Freitag, 26. Mai 2017
-   Vorschau auf die kommende Ausgabe der et

Ansätze für eine Energiesuffizienzpolitik

Stefan Thomas, Johannes Thema und Michael Kopatz

Energiesuffizienz ist neben Energieeffizienz ein zweiter Weg, den Energieverbrauch zu reduzieren. Während Energieeffizienz bei unverändertem Nutzen den Energieinput senkt, ist Energieeffizienz eine Strategie mit dem Ziel, die Menge an technisch bereitgestellter Energie durch Veränderungen der Quantität oder Qualität des Nutzens aus Energie auf ein nachhaltiges Maß zu begrenzen oder zu reduzieren. Das kann durch Reduktion (z.B. an den Bedarf angepasste kleinere Wohnungen oder Kühlschränke), Substitution (z.B. Wäscheleine anstatt Trockner) oder Anpassung des Nutzens an den Bedarf im Alltag (z.B. Licht in nicht genutzten Räumen ausmachen) geschehen. Viele Haushalte praktizieren schon Energieeffizienz, aber die Hemmnisse für eine stärkere Nutzung sind groß. Auch die Energiesuffizienz im Haushalt benötigt daher eine Flankierung durch die Politik. Im BMBF-Projekt „Energiesuffizienz“ wurde daher erstmals eine integrierte Energiesuffizienzpolitik untersucht, die insbesondere den Stromverbrauch in den privaten Haushalten adressiert.

Bundesweite hochauflösende GIS-Analyse technisch-ökonomischer Potenziale von Wärmenetzen

Sebastian Blömer, Christian Götz, Peter Mellwig, Patrick Jochum und Martin Pehnt

Wärmenetzinfrastrukturen sind langfristige Investitionsentscheidungen – sowohl für den Betreiber und die Wärmeabnehmer als auch für das übergeordnete Energiesystem. Die Bedeutung von Wärmenetzen in einem weitgehend klimaneutralen Gebäudebestand, wie im Energiekonzept der Bundesregierung als Ziel für das Jahr 2050 vorgegeben, wird in der Forschung intensiv diskutiert. Der Debatte um die Bedeutung von Wärmenetzen im zukünftigen Wärmemarkt fehlte es bisher an einem flächendeckenden Modell zum kleinräumigen Abgleich von Wärmenachfrage und Netzkostenstrukturen. Das Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) hat in Zusammenarbeit mit der Beuth Hochschule für Technik Berlin die technisch-wirtschaftlichen Potenziale von Wärmenetzinfrastrukturen in einer hochauflösenden GIS-Analyse untersucht.

Von Desertec zu lokalen Strommärkten für erneuerbare Energien in Nordafrika und im Mittleren Osten

Thomas Isenburg

Die Idee ist auf den ersten Blick genial. Nach den Visionen aus dem Umfeld des Club of Rome sollten einmal große Solarkraftwerke in den Wüsten Nordafrikas den Strom für Europas Volkswirtschaften erzeugen und über HGÜ-Leitungen nach Europa liefern. Im Gegenzug sollten die Länder in Nordafrika Geld für ihre Entwicklungen bekommen. Bis zum Jahr 2050 sollen einmal 15 Prozent des in Europa benötigten elektrischen Stromes in Nordafrika und im mittleren Osten ein Superstromnetz eingespeist werden. Inzwischen wird nicht mehr so viel über diese Vision philosophiert, sondern es entstehen in Nordafrika und im Mittleren Osten Strommärkte für erneuerbare Energien in einem beträchtlichen Umfang.

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