Sonntag, 30. April 2017
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Christian Wagner, Volker Liebenau, Jan Teuwsen und Christian Rehtanz

Das Marktprämienmodell im Rahmen der Direktvermarktung bietet Anlagenbetreibern Chancen auf zusätzliche Erlöse, setzt jedoch kaum Anreize für eine nachfrageorientierte Einspeisung. Die zusätzlichen Kosten durch die Marktprämie übersteigen die Vorabschätzungen des Ministeriums. Folglich steigt die Belastung für die Endverbraucher, da die Kosten über die EEG-Umlage weitergegeben werden. Notwendig ist daher die Diskussion alternativer Maßnahmen zur Marktintegration erneuerbarer Energien, wie z. B. die Umgestaltung des Vergütungssystems.

Arno Büx

Der Erdgasmarkt verändert sich in Deutschland nachhaltig. Als Rohstoff wird Gas zunehmend zum Schlüsselfaktor, denn es ist langfristig verfügbar und vergleichsweise emissionsarm. Vor allem aber stellt Erdgas die dringend benötigte Flexibilität zur Verfügung, die im Zuge von Energiewende, steigenden Gasimporten und der zunehmenden Bedeutung des Spotmarkts immer wichtiger wird. Flexibilität wiederum setzt die konsequente Entwicklung von Leitungskapazitäten und Speichern voraus. Um den Bedarf dafür abzubilden und zu koordinieren, wird derzeit der vom EnWG geforderte „Netzentwicklungsplan Gas“ (NEP) entwickelt. Wie die Erdgasinfrastruktur der Zukunft gestaltet werden sollte, darüber sind die Beteiligten uneinig. Ansätze, Szenarien und Empfehlungen werden in den derzeit laufenden Abstimmungen zur Erstellung des NEP Gas 2013 überaus kontrovers debattiert. Insbesondere aus Sicht des Speicherbetreibers ergibt sich ein kritisches Bild.
Mehraufwände vermeiden – Optimierung der Prozesse im Lieferantenwechsel

Ingo Seufer und Markus Mientus

Seit dem 1.4.2012 werden Lieferantenwechselprozesse für Endverbraucher in den Sparten Strom und Gas nach neuen Prozessvorgaben der Bundesnetzagentur abgewickelt. Die bisherige Praxis zeigt, dass in bestimmten Situationen ein Lieferantenwechsel scheitern kann, auch wenn die beteiligten Marktpartner alle Vorgaben und Fristen strikt einhalten. Dies führt zu Prozessverzögerungen, erhöhtem manuellen Klärungsaufwand und Frustration bei den Endkunden. Nachfolgend werden einige Vorschläge zur Optimierung der Prozessabläufe präsentiert, deren Umsetzung geringen Aufwand erfordert, von denen aber alle Beteiligten profitieren können.

Frank Elstermann und Tobias Pauthner

Der Gesetzgeber arbeitet derzeit an Vorgaben für den Aufbau einer Smart Meter-Infrastruktur in Deutschland. Hohe Anforderungen an Massendatenmanagement, Marktpartnerkommunikation sowie Datenschutz und Datensicherheit werden die Komplexität vorhandener Systeme signifikant erhöhen, bzw. teilweise neue Systeme erfordern. Dies hat tiefgreifende Auswirkungen auf Verteilnetz- und Messstellenbetreiber, die sich vorausschauend auf diese Veränderungen sowie neue Rollen und Aufgaben vorbereiten müssen. Es ist heute schon klar: Nur wer sich frühzeitig auf diese Anforderungen einstellt, der wird parallel zum Tagesgeschäft auch mit diesen wettbewerbskritischen Zukunftsthemen Schritt halten.

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Aktuelles Heft
Inhalt der Ausgabe 4/2017
Schwerpunkt: Zukunftsfragen
Energieeffizienz: Zukunftsfähigkeit von Heizsystemen
Zukunftsfragen: Energiewende und Klimaschutz; Zahlungsbereitschaft für grünen Strom
Energiespeicher: Wo ist der „Market Pull“ für Batteriespeicher?
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