Sonntag, 30. April 2017
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Constantin H. Alsheimer

Deutschland hat sich mit der Energiewende für einen grundlegenden Systemwechsel entschieden. Die Energiearchitektur unseres Landes wird künftig überwiegend regenerativ, hocheffizient und dezentral sein. Dieser Systemwechsel findet in der Bevölkerung Rückhalt. Allerdings ist der Umbau der Energieversorgung nicht zum Nulltarif zu haben. Das bekommen die Bürger schon seit geraumer Zeit zu spüren. Ein „Energie-Soli“ kann helfen, soziale Härten zu mildern und so die Akzeptanz der Energiewende in der Bevölkerung zu erhalten.

Yuri Yegorov und Franz Wirl

In den letzten Jahren war eine irrationale politische Konfrontation zwischen den Energiestrategien Europas und Russlands zu beobachten. Es ist aufschlussreich, die Irrationalität dieses Konfliktes, der stärker ausgeprägt ist, als man es zu Zeiten der Sowjetunion kannte, aus einer wirtschaftlichen Perspektive zu betrachten. Zwischen Russland und Europa besteht eine Art monopolistisch-monopsonistische Beziehung, in der jede Seite die Kontrolle über entweder Angebot oder Nachfrage hat. Diese Beziehung bietet natürlich Raum für Diskussionen über die Aufteilung des wirtschaftlichen Überschusses, da beide Seiten das bestmögliche Geschäft machen wollen. Es sollte jedoch auch unter diesen Umständen möglich sein, eine Art Equilibrium zu erzielen, von dem beide gleichermaßen profitieren.
Heizen mit Sonnenwärme: Mehr als nur warmes Wasser

Roger Corradini und Manuel Sutter

Zum Erreichen der Ziele aus dem Energiekonzept der Bundesregierung von 2010 sind Solarthermie-Anlagen ein wesentlicher und aktuell unterbewerteter Baustein der Energiewende. Hierfür müssen sie in ihrem technischen Optimum betrieben werden, was mangels Kenntnis der Ursachen für Mindererträge in der Praxis nur selten erreicht wird. Betriebswirtschaftliche Bewertungen sind von unsteten Förderbedingungen und noch viel mehr von der unterstellten Energiepreisentwicklung während der Anlagenlebensdauer (von meist zwei Jahrzehnten) abhängig. Da durch die hohe Variationsbreite das Ergebnis höchst sensitiv beeinflusst wird, beschränkt sich die vorliegende Analyse explizit nur auf die energietechnische Bewertung einer solarthermischen Kombi-Anlage. Anhand von umfangreichen Messwerten können sowohl Erkenntnisse über die Effizienz des ausgewählten Systems im Praxisbetrieb, als auch über mögliche Optimierungen gewonnen werden.

Hans-Joachim Ziesing

Nachdem die CO2-Emissionen im Jahr 2009 im weltweiten Durchschnitt krisenbedingt erstmals seit 1992 wieder gesunken waren, sind sie mit dem wirtschaftlichen Aufschwung im Jahr 2010 um 5,5 % erneut kräftig gestiegen. Dieser Anstieg setzte sich, wenn auch etwas schwächer, im Jahr 2011 mit einem Plus von 3,2 % fort; mit reichlich 32 Mrd. t erreichten die CO2-Emissionen einen neuen Rekordwert. Dabei ist der Zuwachs im Jahr 2011 außer auf die Transformationsländer (+3,5 %) vor allem auf die Schwellen- und Entwicklungsländer zurückzuführen, in denen die CO2-Emissionen um fast 1 Mrd. t oder um gut 6 % zulegten. Demgegenüber kam es im Durchschnitt der OECD-Länder sogar zu einem leichten Rückgang um knapp 1 %. Im Vergleich zu 1990 waren die CO2-Emissionen im Jahr 2011 insgesamt um rund 10 Mrd. t oder um knapp 46 % höher. Die schon seit 2008 von China eingenommene Spitzenposition vor den USA wurde bis 2011 noch erheblich ausgebaut. China dürfte inzwischen mit reichlich 8 Mrd. t CO2 rund eineinhalbmal so viel emittieren wie die USA.
gat 2012: „Die Energiewende aktiv gestalten“
Zum 51. Mal öffnet die Gasfachliche Aussprachetagung (gat) ihre Pforten. Vom 25.–26.9.2012 bietet sich wieder die Gelegenheit, sich über die aktuellen Themen des Gasfaches zu informieren und auszutauschen. Die wichtigste Fachveranstaltung des Gasfaches findet dieses Jahr parallel zur Wasserfachlichen Aussprachetagung (wat) in Dresden statt. Die Themen sind u. a. innovative Anwendungsoptionen für neue Gastechnologien, Smart Grids und die regenerative Gaserzeugung und -speicherung.
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Inhalt der Ausgabe 4/2017
Schwerpunkt: Zukunftsfragen
Energieeffizienz: Zukunftsfähigkeit von Heizsystemen
Zukunftsfragen: Energiewende und Klimaschutz; Zahlungsbereitschaft für grünen Strom
Energiespeicher: Wo ist der „Market Pull“ für Batteriespeicher?
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