Donnerstag, 29. Juni 2017
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Es gibt einige deutsche Begriffe, die mangels Entsprechung in den englischen Sprachgebrauch übernommen wurden. „Kindergarten“ und „Gemütlichkeit“ gehören ebenso dazu wie „Zeitgeist“ oder „Weltschmerz“. Seit 2011 hat es auch „the German Energiewende“ geschafft – ein nationales Generationenexperiment, das im Ausland mit einer Mischung aus beobachtendem Interesse, Skepsis und kopfschüttelndem Unverständnis verfolgt wird. In den letzten Monaten sind die deutsche Wirtschaft, Politik und Bevölkerung bei der Umgestaltung der Energiesysteme „an der Grenze des Verantwortbaren“ angekommen, wie Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, zum Auftakt der 21. Handelsblatt-Jahrestagung „Energiewirtschaft“ am 21.1.2014 in Berlin betonte. Die „Blutspur der Energiewende“ zeige sich mittlerweile auch in den Bilanzen europäischer Nachbarstaaten, ergänzte Wolfgang Anzengruber, Vorstandsvorsitzender der österreichischen Verbund AG.

Neben den Anfang November lancierten Leitlinien für staatliche Interventionen im Stromsektor veröffentlichte die Euro-päische Kommission im Dezember 2013 ihren Entwurf zu den Beihilfevorschriften für Energie und Umweltschutz, der Konsultationsprozess hierzu ist Mitte Februar 2014 zu Ende gegangenen. Angesichts der zeitgleichen Eröffnung des Beihilfeverfahrens gegen die Besondere Ausgleichsregelung des EEG im vorigen Dezember gewann dies einige Brisanz. Spannende Voraussetzungen also für das vom Forum für Zukunftsenergien e. V. in Brüssel am 29.1.2014 dazu veranstaltete European Energy Colloquium.

Kohle aus Kolumbien – Grenzen von Profit und Moral

In einer intensiven und offen geführten Diskussion um die ökologischen und sozialen Aspekte des Abbaus von Steinkohle in Kolumbien, die in deutschen Kraftwerken zur Energieerzeugung eingesetzt wird, diskutierten Tanja Gönner, Sprecherin des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Dr. Dirk E. Mausbeck aus dem Vorstand der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, sowie Heffa Schücking und Sebastian Rötters, die beiden Autoren der Studie „Bitter Coal“, über Nachhaltigkeit bei der Steinkohleförderung. Schücking ist die Geschäftsführerin von urgewald e. V., Rötters ist Referent für Klima- und Ressourcengleichheit bei PowerShift e. V.

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Inhalt der Ausgabe 6/2017
Schwerpunkt: Energiewende-Strategien
Akzeptanz: Bewertung der Energiewende in der Bevölkerung
Digitalisierung: Entwicklung von Vertriebs-Produkten; Künstliche Intelligenz
US-Energiepolitik: Stillstand trotz Vollgas?
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