Sonntag, 18. November 2018
-   Editorial
Grenzen des Elektroantriebs

Liebe Nutzerin, lieber Nutzer,

Martin Czakainski - Herausgeber bdquo;et“Elektroautos vermeiden Treibhausgase, reduzieren Schadstoffemissionen und Lärmbelastungen, heißt es. Ehe jedoch die intensive Liebesaffäre zwischen Mensch und Automobil auch das Elektroauto erfasst, müssen bei Fahrzeugpreisen, Batterie-Reichweite und Ladeinfrastruktur marktfähige Lösungen gefunden werden, damit der Elektroantrieb vom derzeitigen Randphänomen auf unseren Straßen zur Antriebswende bei den Motoren führt. Maßgeblich bei der Ökobilanz ist die Frage, wie sich der Strom-Mix zusammensetzt, der die Autos antreibt und mit dem die in der Produktion sehr energieintensiven Batteriezellen hergestellt werden. Derzeit wird der Batteriezellenmarkt zu mehr als 85 Prozent von Herstellern aus Asien gedeckt, deren Strom-Mix nicht für eine klimaschonende Produktionsweise spricht.

Vor allem technische und wirtschaftliche Fakten sprechen dafür, dass der Elektroantrieb nicht alle Mobilitätsbereiche abdecken kann. Mehr über die Grenzen der E-Mobility erfahren Sie in unserem Titelblock. Unsere Autoren untersuchen und bewerten in einem Ranking umweltschonende Brennstoffe, die aus Biomasse und/oder regenerativ erzeugtem Strom hergestellt werden. Diese sogenannten Green Fuels sind noch in der Forschungs- und Entwicklungsphase, verfügen aber über ein großes Entwicklungspotenzial. Ein weiterer Artikel untersucht die Frage, was hierzulande in Gesellschaft, Automobil- und Mineralölbranche aktuell geschehen muss, damit die politischen Entscheidungen für eine koordinierte Entwicklung von Elektromobilität und erneuerbaren Energien rechtzeitig getroffen werden.

Smart Energy wird mittels Flexibilisierungen das Verbraucher-verhalten ändern und zur Senkung des Energieverbrauchs beitragen. In der Rubrik Zukunftsfragen befassen sich Andreas Löschel und Madeline Werthschulte mit den Potenzialen, die im Zuge fortschreitender Digitalisierung der Energiewirtschaft die Integration der erneuerbaren Energien in den Energiemarkt erleichtern. Eine flexiblere Energienachfrage vermeidet Überlastungen des Stromnetzes. Sinkender Energieverbrauch wiederum erlaubt einen höheren Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtstromverbrauch.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen

Signatur Martin Czakainski

Martin Czakainski
Herausgeber „et“

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