Montag, 20. November 2017
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Weltweite CO2-Emissionen 2017: Noch kein Durchbruch erkennbar, doch mehren sich die Zeichen einer Trendumkehr

Hans-Joachim Ziesing

Im Jahr 2016 sind die weltweiten CO2-Emissionen nach vorläufigen Berechnungen gegenüber 2015 mit 0,4 % nur schwach gestiegen. Damit wurde der langfristige Zuwachs von jahresdurchschnittlich 1,7 % (von 1990 bis 2015) wie schon im Vorjahr erneut deutlich gebremst. Im Ergebnis erreichten die CO2-Emissionen 2016 mit reichlich 33,3 Mrd. t einen neuen Spitzenwert. Das signalisiert zwar noch keine Trendwende, doch sind die CO2-Emissionen in zahlreichen Ländern, insbesondere in etlichen Industrieländern, gesunken. Bspw. wurden die CO2-Emissionen in den Annex-I-Ländern gesamthaft um 0,7 % oder rund 94 Mio. t reduziert. Dies ist vor allem auf die Entwicklung in den USA (–1,7 % oder 90,0 Mio. t), Russland (–2,0 % oder 32,6 Mio. t), Großbritannien (–5,5 % oder 23,0 Mio. t) und Japan (–1,5 % oder 18,0 Mio. t) zurückzuführen. Ermutigend ist auch die Tatsache, dass die CO2-Emissionen in China, dem Land mit den mit Abstand höchsten Emissionen, im Jahr 2016 wie schon im Vorjahr abermals – wenn auch mit 0,2 % recht schwach – gesunken sind. Weniger positiv ist es, dass die CO2-Emissionen in der EU–28 mit Ausnahme von Großbritannien, Portugal, Spanien und Bulgarien entgegen der EU-weiten Zielsetzungen wieder leicht zugelegt haben.

Überblick
Der vorliegende Bericht gibt einen Überblick über die Veränderungen der weltweiten CO2-Emissionen sowie der gesamten Treibhausgasemissionen in den in der UN-Klimarahmenkonvention von 1992 im Annex I genannten Ländern in den Jahren von 1990 bis 2016. Dies vermittelt auch einen Eindruck davon, ob und wie weit sich einzelne Länder und Ländergruppen auf dem angestrebten Pfad der Emissionsreduktion bzw. -begrenzung befinden. Anschließend folgt eine Analyse der Faktoren, die die Entwicklung der Treibhausgasemissionen beeinflussen. Ein gesonderter Teil befasst sich mit den Veränderungen der Emissionen innerhalb der Europäischen Union. Bei dieser Untersuchung konnte auf unterschiedliche Datenquellen zurückgegriffen werden, insbesondere auf die Nationalen Emissionsinventare der Annex-I-Länder, die vollständig für alle Jahre von 1990 bis 2015 vorlagen. Weitere Quellen waren die emissionsrelevanten Berichte der Internationalen Energieagentur (IEA) und der von BP jeweils im Juni eines Jahres veröffentlichte „Statistical Review of World Energy“. Für die zur Analyse notwendigen exogenen ökonomischen und demographischen Daten konnte auf die „World Development Indicators“ der Weltbank, auf Eurostat-Daten und diverse nationale und internationale Quellen zurückgegriffen werden.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 9/2017

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