Mittwoch, 20. September 2017
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Kapil Verma und Harald Gretscher

Weltweit nimmt der Anteil der aus erneuerbaren Energien mit schwankender Verfügbarkeit gewonnenen und in die Stromnetze eingespeisten Strommenge zu. Der schnelle Anstieg des Strombedarfs in vielen Schwellenmärkten führt bei gleichzeitiger Vergrößerung des Anteils der erneuerbaren Energiequellen Sonne, Wasser und Wind zu einer Diskrepanz zwischen dem Energiebedarf vor Ort und der Kapazität des Netzes zur Erfüllung dieses Bedarfs. Gleichzeitig sind Verfügbarkeit und Förderung von Erdgas schnell angestiegen, obwohl in vielen Gegenden die Netz-Infrastruktur zum Gastransport fehlt. Zum Ausgleich dieser Schwankungen wird deshalb flexibler und sauberer Gasmotorentechnologie zukünftig eine weit bedeutendere Rolle zukommen als bisher.

Anton Burger, Michael Kraus und Robert Lauer

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) bestimmt derzeit den generellen sektoralen Produktivitätsfaktor (Xgen) für die dritte Regulierungsperiode. Der Xgen regelt maßgeblich die Höhe der Erlösobergrenze deutscher Strom- und Gasnetzbetreiber – je höher der Xgen, desto niedriger die Erlösobergrenze. Sinn und Zweck des Xgen ist es, die Erlösobergrenze so fortzuschreiben, dass jährliche Erlöse resultieren, wie sie bei einem im Wettbewerb stehenden Unternehmen zu erwarten wären. Wie kann der Xgen bestimmt werden, wenn nur öffentliche Daten verfügbar sind, und wie hoch fällt der Wert dann aus?

Sektorenkopplung als Schlüssel zur erfolgreichen Energiewende: Potenzialanalyse der Kraft-Wärme-Kopplung

Mathies Schiffers, Patrick Waschilowski und Hans-Josef Allelein

Das Thema Sektorenkopplung wird derzeit stark diskutiert und als wichtiger Baustein der Energiewende gesehen. Da die Kopplung zum Verkehrssektor noch Zukunftsmusik ist, wird aktuell insbesondere die Kopplung der Sektoren Strom und Wärme forciert. Durch einen vermehrten Einsatz der effizienten Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK)-Technologie kann dieser Schritt umgesetzt werden. Dabei können Potenziale durch eine optimierte Auslegung von Anlagen und Komponenten ausgeschöpft werden. Der folgende Beitrag analysiert (wirtschaftliche) Potenziale bei der Dimensionierung von KWK-Anlagen und Komponenten. Zusätzlich wird der monetäre Mehrwert der Sektorenkopplung untersucht, d. h. die Kopplung des Strom- und Wärmesektors.

Lena Cielejewski, Heike Wetzel und Ines Wilkens

Die regionale Vermarktung von Grünstrom kann ein wesentlicher Baustein für eine dezentrale und bürgernahe Energiewende sein. Eine Befragung von Anbietern regionaler Grünstromprodukte zeigt, dass der aktuelle gesetzliche Rahmen mit der geförderten und sonstigen Direktvermarktung eher die Entwicklung solcher Produkte behindert als sinnvoll unterstützt. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Kritikpunkte zeigt die Probleme auf.

Weltweite CO2-Emissionen 2017: Noch kein Durchbruch erkennbar, doch mehren sich die Zeichen einer Trendumkehr

Hans-Joachim Ziesing

Im Jahr 2016 sind die weltweiten CO2-Emissionen nach vorläufigen Berechnungen gegenüber 2015 mit 0,4 % nur schwach gestiegen. Damit wurde der langfristige Zuwachs von jahresdurchschnittlich 1,7 % (von 1990 bis 2015) wie schon im Vorjahr erneut deutlich gebremst. Im Ergebnis erreichten die CO2-Emissionen 2016 mit reichlich 33,3 Mrd. t einen neuen Spitzenwert. Das signalisiert zwar noch keine Trendwende, doch sind die CO2-Emissionen in zahlreichen Ländern, insbesondere in etlichen Industrieländern, gesunken. Bspw. wurden die CO2-Emissionen in den Annex-I-Ländern gesamthaft um 0,7 % oder rund 94 Mio. t reduziert. Dies ist vor allem auf die Entwicklung in den USA (–1,7 % oder 90,0 Mio. t), Russland (–2,0 % oder 32,6 Mio. t), Großbritannien (–5,5 % oder 23,0 Mio. t) und Japan (–1,5 % oder 18,0 Mio. t) zurückzuführen. Ermutigend ist auch die Tatsache, dass die CO2-Emissionen in China, dem Land mit den mit Abstand höchsten Emissionen, im Jahr 2016 wie schon im Vorjahr abermals – wenn auch mit 0,2 % recht schwach – gesunken sind. Weniger positiv ist es, dass die CO2-Emissionen in der EU–28 mit Ausnahme von Großbritannien, Portugal, Spanien und Bulgarien entgegen der EU-weiten Zielsetzungen wieder leicht zugelegt haben.

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