Freitag, 14. Dezember 2018
-   Editorial
Vernetzt denken

Liebe Nutzerin, lieber Nutzer,

Franz Lamprecht - Chefredakteur „et“eine der grundlegenden Lernkurven der Energiewendepolitik ist, nicht nur an das ungezügelte, mittlerweile fördermäßig kontrollierte Wachstum dezentraler regenerativer Stromerzeugungsquellen, sondern gleichzeitig auch an die Anpassung bzw. den Ausbau der Infrastruktur – Zauberwort Integration – zu denken. Dies kann über Flexibilitäten erfolgen, von denen Netzausbau nur eine, wenn auch zentrale, Maßnahme ist.

Nimmt man, angesichts schrumpfender Netzreserven, diesen Gedanken ernst, bedeutet das im Falle der Windkraft, die gemeinsam mit der Photovoltaik den Großteil der zukünftigen regenerativen Stromerzeugung stellen soll, die Investitionskosten für den Windkraftanlagen- und Netzausbau gemeinsam ins Auge zu fassen. Wie ein einschlägiger Artikel im Titelblock dieser „et“ zeigt, wird dann deutlich, dass Schwachwindanlagen in Leichtbauweise bezüglich der Investitionskosten die volkswirtschaftlich günstigste Lösung darstellen.

Eine wichtige Rolle für das Gelingen des Transformationsprozesses der Stromwirtschaft spielt die Innovationsfähigkeit der Netzbetreiber. Wie diese rechtlich-regulatorisch behindert wird, erläutert ein weiterer Artikel. Probleme gibt es auch auf internationaler Ebene: Vonseiten der Nachbarn werden die Folgen des unlimitierten, stark gestiegenen Stromhandels an der deutsch-österreichischen Grenze kritisch gesehen. Die Bundesnetzagentur schlägt eine Kapazitätsvergabe vor und stellt, ebenfalls im Titelblock, ihre Berechnungen dafür zur Diskussion.

Schließlich arbeitet unser Strategiegespräch über die richtigen nationalen klimapolitischen Schritte nach „Paris“ maßgebende Steuerungselemente und Instrumente heraus, mit denen man aussichtsreich in eine klimapolitisch effiziente Zukunft schreiten kann.

Eine interessante Lektüre wünscht

Signatur Franz Lamprecht

Franz Lamprecht
Chefredakteur „et“

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