Montag, 26. Juni 2017
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Fabian Grote, Tim Drees, Jan Budke und Albert Moser

Zur Flexibilisierung des Stromerzeugungssystems sowie zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit und der Wirtschaftlichkeit der Stromerzeugung stellt die Steuerung der Nachfrage im Rahmen des Demand Side Managements (DSM) eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit dar, die noch ungehobene Potenziale birgt. Durch DSM wird die Stromnachfrage so verschoben, dass überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien besser genutzt werden kann, Kraftwerke effizienter gefahren werden und weniger gesicherte Kraftwerksleistung für die Versorgungssicherheit notwendig ist. Zur Nutzung im DSM eignen sich diverse elektrische Verbraucher, in denen eine Lastverschiebung möglich ist. Vorliegend werden die Potenziale des Demand Side Managements und Auswirkungen auf das Stromerzeugungssystem in Europa analysiert.

Der Umbau der Energiewirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit geht alle an, auch die Verbraucher. Gleich ob Privathaushalt, Gewerbekunde oder Industriebetrieb, jeder soll sich einbringen können. Für die Energieversorger bzw. ihren Vertriebsarm bedeutet das, den Kunden über innovative Produkte und Dienstleistungen im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien Möglichkeiten für eine aktive Teilnahme zu schaffen. Soweit die Theorie. Inwieweit dies umsetzbar ist, darüber diskutierte „et“ mit einem Wissenschaftler und hochrangigen Vertretern eines großen regionalen Energieversorgers, eines unabhängigen Vergleichsportals für Energie sowie einer Strategieberatung.

AmpaCity-Projekt: Supraleitendes Kabel stärkt städtische Stromversorgung

Sebastian Ackermann

Seit April wird im Rahmen des Projekts AmpaCity in der Ruhrgebietsmetropole Essen die Inbetriebnahme des weltweit längsten Hochtemperatur-Supraleiterkabels vorbereitet. Auf einem Kilometer Länge ersetzt das supraleitende 10-kV-Kabel ein herkömmliches Hochspannungskabel zwischen zwei Umspannanlagen. Die fast verlustfrei Strom transportierende Supraleitertechnik kann sich insbesondere in Ballungsgebieten zu einer Alternative zu raumgreifenden Hochspannungssystemen entwickeln. Damit ist das Leuchtturmprojekt eine ernstzunehmende Option für den Ausbau der städtischen Stromverteilnetze.

Michael Herrmann und Thorsten Gottwald

Der stetige Anstieg fluktuierender Energien aus Solar- und Windenergie im Strommix verlangt optimale Steuerungsmöglichkeiten des Netzes. Dazu gehören intelligente Messsysteme (Smart Meter) zur Einspeisemessung. Für deren Einbau bei Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und bei Anlagen nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) bestehen seit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zum 1.1.2012 neue gesetzliche Vorgaben. Doch noch bestehen erhebliche Rechtsunsicherheiten. Unklar ist unter anderem, ob der Anlagenbetreiber oder der Netzbetreiber für den Smart Meter zuständig ist und ab wann die Einbaupflicht beginnt.

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Inhalt der Ausgabe 6/2017
Schwerpunkt: Energiewende-Strategien
Akzeptanz: Bewertung der Energiewende in der Bevölkerung
Digitalisierung: Entwicklung von Vertriebs-Produkten; Künstliche Intelligenz
US-Energiepolitik: Stillstand trotz Vollgas?
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