Samstag, 25. Februar 2017
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Peter Hinsching, Robert Haastert und Jürgen Leitermann

Mit der Dezentralisierung von Erzeugung und Einspeisung auf der Mittel- und Niederspannungsebene wird die wichtige Position, welche die Verteilnetzbetreiber im Energiesystem einnehmen, immer deutlicher. Zunehmend an Kontur gewinnt das Umfeld, in dem sich die zukünftigen Verteilnetzbetreiber bewegen, durch den Wandel des Regulierungssystems und die Herausbildung neuer Marktrollen im Smart Grid-Wettbewerb.

Für den Umbau der Energiewirtschaft in Europa müssen gewaltige Summen investiert werden. Allein für die Infrastruktur veranschlagt Energiekommissar Günther Oettinger mehr als 1 000 Mrd. € für die kommenden zehn Jahre. Im selben Zeitraum müssen rund 51 000 km Höchstspannungsleitungen errichtet, ersetzt oder erneuert werden. Bedauerlicherweise kommt der Übertragungsnetzausbau jedoch hierzulande nicht schnell genug voran und auch beim Anschluss von Offshore-Windparks wie bei deren Ausbau selbst gibt es Zeitverzug. Über Lage und Perspektiven beim Netzausbau unter besonderer Berücksichtigung von Beschleunigungs- und Finanzierungsaspekten sprach „et“ mit Repräsentanten eines stark betroffenen Transportnetzbetreibers, der Bundesnetzagentur, einer Arbeitsgemeinschaft erneuerbarer Energieerzeuger, einer großen Bank sowie einem Wissenschaftler.

Beifeuerung fester Biomasse – die verkannte Option

Uli Brunner und Marcel Münz

Die im Rahmen von Energiekonzept und Energiewende gefassten Ziele zum Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (SEE) in Deutschland sind enorm. Will man daran festhalten, ist im Interesse von Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstandsniveau auf die Kosteneffizienz der Maßnahmen zu achten. Unter der Annahme, dass auf absehbare Zeit weiterhin am System fixer Einspeisetarife gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgehalten wird, kann die Förderung der Beifeuerung fester Biomasse in thermischen Kraftwerken einen substanziellen Beitrag zur Kosteneffizienz leisten. Die Vorteile liegen – neben dem im Vergleich zu anderen SEE-Technologien geringen Förderbedarf – in der Nutzung bestehender Infrastruktur, in der schnellen Umsetzung und im hohen Beitrag dieser regenerativen Energiequelle zur Versorgungssicherheit.

Scipione Chialà

Auf dem aktuellen Gasmarkt gilt: „Nichts ist mehr, wie es einmal war“. Die Liberalisierung des Energiemarktes, der schnelle Ausbau der erneuerbaren Energien, die ergänzenden Regelungen und Energierechtsnovellen sowie der Kernenergieausstieg haben die gesamte Branche vor neue Herausforderungen gestellt. In diesem Zuge sind Gasversorger aufgefordert, die neue Situation anzunehmen und sich entsprechend aufzustellen. Das aktuelle Beispiel eines baden-württembergischen Anbieters zeigt, wie er mit seinem Portfolio und seinen Services heute in der Lage ist, besser und individueller auf seine Kunden einzugehen als jemals zuvor. Dies gilt sowohl für seine Aktivitäten deutschlandweit als auch im angrenzenden Ausland. Nun steht er vor dem nächsten Schritt und will den Industriesektor in seinen Zielgebieten noch stärker in den Fokus nehmen.

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