Montag, 27. März 2017
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Helmuth-M. Groscurth und Sven Bode

Die Energiewirtschaft im Allgemeinen und die Stromerzeugung im Besonderen sind gekennzeichnet durch das klassische Zieldreieck, das den Anspruch versinnbildlicht, zu jeder Zeit ausreichend Energie bereitzustellen und zwar so umweltverträglich, so sicher und so kostengünstig wie möglich. Diese Ziele stehen in Konkurrenz zueinander. Für Optimierungsaufgaben mit zum Teil konkurrierenden Zielen kann durch deren unterschiedliche Gewichtung ein Lösungsraum mit theoretisch gleichwertigen Optionen beschrieben werden. In der Praxis lassen sich die drei Hauptziele auf eine ganze Reihe von Unterzielen herunterbrechen, die jedoch in der Gesellschaft teilweise sehr kontrovers diskutiert werden. Der Bedarf an einer „Konkretisierung der Energiewende“ wird in dem Maße deutlich, in dem der Anteil der erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung zunimmt.

Jennifer Marutt, Joachim Nissen, Torsten Knop und Volker Detering

Unter Pooling versteht man die Zusammenfassung mehrerer Stromentnahmestellen für die Netzentgeltabrechnung. Seitdem die Bundesnetzagentur das Pooling für Strom im Jahr 2011 adressiert hat, wird das Thema intensiv diskutiert. Viele Unternehmen und Netzbetreiber haben gegen die entsprechende Festlegung der Bundesnetzagentur Beschwerde eingelegt, da diese teilweise erheblich von der bisherigen Praxis abweicht. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie ein netzwirtschaftlich sinnvolles Pooling aussieht und wie es in anderen europäischen Ländern ausgeprägt ist. Es zeigt sich, dass eine Lösung durch Regulierungsbehörden nicht außergewöhnlich ist, aber die Festlegung der Bundesnetzagentur noch weiterentwickelt werden kann.

Mit der richtigen Strategie auf SEPA umstellen

Holger Strotmann und Patric Dahse

Die Single-Euro-Payment-Area (SEPA) vereinfacht und standardisiert internationale Zahlungen im Euro-Raum. Durch die gesetzliche Verpflichtung zu ihrer Unterstützung muss auch der nationale Zahlungsverkehr bis spätestens Februar 2014 angepasst werden. Die SEPA-Prozesse Direct-Debit und Credit-Transfer werden dann die bisher bekannten Prozesse im Lastschriftverfahren und der Überweisung ablösen. Mit der richtigen Strategie lassen sich frühzeitig Umstellungsprobleme identifizieren und vermeiden.

Thomas Staudacher und Sebastian Eller

Photovoltaik (PV)-Batteriesysteme, wie sie bereits am Markt angeboten werden, bieten eine Möglichkeit, den Eigenverbrauchs- sowie Eigendeckungsanteil – d. h. den Grad an Autarkie – zu erhöhen. Ausgehend von den so erzielten hohen Eigenverbrauchs- und Eigendeckungsanteilen wäre die Autarkie durch den Einsatz eines PV-Hybridsystems ein nächster möglicher Schritt der privaten Stromversorgung. Dazu bedarf es im System allerdings zusätzlich eines grundlastfähigen Stromerzeugers zur Deckung der Residuallast. Aber ist Stromautarkie überhaupt ökonomisch erstrebenswert? Im Folgenden wird die Wirtschaftlichkeit eines PV-Hybridsystems, bestehend aus PV-Anlage, Batterie und Dieselgenerator, mittels einer Simulation untersucht.

Direktvermarktung 2012: Instrument zur Markt-integration erneuerbarer Energien oder Kostentreiber?

Christian Wagner, Volker Liebenau, Jan Teuwsen und Christian Rehtanz

Das Marktprämienmodell im Rahmen der Direktvermarktung bietet Anlagenbetreibern Chancen auf zusätzliche Erlöse, setzt jedoch kaum Anreize für eine nachfrageorientierte Einspeisung. Die zusätzlichen Kosten durch die Marktprämie übersteigen die Vorabschätzungen des Ministeriums. Folglich steigt die Belastung für die Endverbraucher, da die Kosten über die EEG-Umlage weitergegeben werden. Notwendig ist daher die Diskussion alternativer Maßnahmen zur Marktintegration erneuerbarer Energien, wie z. B. die Umgestaltung des Vergütungssystems.

Arno Büx

Der Erdgasmarkt verändert sich in Deutschland nachhaltig. Als Rohstoff wird Gas zunehmend zum Schlüsselfaktor, denn es ist langfristig verfügbar und vergleichsweise emissionsarm. Vor allem aber stellt Erdgas die dringend benötigte Flexibilität zur Verfügung, die im Zuge von Energiewende, steigenden Gasimporten und der zunehmenden Bedeutung des Spotmarkts immer wichtiger wird. Flexibilität wiederum setzt die konsequente Entwicklung von Leitungskapazitäten und Speichern voraus. Um den Bedarf dafür abzubilden und zu koordinieren, wird derzeit der vom EnWG geforderte „Netzentwicklungsplan Gas“ (NEP) entwickelt. Wie die Erdgasinfrastruktur der Zukunft gestaltet werden sollte, darüber sind die Beteiligten uneinig. Ansätze, Szenarien und Empfehlungen werden in den derzeit laufenden Abstimmungen zur Erstellung des NEP Gas 2013 überaus kontrovers debattiert. Insbesondere aus Sicht des Speicherbetreibers ergibt sich ein kritisches Bild.
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Schwerpunkt: Anreizregulierung
Erdgas-Zukunft: Energieträger statt Energiequelle?
Regulierung: Auswirkungen der Anreizregulierungsnovelle
Recht: Strompreiszonen quo vadis?
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