Montag, 29. Mai 2017
-   Editorial
Globale Entwicklungen

Liebe Nutzerin, lieber Nutzer,

Martin Czakainski - Herausgeber bdquo;et“die Energiewende in Deutschland war durchaus ein Thema auf dem 22. Weltenergiekongress, der Mitte Oktober in Daegu/Südkorea stattfand. Leider dient sie angesichts ihrer schlechten wirtschaftlichen und organisatorischen Zwischenbilanz anderen Ländern derzeit eher als Abschreckung, denn als Vorbild. Klare Konturen zeigen dagegen die vielfältigen Energiewenden in anderen Industriestaaten wie den USA, die über die Schiefergasförderung zur Energieunabhängigkeit gelangen werden. Eine weitere bedeutsame Entwicklung ist, wie die IEA jüngst meldete, dass bei den „Milliarden-Bevölkerungen“ Indien seinen Nachbarn China als Land mit der größten zusätzlichen Energienachfrage bald ablösen wird.

Weltweit hält der Ausbau erneuerbarer Energien an, was auch die Komplexität der Energiemärkte forciert. Allerdings ist die Geschwindigkeit des Ausbaus nach Einschätzung des Weltenergierates deutlich langsamer als zuletzt erwartet. Wie in Daegu festgestellt wurde, dominieren die fossilen Energieträger weltweit nach wie vor den Primärenergiemix zu 80 Prozent und das wird sich auch bis zur Jahrhundertmitte nicht entscheidend ändern. Und der alte Mythos „Peak Oil“ ist überholt, die Entdeckung neuer Ressourcen und das Aufkommen neuer Technologien haben die Reservenbasis enorm erweitert.

Beim weltweiten Klimaschutz werfen nicht nur die dürftigen Ergebnisse des Klimagipfels in Warschau düstere Schatten. Die Prognosen des Welt-energierates zeigen, dass selbst im günstigsten Fall zur Jahrhundertmitte die Treibhausgasemissionen fast doppelt so hoch sein werden, wie sie zur Erreichung des 2 Grad-Ziels sein dürften.

In unserer Titelrubrik „Zukunftsfragen“ befassen wir uns diesmal mit Schwerpunkten und Schlussfolgerungen des jüngsten Treffens der Weltelite des Energiesektors in Daegu. Lesen Sie zudem unser Interview mit dem Ökonomen C. Christian von Weizsäcker, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der „et“, über die Konstruktionsfehler der deutschen Energiewende und wie sie behoben werden könnten.

Eine interessante Lektüre wünscht

Signatur Martin Czakainski

Martin Czakainski

Herausgeber „et“

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