Freitag, 18. August 2017
-   Editorial
Justierung der Energiewende

Liebe Nutzerin, lieber Nutzer,

Martin Czakainski - Chefredakteur und Herausgeber der bdquo;et“„Bei der Energiewende mehr Markt wagen“ betitelte jüngst geradezu schüchtern der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in seinem Jahresgutachten 2012/2013 das Kapitel zur Energiepolitik. Mehr Klartext wagt demgegenüber EU-Kommissar Günter Oettinger in der FAZ mit seiner Forderung: „Deutschland muss zusehen, dass seine Energiepolitik nicht immer mehr in Richtung Planwirtschaft stolpert“. Recht hat er, ist doch das deutsche Energierecht nach 1998 von ehemals einigen Dutzend mittlerweile auf über 10 000 Normen angeschwollen – ein kompliziertes Umfeld für die Energieunternehmen, die neue, zukunftsfähige Strategien und Geschäftsmodelle entwickeln müssen. Dem Problem des Durchblicks der mit den gesetzlichen Vorgaben verbundenen Datenflut widmen wir uns in unserer Titelrubrik und geben zudem Antwort auf die Frage, welchen Beitrag die noch junge Forschungsdisziplin „Psychoökonomie“ für neue Preisstrategien der EVU leisten kann.

Der These „Die Energiewende ist unumkehrbar“ stellt Prof. Joachim Weimann seine Forderung nach einem Plan B entgegen und fragt in unserer Rubrik „Zukunftsfragen“ nach den Alternativen zur Energiewende. Schließlich ist Kritik kein Gift, sondern gute Medizin, auch wenn sie zuweilen bitter schmeckt. Zudem befasst er sich mit der Frage, welche Wirkung der klimapolitische Alleingang eines Landes auf mögliche Freifahrerpositionen anderer Nationen haben kann und welche Rebound-Effekte zu befürchten sind.

Zu den berühmten Eulen in Athen zählt mittlerweile die Forderung, dass Millionen dezentraler PV- und Windkraftanlagen ihren vollen Nutzen nur in einem integrierten europäischen Strommarkt entfalten können. Lesen Sie hierzu die dena-Analyse zur Integration erneuerbarer Energien. Weiterhin befassen wir uns in dieser „et“ mit der jüngsten Kritik an der Bioenergie und der Frage, ob eine Neubewertung ihres Potenzials und ihrer Förderung unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit notwendig ist. Und nicht zuletzt erhalten Sie eine Antwort auf die Frage, ob der Dornröschenschlaf der solarthermischen Stromerzeugung ein Ende findet und ob derartige Kraftwerke ein Baustein für die Energiewende sein können.

Eine interessante Lektüre wünscht

Signatur Martin Czakainski

Martin Czakainski
Chefredakteur und Herausgeber „et“

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