Mittwoch, 29. März 2017
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Zur Erreichung der Ziele der Energiewende müssen erhebliche Anstrengungen in allen Verbrauchssektoren unternommen werden. Die bisherigen Bemühungen inklusive der aktuellen EEG-Reform konzentrieren sich stark auf den Strombereich, der Wärmemarkt bleibt weiter außen vor. Angesichts der Tatsache, dass 40 % des Endenergieverbrauchs auf den Wärmebereich entfallen, und ambitionierter klimapolitischer Ziele für den Gebäudesektor, ist es längst überfällig, die Klimaschutzpotenziale in diesem Bereich anzupacken. „et“ lud Ende Januar hochrangige Vertreter einer neuen Plattform für die deutsche Erdgaswirtschaft, eines Herstellerverbandes, der Eigentümer von Wohngebäuden und einen Strategieberater dazu ein, über Ausgangslage und Perspektiven einer Wärmewende in Deutschland zu diskutieren.

Dieter Oesterwind

Die Energieunternehmen stehen vor der größten Bewährungsprobe ihrer Geschichte. Die Öffentlichkeit hat ihnen das Vertrauen entzogen. Durch die Politik wurde ihnen die Energiewende übergestülpt. Als Reaktion werden innerhalb der Unternehmen Kosten gesenkt und neue Führungsstrukturen erprobt. Dennoch weiß niemand so recht, wohin der Weg gehen soll: Zukunftsweisende Geschäftsmodelle fehlen. Schuldzuweisungen an die Politik, z. B. es fehle an Investitionssicherheit, sind ebenfalls wenig hilfreich. Die Unternehmen müssen sich selbst erneuern. Um dies zu erreichen, gehört ein umfassender Kulturwandel auf die Tagesordnung.

Herausforderung Elektromobilität: Lehren aus den Entwicklungen des Strom-, Bahn- und Mobilfunkmarktes

Marius Brand und Alexander Schmidt

Die aktuellen Herausforderungen der Elektromobilität sind bekanntermaßen größer als zu Hype-Zeiten erwartet. Doch sind sie auch neu? Dieser Frage geht ein Forschungsprojekt im Rahmen des Schaufensters Elektromobilität in einer Analogieuntersuchung nach und untersucht Märkte, die in der Vergangenheit vor ähnlichen Hürden standen und diese erfolgreich genommen haben. Die Analyse der Analogiemärkte zeigt, dass typische Herausforderungen wie das Henne-Ei-Problem der Elektromobilität letztlich kein singuläres Phänomen darstellen und mithin nicht überraschend sind.

Jan Rosenow

In Deutschland wird zunehmend eine Debatte um das Thema Energiearmut geführt, ein Artikel in der „et“ hat erst kürzlich (in Heft 6/2013) das Thema aufgenommen und diskutiert. Was in Deutschland eine noch sehr junge Auseinandersetzung ist, wird in Großbritannien seit Jahrzehnten intensiv diskutiert und politisch umgesetzt. Großbritannien hat seit den frühen 1990ern ein breites Portfolio an Politikinstrumenten zur Bekämpfung der Energiearmut implementiert, wurde dabei aber mit vielen Herausforderungen und Zielkonflikten konfrontiert. Die Erkenntnisse daraus sind auch für die deutsche Debatte interessant.

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