Sonntag, 30. April 2017
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Jochen Conrad und Serafin von Roon

Stromheizungen können den Nutzungsgrad erneuerbarer Energien (EE) steigern. Sie nehmen dadurch in Szenarien mit hohen EE-Anteilen häufig eine besondere Rolle ein. Für einen effizienten Einsatz muss ihr Betrieb jedoch netzdienlich und somit flexibel erfolgen. Aktuell wird ihre Fahrweise in privaten Haushalten jedoch mit starren, allein temperaturabhängigen Lastprofilen beschrieben, so dass sie ebenfalls zur Jahreshöchstlast im deutschen Übertragungsnetz beitragen. Eine Ermittlung des Lastgangs von Stromheizungen in Haushalten und ihr Vergleich mit dem ENTSO-E-Lastgang bietet interessante Einblicke, wie eine genauere Betrachtung des Beitrags der Stromheizungen zur Jahreshöchstlast im Zeitraum 2010 bis 2013 zeigt.

René Mono und Peter Glasstetter

In der Debatte zum Ausbau der fluktuierenden Erneuerbaren wird oftmals die Konzentration der Anlagen in den an Dargebot stärksten Regionen propagiert. Allerdings sind die Auswirkungen der räumlichen Verteilung auf das Gesamtsystem bislang nur unzureichend erforscht. Dies betrifft auftretende Residuallasten ebenso wie zwischenstündliche Gradienten in der Einspeiseleistung. Eine Simulation der Windenergie- und Photovoltaik-Erzeugung mit drei räumlichen Ausbauszenarien im Abgleich mit der Residuallast berechnet diese Effekte.

Lösungsvorschläge für ein marktnahes Einspeisemanagement

Hans Schermeyer, Kai Klapdor, Burkhard Steinhausen, Peter Bergmann und Valentin Bertsch

Durch das Abschalten von Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) bei Netzengpässen gehen dem Stromversorgungssystem Energiemengen verloren, die nahezu ohne Grenzkosten zur Verfügung stehen könnten. Die Abschaltung, genannt Einspeisemanagement, erfolgt dabei ohne Zuhilfenahme eines Marktmechanismus’, der die Koordination effizienter gestalten könnte. Der Gesetzesentwurf des frisch reformierten EEG 2014 kündigt für den nächsten Reformschritt eine „weitergehende Änderung“ der Regelungen zum Einspeisemanagement an, die aktuelle Reform hat keine Weiterentwicklung erreicht. Im Hinblick auf diese anstehende Aufgabe wird das Einspeisemanagement im Folgenden energiewirtschaftlich eingeordnet und ein dezentraler Koordinationsmechanismus aufgezeigt, der die effizientere Ausnutzung von EE ermöglicht.

Susanna Zapreva, Johannes Stadler und Robert Hammerling

Das Interesse vieler Kunden an Photovoltaik (PV) ist aus Klima- und Umweltschutzgründen, aber auch aus dem Wunsch nach Unabhängigkeit heraus in den letzten Jahren stark gestiegen. Die Kostendegression bei PV-Modulen tut ein Übriges, dass sich Kunden zunehmend dieser Erzeugungsform zuwenden. In Städten ist dabei speziell die Dachflächennutzung zur Erzeugung von Solarstrom interessant und wird für die Energieversorgung somit zur echten Alternative. Mit neuen Geschäftsmodellen kann in Österreichs Hauptstadt gezeigt werden, wie in Kooperation mit den Kunden neue Wege beim PV-Ausbau in Städten beschritten werden können.

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Inhalt der Ausgabe 4/2017
Schwerpunkt: Zukunftsfragen
Energieeffizienz: Zukunftsfähigkeit von Heizsystemen
Zukunftsfragen: Energiewende und Klimaschutz; Zahlungsbereitschaft für grünen Strom
Energiespeicher: Wo ist der „Market Pull“ für Batteriespeicher?
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