Donnerstag, 27. April 2017
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Matthias Wissner

Sollen verpflichtende Energieeinsparungen auch für Deutschland eingeführt werden, erscheint es sinnvoll, die entsprechenden britischen Erfahrungen an die deutschen Verhältnisse anzupassen; Foto: Pixelio

Im Entwurf der neuen EU-Richtlinie zur Energieeffizienz findet sich in Artikel 6 die Verpflichtung für Energieverteiler oder -versorger, bei ihren Kunden (verglichen mit dem Vorjahr) 1,5 % Energie jährlich einzusparen. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, das Energieeffizienzziel der EU zu erreichen, bis 2020 20 % der Primärenergie (bezogen auf ein Business-as-Usual-Szenario) einzusparen. In mehreren Mitgliedstaaten existieren bereits seit längerem entsprechende Vorgaben, in Großbritannien schon seit 1994. Am britischen Beispiel lässt sich studieren, ob und wie ein derartiges System funktioniert, und ableiten, inwiefern ein mögliches deutsches Regime auf den dortigen Erfahrungen aufbauen könnte.

Hans-Joachim Ziesing

Will man das Ziel einer weitgehenden Dekarbonisierung der Energieversorgung erreichen, muss das Tempo der Emissionsminderung beträchtlich beschleunigt werden; Foto: Getty Images

Nachdem im Vorjahr die CO2-Emissionen vor allem konjunkturbedingt im Vergleich zum Krisenjahr 2009 kräftig gestiegen waren, gingen sie 2011 trotz guter Konjunktur deutlich zurück. Hierfür war in erster Linie die gegenüber 2010 sehr viel mildere Witterung verantwortlich; temperaturbereinigt sind die CO2-Emissionen nämlich erneut gestiegen.

Erhöhung der Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen durch Eigenverbrauch – Chancen und Risiken

Luis Carr, Roger Corradini und Serafin von Roon

 Die Eigenverbrauchsvergütung bei PV-Anlagen steht auf dem Prüfstand; Foto: Pixelio

Die im Jahr 2009 eingeführte Eigenverbrauchsregelung verbessert die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen. Der Anreiz, den Eigenverbrauchsanteil zu erhöhen, wird sich jedoch auch bei möglichem Wegfall der Eigenverbrauchsvergütung durch steigende Strompreise weiter verstärken. Dies betrifft bis dato Anlagen mit einer in Summe installierten Leistung von etwa 9 GW. Auch zukünftig installierte Anlagen werden von einem hohen Eigenverbrauchsanteil profitieren. Der Vorteil des Eigenverbrauchs wird sich bei einer vorgezogenen Degression sogar noch vergrößern. Damit eine lokale Entlastung der Stromnetze durch den Eigenverbrauch von PV-Strom erreicht wird, bedarf es eines an diesem Ziel ausgerichteten Lastmanagements. Des Weiteren müssen Mechanismen gefunden werden, welche die Wirtschaftlichkeit von Effizienztechnologien trotz Eigenverbrauchsvergütung sichern.

Ralf Schäfer, Jörg B. Soetebeer und Sebastian Holzinger

Das Erfassen von Mitarbeiterdaten ist in der Praxis vielfach ein kaum zu bewerkstelligender Spagat zwischen dem, was rechtlich zulässig und was verboten ist. Das neue Bundesdatenschutzgesetz soll Abhilfe schaffen; Foto: Getty Images

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“: Energieversorgungsunternehmen (EVU) sind in der täglichen Praxis an möglichst umfangreichen Informationen über potenzielle bzw. bereits beschäftigte Mitarbeiter interessiert, um deren Eignung und Integrität optimal einschätzen zu können. Nicht zuletzt angesichts sog. „Datenschutzskandale“ in der Vergangenheit bewegen sie sich auf einem schmalen Grat. Für mehr Rechtssicherheit für beide Seiten soll die Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes sorgen. Anlass genug, zunächst in einem ersten Teil sowohl den Hintergrund für diese Novellierung darzustellen als auch Inhalt und Auswirkungen der §§ 32, 32a und 32b BDSG-E für den Zeitraum vor Begründung eines Beschäftigungsverhältnisses, um anschließend in einem zweiten Teil Inhalt und Auswirkungen der §§ 32c ff. BDSG-E für den Beschäftigtendatenschutz im Beschäftigungsverhältnis für die betriebliche Praxis von EVU näher zu beleuchten.

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Inhalt der Ausgabe 4/2017
Schwerpunkt: Zukunftsfragen
Energieeffizienz: Zukunftsfähigkeit von Heizsystemen
Zukunftsfragen: Energiewende und Klimaschutz; Zahlungsbereitschaft für grünen Strom
Energiespeicher: Wo ist der „Market Pull“ für Batteriespeicher?
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