Mittwoch, 16. August 2017
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Patrick Adigbli und Jan Richter

Die Bundesregierung plant eine grundlegende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und will ihr Konzept bis Ostern vorlegen. Bundesminister Gabriel hat bereits am 17.1.2014 ein erstes Eckpunktepapier veröffentlicht, in dem dargestellt wird, wie das EEG mittelfristig weiterentwickelt werden kann. Die European Power Exchange (EPEX SPOT) und die European Energy Exchange (EEX) begrüßen diese Vorschläge, insbesondere die geplante verpflichtende Direktvermarktung für Neuanlagen. Dennoch stellen die Reformvorschläge nur den ersten Schritt dar, um erneuerbare Energien vollständig in die Strommärkte zu integrieren.

Maria-Rosaria Di Nucci

Bei der Markteinführung von Smart Metering („Roll-out“) sind verschiedene Marktteilnehmer aktiv, wie z. B. Verteilnetzbetreiber, Stromlieferanten, Hersteller von Messgeräten, Regulierer, Verbraucher und in Deutschland auch Messstellenbetreiber. Diese Akteure verfolgen teilweise unterschiedliche Ziele, wodurch sich ein Geschäftsmodell, das Vorteile für alle Stakeholder bietet, nur schwer finden lässt. Auf Basis der Erfahrungen in anderen europäischen Ländern, insbesondere in Italien, einem Spitzenreiter bei der Einführung von intelligenten Stromzählern, wird im Folgenden diskutiert, welche Faktoren und Politikinstrumente maßgeblich für eine schnelle Markteinführung sind. In Italien wurde seit Juli 2010 Smart Metering mit obligatorischen zeitvariablen Tarifen kombiniert. Vorliegend wird daher der Frage nachgegangen, ob Smart Metering in Verbindung mit den zeitvariablen Tarifen eine Lastverschiebung sowie eine Reduzierung der Stromkosten der Haushalte ausgelöst hat.

Versorgungsautonomie 2.0 durch dezentrale Speicher

Bernhard Weilharter und Moritz Obexer

Privatkunden können durch die Ergänzung ihrer Photovoltaik (PV)-Anlage mit einer Batterie ihren Autonomiegrad verdoppeln. Derzeit ist es zwar noch wirtschaftlicher, die Überschussproduktion in das Netz einzuspeisen, mit sinkenden Batteriekosten und Fördersätzen für PV-Anlagen wird sich dieses Bild aber schon bald umkehren. Bereits in den nächsten fünf Jahren wird so der industrieübergreifende Trend der Dezentralisierung und des Aufbaus horizontaler Strukturen wesentlich zur Neugestaltung der Energieversorgung beitragen. Versorger, die mittelfristig nicht als Ergebnis einer „unkontrollierten“ Versorgungsautonomie 2.0 ihrer Kunden auf die Rolle eines Infrastrukturbereitstellers und Restmengenlieferanten mit deutlich gesunkenen Margen reduziert werden wollen, müssen bereits heute Geschäftsmodelle rund um dezentrale Anlagen- und Speicherclouds und deren intelligente Integration in das Versorgungssystem entwickeln und so aktiv eine dezentrale Versorgungslandschaft im eigenen Interesse gestalten.

Olga Borozdina

Russland nimmt einen führenden Platz im Weltumsatz von Energieressourcen ein und ist zugleich der wichtigste Lieferant von Erdöl und Erdgas für den weltweiten Energiemarkt. Der Brennstoff- und Energiesektor bildet als Instrument der Innen- und Außenpolitik die Grundlage für die gesamte Wirtschaftsentwicklung des Landes. Für die nationale Stabilität Russlands ist es besonders wichtig, die Unternehmen, die Bevölkerung und die Infrastruktur zuverlässig mit Brennstoffen und Strom zu versorgen. Die Versorgungssicherheit hat dabei oberste Priorität. In dem Beitrag wird ein Überblick über bisherige Entwicklungen und Perspektiven des zukünftigen russischen Energiemarktes gegeben.
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