Montag, 21. August 2017
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Der Netzausbau ist einer der wichtigsten Schlüsselbereiche für das Gelingen der Energiewende. Auf der Übertragungsnetzebene geht es darum, eine Infrastruktur zu schaffen, die geeignet ist, verbrauchsferne Erzeugung und Lastschwerpunkte miteinander zu verbinden. Wie dringlich ist diese Aufgabe in Deutschland, wie lässt sie sich finanziell stemmen und wie kann die Akzeptanz verbessert werden? „et“ hat diese Fragen mit dem Chef des größten und ersten grenzüberschreitenden Übertragungsnetzbetreibers in Europa, dem Vizepräsidenten der Bundesnetzagentur, einem Planungsrechtler und einem Vertreter einer Nichtregierungsorganisation diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass viele Reizthemen mittlerweile entdramatisiert diskutiert werden können – keine schlechte Basis also für das weitere gemeinsame Arbeiten.

Matthias Huber, Florian Sänger und Thomas Hamacher

Die Förderung der Photovoltaik (PV) wird nach derzeitigen Plänen bei Erreichen des im Juni 2012 eingeführten „Deckels“ von 52 GW installierter Leistung eingestellt. Jedoch könnte der Ausbau auch ohne jegliche Förderung deutlich über diesen Wert hinausgehen. Ermöglicht wird dies durch weitere Kostendegressionen sowie durch eine Fokussierung des Geschäftsmodells für Privathaushalte auf die Maximierung des Stromeigenverbrauchs. Dieser kann durch elektrische Speicher sowie durch die thermische Nutzung von Überschussstrom zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung erhöht werden. Für die breitere Verwendung elektrischer Speicher ist jedoch zunächst eine erhebliche Kostensenkung auf maximal 500 €/kWh notwendig. Hingegen ist die Nutzung von Überschussstrom im Wärmebereich bereits heute eine wirtschaftliche Alternative und ermöglicht erste subventionsfreie und wirtschaftlich lohnende Anwendungen dezentraler PV-Systeme in Deutschland. Eine aktuelle Studie zeigt, wie sich das „Post-EEG“-Potenzial für die Strom- und Wärmeversorgung im privaten Bereich abschätzen lässt.

Intelligente Systeme sind die Zukunft der Energieeffizienz

Konrad Mußenbrock und Christopher Muth

Der effiziente Umgang mit Energie ist die nachhaltigste Form des Energiesparens. Jede nicht benötigte Kilowattstunde Strom muss nicht erzeugt werden, verbraucht somit keine Primärenergieträger wie z. B. das knappe Erdgas und verursacht demzufolge auch keine CO2-Emissionen. Deshalb ist die Vermeidung von Energieverbräuchen das Primat der Stunde. Konsumenten und Energieanbieter haben bei der Erschließung dieser Energieeffizienzpotenziale einen wertvollen Verbündeten noch nicht umfassend identifiziert: die unzähligen Energiedaten aus der Prozesssteuerung und der Verbrauchsdatenerfassung. Dass alle Seiten von der intelligenten Nutzung dieser Daten und Informationen profitieren und Prognosen die Energieerzeugung und den Energieverbrauch balancieren und optimieren können, ist technologisch in greifbarer Nähe. Mit kommerziell heute verfügbaren hochperformanten IT-Lösungen sind virtuelle Kraftwerke – intelligente Systeme zur kontinuierlichen Ausbalancierung von Verbrauch und Erzeugung – bereits jetzt realisierbar.

Hans-Joachim Ziesing

Trotz rückläufiger Entwicklungen in etlichen Ländern sind die CO2-Emissionen im Jahr 2012 weltweit erneut gestiegen. Dabei fiel die Steigerung mit rd. 2 % aber niedriger aus als im Vorjahr (knapp 3 %), was auch auf die schwächere Konjunktur zurückzuführen sein dürfte. Im Ergebnis erreichten die CO2-Emissionen mit etwa 32,5 Mrd. t einen neuen Höhepunkt. Immerhin sind sie in den OECD-Ländern gesamthaft abermals leicht gesunken (–1 %). In der EU fiel der Rückgang mit schätzungsweise 1,6 % spürbar stärker aus. Besonders auffällig ist die Emissionsminderung in den USA um 3,6 %. Der insgesamt deutliche Anstieg liegt am nach wie vor kräftigen Zuwachs in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Hier waren die CO2-Emissionen im Jahr 2012 um rd. 830 Mio. t oder um 5 % höher als 2011. Insgesamt waren die weltweiten CO2-Emissionen im Jahr 2012 im Vergleich zu 1990 um 10,5 Mrd. t oder um knapp 48 % höher. Die schon seit 2008 von China eingenommene Spitzenposition vor den USA wurde 2012 noch erheblich ausgebaut.

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