Samstag, 21. April 2018
-   Weitere Themen

Die Kosten importierter synthetischer Heiz- und Kraftstoffe bis 2050

Jens Perner, Michaela Unteutsch und Andrea Lövenich

Wie aktuelle Kostenabschätzungen zeigen, ist der Import von synthetischen Heiz- und Kraftstoffen auf Basis erneuerbaren Stroms eine wirtschaftliche attraktive Option (Bild: Brian Jackson | Fotolia.com)Eine Option zur Dekarbonisierung des Wärme- und Verkehrssektors ist der Einsatz von synthetischen Heiz- und Kraftstoffen, die mithilfe von Strom aus erneuerbaren Energien hergestellt werden. Von Vorteil ist hierbei, dass die Heiz- und Kraftstoffe vergleichsweise einfach aus dem Ausland importiert werden können. Dies ermöglicht es, besonders günstige Standorte zur Erzeugung des benötigten Stroms aus erneuerbaren Energien zu nutzen, zum Beispiel in Nordafrika, dem Nahen Osten oder Island. Die im Artikel erläuterten Kostenabschätzungen zeigen, dass der Import von synthetischen Heiz- und Kraftstoffen erhebliche Kosteneinsparungen gegenüber der heimischen Erzeugung ermöglichen. Deshalb sollten synthetische Energieträger insbesondere im Wärme- und Verkehrssektor als Baustein der Energiewende in der politischen Debatte Beachtung finden.

Die deutsche Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine CO2-Reduktion in allen Sektoren erforderlich, also auch im Wärme- und Verkehrssektor.

Eine Option zur Dekarbonisierung des Wärme- und Verkehrssektors ist der Einsatz von synthetischen Heiz- und Kraftstoffen, die mithilfe von Strom aus erneuerbaren Energien (EE) hergestellt werden. Einer der Vorteile dieses Verfahren ist, dass diese vergleichsweise einfach aus dem Ausland importiert werden können und dass besonders günstige Standorte zur Erzeugung des benötigten Stroms aus EE genutzt werden können, wie zum Beispiel Standorte mit hoher Sonneneinstrahlung oder hohem Windaufkommen. Zudem könnte der Import von EE in Form von synthetischen Heiz- und Kraftstoffen besonders dann interessant werden, falls langfristig die Standorte für EE-Anlagen, wie beispielsweise Windkraftanlagen, in Deutschland knapp werden sollten.

(Bild: Brian Jackson | Fotolia.com)

Suche

Aktuelles Heft
Inhalt der Ausgabe 4/2018
Schwerpunkt: Wärmewende
Blockchain: Kommt jetzt das große Stadtwerke-Sterben? Rechtliche Aspekte
Dezentralisierung: Lösungen im urbanen Raum; Interviews zu Energie-Speichern
Strategiegespräch: Intelligente Sektoren-Kopplung in der Energieunion
mehr...
 
EW Medien und Kongresse GmbH
Kaiserleistraße 8a | D-63067 Offenbach am Main | Telefon +49 (069) 7104487-0 | Telefax: +49 (069) 7104487-459

Aktuelles Heft  | Zukunftsfragen  | Topthema  | Weitere Themen  | Termine  | Heftbestellung  | Mediadaten  | Ansprechpartner

Copyright 2012 by ONexpo  |  anmelden  |  Impressum |  AGB