Freitag, 20. Juli 2018
-   Weitere Themen

Knut Kübler

Es gehört zu den Aufgaben eines Staates, dafür zu sorgen, dass Wirtschaft und Verbraucher in ausreichendem Umfang mit Energie versorgt werden. Dass auch zu den staatlichen Aufgaben zählen könnte, auf die Reduzierung eines als zu hoch empfundenen Energieverbrauchs hinzuwirken, ist relativ neu. Im „Energiekonzept 2010“ hat die Bundesregierung angekündigt, den Primärenergieverbrauch bis 2020 um 20 % zu verringern. Die aktuellen Daten weisen darauf hin, dass diese Vorgabe verfehlt wird. Darüber wird wenig gesprochen. Dabei ist das eine der wesentlichen Ursachen, dass die Politik ihr Ziel aufgeben musste, die Treibhausgase bis 2020 um 40 % zu reduzieren. Wenn die Energiepolitik heute beim „Klimaschutz“ ein Glaubwürdigkeitsproblem hat, dann liegt das auch daran, dass die Bundesregierung ihre Versprechungen bei der „Energieeinsparung“ nicht eingehalten hat.


Timo Tremml, Sabine Löbbe, André Hackbarth und Christian Burbank  

Wenn es um innovative energiewirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen geht, steht das eigene Energieversorgungsunternehmen (EVU) hoch im Kurs. Die Ergebnisse einer Umfrage mit über 7.000 ausgewerteten Fragebögen zeigen auch: für Eigen- und Communitystrom, Smart Home, E-Mobilität und Bündelangebote gibt es spezifische Zielgruppen. Mehr Kunden interessieren sich für zeitvariable Tarife als für Flatrates. Am liebsten kontaktiert man sein EVU über das Kundencenter oder das Online-Kundenportal. Zielgruppenspezifische und (regional) differenzierte Marktstrategien zahlen sich aus, wozu Produktentwicklung und Vertrieb weiter professionalisiert werden müssen.

Erlöspotenziale gewerblicher Elektromobilität am deutschen Strommarkt

Mihail Ketov, Kilian Geschermann, Arne Lilienkamp und Albert Moser

Strombezugspotenziale E-FahrzeugflottenZur Erreichung der von der Europäischen Union angestrebten CO2-Emissionsminderungsziele werden im Verkehrssektor verstärkt Elektrofahrzeuge gefördert. Mit dem Ziel der Bundesregierung, bis ins Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf den Straßen zu haben, wird die sektorenübergreifende Kopplung des Strom- und Verkehrssektors ausgebaut. Hiermit eröffnen sich zugleich betriebswirtschaftliche Erlöspotenziale, die sich aus einem optimierten Bezug elektrischer Energie in Abhängigkeit der Strompreise und der Benutzung der Elektrofahrzeuge ergeben. Ziel dieses Beitrages ist es, einen Überblick über die heute verfügbaren Freiheitsgrade und Markteintrittsbarrieren der gewerblich genutzten Elektrofahrzeuge in Deutschland zu geben, um anschließend das Erlöspotenzial für ein exemplarisches Fahrzeugportfolio zu bewerten.

Roland Ernst

„Pulse Berlin“: Das Gebäude in der Stresemannstraße wird nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip errichtet. Dabei werden bevorzugt recycelbare Materialien verwendet und erneuerbare Energien eingesetzt (Foto: Reggeborgh)Die Wärmewende kommt nur schleppend in Fahrt. 2016 waren es gerade einmal 13 % Heizenergie, die aus erneuerbaren Energien erzeugt wurden – nur 0,5 % mehr als 2012. Aber sie wird kommen. Von insgesamt 21 Mio. Heizungen in Deutschland sind zwei Drittel mindestens 20 Jahre alt und damit höchst sanierungsbedürftig. Im boomenden Neubausegment lassen gesetzliche Anforderungen und die Mechanismen des Marktes sowieso nichts anderes zu als höchst effizientes Heizen. In Berlin zeigen die Projekte eines Energiedienstleisters, wie die Wärmewende im urbanen Raum aussehen könnte.

Beschleunigter Netzausbau durch Minimaltrassen-Kabellösungen

Heinrich Brakelmann, Lorenz J. Jarass und Carsten Wolff

Beschleunigung beim Ausbau des Stromtransportnetzes ist dringend notwendig (Bild: jamesteohart | Fotolia)Die Bundesnetzagentur und nicht zuletzt der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung setzen auf eine Beschleunigung beim Ausbau des Stromübertragungsnetzes in Deutschland. Um Bürgerinteressen stärker zu berücksichtigen, soll der Ausbau verstärkt über Erdverkabelung erfolgen. Dabei stehen kostengünstige Konzepte im Mittelpunkt. Im Beitrag werden Minimaltrassen- Kabellösungen im Drehstromnetz erläutert. Sie reduzieren Umweltbelastungen, Installationsdauer und Kosten bei gleichzeitig erhöhter Zuverlässigkeit und ermöglichen dadurch eine Beschleunigung des Netzausbaus.

Suche

Aktuelles Heft
Inhalt der Ausgabe 6/2018
Schwerpunkt: Innovative Dienstleistungen
Energieeffizienz und Energieeinsparung
Was wünschen die Kunden? Angebote gemeinsam entwickeln
Entwicklung der CO2-Emmissionen in Deutschland
mehr...
EW Medien und Kongresse GmbH
Kaiserleistraße 8a | D-63067 Offenbach am Main | Telefon +49 (069) 7104487-0 | Telefax: +49 (069) 7104487-459

Aktuelles Heft  | Zukunftsfragen  | Topthema  | Weitere Themen  | Termine  | Heftbestellung  | Mediadaten  | Ansprechpartner

copyright by Friese Media GmbH 2012  |  anmelden  |  Impressum |  AGB  |  Datenschutz