Donnerstag, 29. Juni 2017
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Hermann Falk und Uwe Leprich

Windkraft und Photovoltaik (PV) werden einen wesentlichen Anteil an einer künftigen klimaschonenden und bezahlbaren erneuerbaren Energieversorgung tragen. Ihre schwankende Einspeisung muss mit der Erschließung vorhandener Nachfrageflexibilitäten und der Vorhaltung flexibler Erzeugungskapazitäten möglichst kosteneffizient flankiert werden. Die Einführung einer „optionalen Echtzeitwälzung“, also der kurzfristigen Wälzung von EEG-Strom in die Bilanzkreise der Vertriebe, bietet die Möglichkeit, sie in einem wettbewerblichen Rahmen an die wichtige Aufgabe der Systemintegration der erneuerbaren Energien heranzuführen.

Thomas Friedrich Wachter, Elke Weingarten, Wolfgang Peters, Pascal Kinast, Alexander Novitskiy und Dirk Westermann

Bei der Bundesfachplanung muss ein besonderes Augenmerk auf den Vergleich von räumlichen und technischen Alternativen gelegt werden, die sich gegenseitig bedingen. Die Erdverkabelung bei der Hochspannungsgleich- bzw. -drehstromübertragung (HGÜ- und HDÜ-Erdkabel) entspricht noch nicht dem Stand der Technik, weshalb in Pilotprojekten Erfahrungen hinsichtlich deren wirtschaftlicher und technischer Einsetzbarkeit sowie deren Umweltauswirkungen gesammelt werden sollen. Das geänderte Bundesbedarfsplangesetz 2014 sieht nunmehr die Teilverkabelungsoption für alle HGÜ-Projekte vor. Die Teilverkabelungsoption wird darüber hinaus zukünftig auch für HDÜ-Projekte an Bedeutung gewinnen, wenn Erfahrungen aus den im Energieleitungsausbaugesetz vorgesehenen HDÜ-Erdkabel-Pilotprojekten gesammelt werden konnten.

Veränderte Anforderungen an städtische Energieinfrastrukturen durch die Energiewende

Karl Schönsteiner, Markus Wagner, Sebastian Dierkes, Kevin Münch, Michael Hans, Thomas Hamacher, Albert Moser und Michael Fiedeldey

Bedingt durch die klimapolitischen Ziele der Bundesrepublik Deutschland wird sich die Energieversorgung in den kommenden Jahren nachhaltig wandeln. Durch Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen und durch Substitution der Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen mit erneuerbaren Energien ändert sich die Versorgungsaufgabe für Strom-, Gas- und Fernwärmenetze in Städten. Daraus ergibt sich die Frage, wie die Netzplanung zukünftige Anforderungen spartenübergreifend und kostenoptimal erfüllen kann und welche Einflüsse sich daraus auf die einzelnen Versorgungssparten ergeben. Wie dies gelingen könnte, wurde im Rahmen einer Studie für das Stadtgebiet Frankfurt am Main veranschaulicht.

Claus Fest, Volker Liebenau, Thorsten Schlüter und Oliver Franz

Der mehrwertstiftende Beitrag der Elektromobilität zur Reduktion von CO2-Emissionen (zumindest im Verkehrssektor) ist unweigerlich mit dem CO2-Gehalt des verwendeten Ladestroms verbunden. Der Einsatz von Grünstromprodukten ermöglicht bereits heute eine nahezu CO2-freie Mobilität, stellt jedoch neben einer Reihe weiterer Alternativen nur eine mögliche Option für den Endkunden/Nutzer dar. Im durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Forschungsprojekt „open ECOSPhERE“ wurden im Rahmen energiewirtschaftlicher Fragestellungen die Potenziale, aber auch die Grenzen von CO2-abhängigen Beladungen von Elektrofahrzeugen aus ökonomischen und regulatorischen Gesichtspunkten im Kontext der Energiewende untersucht. Dabei stand im Fokus der Betrachtung, ob und inwieweit eine solche direkte CO2-Abhängigkeit eine sinnvolle Alternative zu klassischen Grünstromprodukten darstellen könnte.

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