Dienstag, 12. Dezember 2017
-   Editorial
Mut zur Veränderung

Liebe Nutzerin, lieber Nutzer,

Franz Lamprecht - Stellv. Chefredakteur der „et“„Früher war die Zukunft auch besser.“ Dieses geflügelte Wort des bayerischen Humoristen, Autors und Filmproduzenten Karl Valentin (1882-1948) ist man geneigt, den Beschwörern einer glorreichen energiewirtschaftlichen Vergangenheit hierzulande entgegenzuhalten. Denn die Branche muss, sollen die politisch sehr hoch gehängten Ziele erreicht werden, die ausgetretenen Pfade verlassen.

Schon heute gewinnen Millionen Akteure mit vergleichsweise einfacher Technologie Sonnen-, Wind-, oder Biomassestrom. Will der Energieversorger als ehemaliger Alleinproduzent auch in Zukunft erfolgreich sein, muss er neue Funktionalitäten ins Auge fassen. Das kann die technologisch anspruchsvollere Seite der regenerativen Erzeugung sein oder die Systemstabilität. Zudem auch die Aufgabe, dezentrale Kundenanlagen zur erneuerbaren Stromerzeugung zu bündeln, dabei Mehrerlöse zu erzielen sowie immer mehr auch zum Wärmedienstleister zu werden.

Mit Geschäftsmodellen für die Energiemärkte von morgen – Thema auch des BDEW Kongresses 2012 Ende diesen Monats in Berlin – beschäftigen wir uns im Titelblock dieser „et“. Darin werden verschiedene neue Wege zum zukünftigen Geschäftserfolg in bisher kaum bearbeiteten Bereichen erläutert. Nicht zuletzt im Strategiegespräch „Wie lokal ist das neue Energiesystem?“ wird deutlich, dass für die Stadtwerke die Kundenbeziehung ein Pfund ist, mit dem sie wuchern können – und müssen. Das ist aber nur möglich, wenn aus dem alten Kunden-Lieferantenverhältnis ganz neue Partnerschaften gezimmert werden.

Es ist also an der Zeit, neue Geschäftsbereiche zügig und konzentriert zu erschließen. Angesichts der Tatsache, dass der Rahmen für ein wirtschaftliches Agieren insbesondere im Effizienzbereich noch nicht geschaffen ist, braucht das Mut und auch Fortune. Es wäre aber fatal, später einmal melancholisch auf sich gut entwickelnde neue Geschäftsbereiche zu schauen, in die andere Branchen mit schnelleren Innovationszyklen und erforderlicher Kapitalausstattung vorgestoßen sind. Und sich am Ende in Karl Valentins Worten eingestehen müssen: „Mögen hätt’ ich schon wollen, aber dürfen habe ich mich nicht getraut.“

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen

Signatur Franz Lamprecht

Franz Lamprecht

Stellv. Chefredakteur „et“

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