Samstag, 27. Mai 2017
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Die Diskussion über die Transformation des Energiesektors in Deutschland ist vorwiegend durch die Stromseite bestimmt, die aber nur etwa ein Drittel der Primärenergiebilanz umfasst. Und dort ist man dabei, mehr oder weniger deutliche Reformen bei einem wichtigen Instrument, dem EEG, einzuleiten, das lange Zeit gute Dienste leistete, aber schon länger nicht mehr zur Realität passt. Denn mit einem Anteil von einem Viertel der Stromerzeugung sind die Erneuerbaren der Kinderstube längst entwachsen, zu Jugendlichen geworden, die – stufenweise – mehr Verantwortung für das Funktionieren des Stromsystems übernehmen müssen. „et“ lud zu einer Gesprächsrunde ein, bei der Vertreter maßgebender Agenturen, Verbände und Unternehmen über die Eckpunkte zur EEG-Reform, sodann aber über Potenziale, Schritte und Wege der Effizienzverbesserung im Wärmemarkt diskutierten.

Christoph Heinemann, Veit Bürger, Dierk Bauknecht, David Ritter und Matthias Koch

Einige Experten sehen in der Konvergenz des Strom- und des Wärmesystems eine Möglichkeit zur optimierten Nutzung der erneuerbaren Energien. Sie argumentieren, dass elektrische Widerstandsheizungen die Wärmenachfrage bevorzugt zu Zeiten mit hohen Anteilen erneuerbarer Energien (EE) im Stromsystem bedienen könnten. Der Nutzen dieser Option für das Gesamtsystem der Stromversorgung hängt jedoch davon ab, wie hoch der Anteil Erneuerbarer im Stromsystem insgesamt ist, auf welche Technologien zur Wärmeerzeugung zurückgegriffen wird und wie systemdienlich diese Technologien betrieben werden können.

Der Weg zu einer erneuerbaren Stromversorgung in Deutschland – ein investorenbasierter Ansatz

Charlotte Senkpiel, Niklas Hartmann, Michael Taumann und Thomas Schlegl

Das Energiekonzept der Bundesregierung gibt klare Zielgrößen für den Anteil erneuerbarer Energietechnologien am Endenergie- und am Endstromverbrauch vor. Wie wird sich der Weg dahin gestalten? Das Fraunhofer ISE hat zur Beschreibung der Transformation des Energiesystems das Modell „E2S-Invest“ entwickelt, das zeigt, welche Akteure in welchem Umfang in unterschiedliche erneuerbare Energietechnologien investieren und an welchen Standorten diese gebaut werden.

Hans-Joachim Ziesing

Im Jahr 2013 haben die gesamten CO2-Emissionen in Deutschland wie im Jahr zuvor zugenommen. Anders als 2012, als die Emissionen zumindest temperaturbereinigt noch leicht sanken, sind sie nunmehr auch ohne den Temperatureffekt noch spürbar – um 1,4 % – gestiegen; gemessen an den Ursprungswerten waren es 2,4 % mehr. Die Emissionen aller Treibhausgase dürften sich 2013 um rund 2 % bzw. temperaturbereinigt um 1,1 % erhöht haben. Deutschland befindet sich damit nicht auf dem angestrebten Zielpfad. Zum Erreichen des vereinbarten Emissionsminderungsziels für das Jahr 2020 ist eine baldige Trendwende notwendig.

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