Mittwoch, 29. März 2017
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Die Umsetzung einer nachhaltigen Energieversorgung erfordert einen umfassenden, interdisziplinären Forschungsansatz. Wie das funktioniert, kann man sich nun schon seit zehn Jahren am Beispiel des E.ON Energy Research Center (E.ON ERC) an der RWTH Aachen ansehen, einem gemeinsamen Think Tank für die Energieforschung der Universität und dem Unternehmen E.ON. Im Mittelpunkt steht die Vision, dass nachhaltige Energieversorgung über die Erforschung der Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs, die Verbesserung der Effizienz und Flexibilität bestehender Systeme ebenso wie durch neue Infrastrukturen und die Nutzung umweltschonenderer und erneuerbarer Energien erreicht werden kann. Exzellente weltweite Reputation und der notwendige Praxisbezug der fünf Institute aus vier Fakultäten zeigen, dass das Jahrzehnt erfolgreich genutzt werden konnte. Das Jahrestreffen am 6.10.2016 gab einen Einblick in das gesamte Spektrum.

„In der Politik soll man weniger versuchen, neue Gelegenheiten zu schaffen, als die sich bietenden zu nutzen.“ Diese Forderung des Politikers Walther Rathenau entspricht dem Fazit des 3. Energiepolitischen Dialogs der Open Grid Europe, der am 26.10.2016 mit 130 Entscheidern unter dem Titel „Energiewende hopp oder top – was bringen die Wahlen in NRW und im Bund?“ in Essen stattfand. Was für Politik im Allgemeinen gilt, das gilt auch für Energiepolitik im Besonderen. Denn ein Blick auf die Energiewende verrät, dass Deutschland aktuell an einem Scheideweg steht. Massiver Stromnetzausbau und explodierende Kosten gefährden die Akzeptanz der Energiewende.

Auf dem Weg in eine neue Energiezukunft

Die Marschrichtung ist klar: Die Energiewirtschaft bewegt sich in Richtung Nachhaltigkeit und Digitalität. Das erfordert Erneuerung in der Technik, aber auch Kreativität und neues Denken in der Regulierung und Rahmensetzung. Im Vorfeld des Weltenergiekongresses in Istanbul Mitte Oktober rückte der Energietag 2016 des Weltenergierat – Deutschland am 29.9.2016 in Berlin die wichtigsten Trends in den Mittelpunkt. Ebenso gab es inspirierende Impulse von Start ups – und die Entwicklungen in der Energiewirtschaft der Türkei.

550 Mrd. € sind – so schon etwas ältere offizielle Schätzungen – notwendig, um unser Energiesystem auf erneuerbare Energien umzustellen. Diese abstrakt hohe Summe lässt sich rational kaum greifen. Gerade deshalb muss man sich aber ganz konkret fragen dürfen: Wo kommt das Geld überhaupt her? Mit dem Fokus auf die Finanzierungsfragen der Energiewende veranstaltete die Kanzlei Becker Büttner Held (BBH) am 20.09.2016 in Berlin ihre traditionelle und nunmehr 23. Energiekonferenz, die diesmal mit den Feierlichkeiten zum 25jährigen Bestehen der Kanzlei zusammenfiel.

Making Utopia possible – 25 Jahre Wuppertal Institut

Am 8.9.2016 hat das Wuppertal Institut, eine der führenden Einrichtungen in Sachen Nachhaltigkeitsforschung, sein 25-jähriges Bestehen in einem Festakt gefeiert. Über 500 geladene Gäste, darunter zahlreiche bekannte internationale Nachhaltigkeits-Experten und Expertinnen, waren zusammengekommen, um sich über globale Herausforderungen, nationale Fortschritte und die Bedeutung lokaler Transformation auszutauschen.

Der Anteil der erneuerbaren Energien im Stromsektor soll von derzeit rund 33 % auf 40–45 % in 2025 und auf mindestens 80 % bis 2050 steigen. Bundestag und Bundesrat beschlossen am 8.7.2016 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2017 als zentrales Instrument, um diese Ziele im Rahmen der Energiewende zu erreichen. Auf dem Gemeinschaftstand „Dezentrale Energieversorgung“ der Hannover Messe wurde im Lichte des Referentenentwurfs für das neue EEG diskutiert, welche Rolle dezentrale Kraft-Wärme-Kopplungs (KWK)-Anlagen bei der Umsetzung der EE-Ausbauziele zu wirtschaftlich tragfähigen Kosten spielen können. Werden Wind-, Solar und KWK-Anlagen also im neuen EEG zu einem Verbund mit Zukunft zusammengefügt?

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