Samstag, 22. September 2018
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Dekarbonisierung über Elektrifizierung in der EU

„et“-Redaktion/FL

Zu den Schlüsselfragen der Energieindustrie zählt eine kosteneffiziente Dekarbonisierung. Der beste Weg dorthin ist nach Auffassung von Eurelectric, dem Verband europäischer Stromunternehmen, eine stärkere Elektrifizierung der Sektoren Verkehr, Gebäude und Industrie. Wie das zu einer stärkeren Dekarbonisierung und weniger Energieverbrauch führen kann, hat eine neue Studie*) herausgearbeitet. Die Ergebnisse wurden auf der Eurelectric- Jahreskonferenz Anfang Juni vorgestellt.

Die in seiner Ende letzten Jahres niedergelegten Langzeit-Vision für die europäische Energieindustrie**) niedergelegte Ziel von Eurelectric ist sehr ehrgeizig: CO2-Neutralität der Stromerzeugung lange vor der Jahrhundertmitte. Wichtiger Ausgangspunkt ist, dass eine Elektrifizierung anderer Sektoren stattfindet.

Um das zu skzizzieren, hat Eurelectric mit Unterstützung von McKinsey drei Szenarien entwickelt, die sich bezüglich des Anteils der Dekarbonisierungsziele bis 2050 unterscheiden. Die Szenarien basieren auf einer Kombination verschiedener Faktoren, insbesondere Ambition, Technologieentwicklung, Kundenverhalten und Regulieruing:
  • Szenario 1: Beschleunigung gegenwärtiger technologischer Trends, Politiken und Kundenakzeptanz; Dekarbonisierung - 80 % gegenüber 1990; direkte Elektrifizierungsrate 38 %.

  • Szenario 2: Verstärkte Anstrengungen, um Dekarbonisierungs-Barrieren zu überwinden; Dekarbonisierung -90 %; direkte Elektrifizierungsrate 48 %. 

  • Szenario 3: Vorantreiben früher technologischer Durchbrüche und Anwendungen im Großmaßstab durch weltweite Zusammenarbeit; Dekarbonisierung -95 %; direkte Elektrifizierungsrate 60 %.

Enger Zusammenhang zwischen Elektrifizierung und Dekarbonisierung Ausgangsbasis ist für die gesamte EU ist eine direkte Elektrifizierungsrate von 22 % im Jahre 2015. Wie die Studie ergibt, ist in den drei Szenarien eine Steigerung der Elektrifizierung im Transportbereich von heute 1 % auf 29 % bzw. 43 % und 63 % (Szenarien 1-3) erreichbar. Die entsprechenden Werte für den Gebäudebereich lauten: von heute 34 % auf 45%, 54% und 63 %; und für die Industrie von heute 33 % auf 38 %, 44 % und 50 %.

Hier können Sie den gesamten Artikel (PDF) herunterladen

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