Samstag, 25. Februar 2017
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Bashkim Malushaj, Tim Berger und Olesja Ort

Durch die Einführung von Smart Metern im Kosovo sollen vor allem Faktoren wie Stromdiebstahl und hohe Nichtzahlerquoten bekämpft werden. Im Bild: Stromleitungen in Priština - Foto: Getty Images

Nachdem sich Ende 2011 zahlreiche EU-Beitrittskandidaten Südosteuropas verpflichtet haben, die Anforderungen des Dritten Binnenmarktpaketes umzusetzen, wird die Liberalisierung und Modernisierung der Energiewirtschaften in dieser Region rasch voranschreiten. Einige dieser Länder erwägen den Full-Rollout von Smart Metern. Dies birgt für potenzielle Beitrittsstaaten insbesondere die Chance, den teils ausufernden Stromdiebstahl sowie die hohe Nichtzahlerquote zu reduzieren und zeitgleich der Instabilität der Netze entgegenzuwirken. Da es in den Energiemärkten Südosteuropas nicht selten an relevantem technischen Know-how, soliden Finanzierungsmodellen sowie Projekterfahrung im Umgang mit Liberalisierungsherausforderungen fehlt, bieten sich vielseitige Chancen für Unternehmen, die bereits über solche Erfahrungen im deutschen und europäischen Smart Meter-Markt verfügen.

Quo vadis, Energiemärkte? Diskussion über neue Herausforderungen und Chancen für Energieversorger in Düsseldorf Fotos: Jörg Mettlach
In der deutschen Energiezukunft, die unter anderem dezentraler und vernetzter als die Gegenwart sein soll, spielen neben den Energieversorgern vor allem die Kunden eine größere aktive Rolle für das Funktionieren des Systems. Der avisierte Umbau der Energiewirtschaft erfordert zudem bekannte und neue Formen der Kooperation. „et“ bat Vertreter von Energieversorgern unterschiedlicher Provenienz, einen Strategieberater und einen Wissenschaftler zum Gespräch, um über die Konturen des zukünftigen Energiesystems, die Verschränkung von Strom- und Gasmarkt, das Verhältnis von Stadt und Land sowie neue Aufgaben und dafür erforderliche Fähigkeiten bei den Energieversorgern zu diskutieren. Im Vordergrund stand, das Verhältnis dezentral/zentral und dessen Konsequenzen auszuloten.
Akzeptanz der Transformation des Energiesystems in der Bevölkerung

Diana Schumann, Wolfgang Fischer und Jürgen-Friedrich Hake

Nur durch Informationen, die relevant, ausgewogen und für Laien verständlich sind, lassen sich Widerstände gegen die Transformation des Energiesystems vermeiden Foto: Getty Images

Der Umbau der deutschen Energieversorgung zu einem nachhaltigen System erfordert einen tiefgreifenden Wandel. Hierzu gehören Umgestaltungen im Energiemix, der Einsatz neuer Energietechniken und möglicherweise die Erschließung unkonventioneller Energiequellen. Ebenso aber auch Veränderungen im Nachfrageverhalten der Bürgerinnen und Bürger. Eine zuverlässige Bewertung der Akzeptanz derartiger Neuerungen bei Bürgerinnen und Bürgern ist für ein erfolgreiches Transformationsmanagement von essenzieller Bedeutung. Informationen hierzu liefert eine repräsentative Befragung in der deutschen Bevölkerung, die zeigt, wie sich die Einstellungen zu konventionellen, unkonventionellen und erneuerbaren Energiequellen nach der Energiewende verändert haben.

Volker Barzyk

Im Zeitalter schwindender Absolventenzahlen, zunehmenden Fachkräftemangels und dem dadurch ausgelösten „War for talents“ gilt es, qualifizierte Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden

Die Energiebranche steht vor enormen Herausforderungen. Allein die beschlossene Energiewende wird dem Wirtschaftszweig zukünftig in technologischer wie in personeller Hinsicht einiges abverlangen. Erschwerend kommt hinzu, dass es diese Herkulesarbeit in Zeiten eines tiefgreifenden demografischen Wandels zu bewältigen gilt. Während die vergangenen Jahrzehnte von Strukturwandel und phasenweise hohen Arbeitslosenquoten geprägt waren, erlebt die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften derzeit einen regelrechten Boom.

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