörer gespannt, ob und wie ein Industrieunternehmen mit dem eigenen Anspruch, als Mittler in der Diskus-sion zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu agieren, dies erfüllen könnte.

An Smart Home werden große Hoffnungen geknüpft, doch lediglich gut situierte Hauseigentümer oder Elektronikfreaks investieren bislang in entsprechende Systeme. Wie bekommt man die Konzepte zum „intelligenten“ Wohnen in den Massenmarkt? Eine Veranstaltung des Utility Executive Circle (UTEC) am 11. Juni in Köln setzte sich mit den entsprechenden Kernfragen hierzu auseinander. Es wurde unter anderem deutlich, dass Spaß und Entertainment wie beim iPhone eine wichtige Rolle spielen werden. Letztendlich besteht die Hauptaufgabe darin, den klaren Nutzen herauszustellen und der Masse der Endverbraucher schmackhaft zu machen. Und da gibt es in Deutschland noch sehr viel zu tun.

Energiewende: Plan- vs. Marktwirtschaft

Rund ein Viertel des deutschen Strombedarfs wird heute bereits mit erneuerbaren Energien gedeckt. Im Jahr 2020 wird der Anteil wahrscheinlich bei über 40 % liegen. Die Planungen der Bundesregierung werden damit deutlich übererfüllt. Die mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eingeführten Instrumente „Einspeisevorrang“ und „Garantiepreise“ haben die erneuerbaren Energien zu einer sicheren Investition gemacht. Beim Blick auf seine Stromrechnung stellt der Verbraucher aber fest, dass die mit der Deregulierung des Energiemarktes vor 15 Jahren versprochenen signifikant geringeren Energiepreise bei ihm nicht angekommen sind. Wie viel „Markt“ steckt noch in der Energiewende? Mit dem Debattenabend „Energiewende: Plan- vs. Marktwirtschaft“ hat die Stiftung Energie & Klimaschutz diese Frage am 5. Juni in Stuttgart zum Thema gemacht.

Bereits 2007 wurde im Integrierten Energie- und Klimaprogramm (IEKP) der Bundesregierung festgelegt, dass der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) an der deutschen Stromerzeugung bis 2020 auf 25 % steigen soll. Auch wenn in der Zwischenzeit zahlreiche neue Rahmenbedingungen hinzugekommen seien, wie etwa das Energiekonzept der Bundesregierung oder der Kernenergieausstieg, bleibt die KWK dennoch ein unverzichtbarer Baustein für das Gelingen der Energiewende. Das bestätigen auch die Ergebnisse des dreijährigen Verbundforschungsprojektes „EnEff:Stadt – Chancen und Risiken von KWK im Rahmen des IEKP“, zu dem am 24.6.2013 die Abschlussveranstaltung stattfand.

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