Mittwoch, 16. Januar 2019
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GEOMAGIC Forum Energiemarkt

Wie geht es weiter mit den EEG-Anlagen nach dem Auslaufen der Förderung? Oder: Wie kann ein innovatives Energiekonzept im ländlichen Raum erfolgreich geplant und umgesetzt werden? Ein anderthalbtägiges, breites Diskussionsforum der GEOMAGIC GmbH Mitte September in Hagen, von dem hier nur wenige Beispiele angeführt werden können, stellte, eingebettet in die Erläuterung aktueller energiepolitischer Entwicklungen, innovative Energiekonzepte vor. Und zeigte anschaulich und lebhaft, dass man im Transformationsprozess der Energiewelt niemals aufgeben sollte, auch wenn es „ganz dicke“ kommt.

Post-EEG-Lösungen

Die Fragestellung „Ist der deutsche Erneuerbaren-Markt abgegrast?“ ist für ein dynamisch wachsendes Unternehmen wie die BayWa r.e., mit 900 GWh EEG- und Ökostromvermarktung und einem Handelsvolumen an Biomethan und Ökogas von 1.600 GWh pro Jahr, von hoher Relevanz. Wie deren Geschäftsführer, Jens Eberlein, erläuterte, bietet der eingeleitete Paradigmenwechsel im deutschen Erneuerbaren-Markt in Richtung mehr Markt und Sektorenkopplung einiges Potenzial. Interessant sind Post-EEG-Lösungen für Anlagen, bei denen die EEG-Förderung ausläuft. Nach Klärung der Frage „Rückbau, Repowering oder Weiterbetrieb“, die häufig zu Gunsten der beiden letztgenannten Optionen entschieden wird, werden die technischen und wirtschaftlichen Parameter für einen optimalen Weiterbetrieb der einzelnen Anlagen definiert. Wie Jens Eberlein anschaulich zeigen konnte, sind für einen erfolgreichen Weiterbetrieb der Anlagen optimale Energievermarktung und kostenoptimierte Betriebsführung entscheidend.

Regionale Energiewende

Die Herausforderungen des Transformationsprozesses im ländlichen Raum über die Erarbeitung und Umsetzung eines innovativen Energiekonzeptes für die Modellregion Kreis Ahrweiler zu meistern, ist Ziel des Projektes EnAHRgie. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung einer nachhaltigen Landnutzung bei der Energieversorgung durch Einbeziehung dezentraler Akteure. Die Projektleitung hat die EA European Academy of Technology and Innovation Assessment GmbH übernommen. Wie Bert Droste-Franke von der EA betonte, kommt es dabei besonders darauf an, Maßnahmen ganzheitlich zu planen, Zielgruppen zu aktivieren und Beteiligung und Kooperation zu ermöglichen. Ebenso aber gilt es, lokale Konflikte zu berücksichtigen.

Auf jeden Fall sind zivilgesellschaftliche Akteure einzubinden. Vielversprechend ist ein Lösungsansatz für transkommunale Kooperation, der auf die Bündelung finanzieller und personeller Ressourcen ebenso setzt wie auf regionale Wissens- und Erfahrungsnetzwerke. Zudem muss ein Ausgleich zwischen Profiteuren und negativ Betroffenen der Energiewende geschaffen werden. Und schließlich ist es ratsam, durch die Hervorhebung der positiven regionalen Wertschöpfungseffekte die Akzeptanz der dortigen Bevölkerung erhöhen.

„Never give up!“

Dass die Umsetzung innovativer Energiekonzepte wiederholt Durststrecken überwinden muss, ist zweifellos Realität. Vor diesem Hintergrund war es eine gute Idee, mit Patrick Fabian vom VfL Bochum einen Fußballprofi einzuladen, der innerhalb kurzer Zeit vier Risse des Kreuzbandes erlitt, also unfassbares Pech hatte. Der Nasenbeinbruch im Training in diesem Sommer nimmt sich da schon vergleichsweise moderat aus. Im sehr offen geführten, lebhaften Gespräch zwischen Patrick Fabian und dem Moderator Andreas Döhrer vom Veranstalter wurde deutlich, wie sehr es in Extremsituationen wie den genannten stark darauf ankommt, nicht zu verzweifeln, sondern immer wieder hart am Comeback zu arbeiten. Ähnlich wichtig ist es, bei der Implementierung von neuen Ideen und Projekten für die Energiewende dranzubleiben – „Never give up!“

Franz Lamprecht

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