Samstag, 27. Mai 2017
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Daniel Wetzel

Im Jahr 2014 gelang es der Politik endlich, vom Subventionsregime des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) abzurücken. Mit einer Novelle des Fördergesetzes EEG leitete die Bundesregierung den Umstieg auf ein Ausschreibungs- und Auktionsmodell ein, das die Kostenentwicklung der Energiewende künftig in Grenzen halten sollte. Zugleich gab das Gesetz den Investoren feste Ausbaukorridore vor. Parallel dazu sorgte die eskalierende Ukraine-Krise für neue Unsicherheiten in Bezug auf die europäische und deutsche Energieversorgung.

Carsten Herbes, Jens Clausen, Anja Gräf, Judith Rognli, Susanne Blazejewski und Franziska Dittmer

Bürger-Energiegenossenschaften sind zu einem wichtigen Akteur der Energiewende geworden. Seit kurzem tritt ein neues Phänomen auf: Belegschafts-Energiegenossenschaften. Diese werden durch Mitarbeiter eines Unternehmens bzw. Betriebs gegründet und errichten, wenn auch rechtlich eigenständig, ihre Anlagen zur Energieerzeugung häufig auf dem Betriebsgelände. Bei sinkender EEG-Förderung erscheint der lokale Direktverbrauch des Genossenschaftsstroms durch das Unternehmen als ein interessantes Erlösmodell für die Zukunft.

Die Stromtrasse im Blick: Wie weit weg ist weit weg genug?

Peter M. Wiedemann und Frank Claus

Wer Stromtrassen baut, dem ist heutzutage Ärger sicher. Strom aus der Steckdose, ja bitte! Aber Höchstspannungsleitungen vor der Haustür – Nein, danke! Dieses Dilemma zu überwinden, ist ein wichtiger Meilenstein der Politik bei der erfolgreichen Umsetzung der Energiewende. Die Politik setzt dabei auf eine Reihe von Maßnahmen, vor allem auf Information und frühzeitige Einbindung der Bürgerschaft, auf ökonomische Anreize sowie auf striktere Grenzwerte, um den Sorgen der Anwohner zu begegnen. Die Frage ist, ob die zum Schutze der Gesundheit vorsorglich vorgeschlagenen zusätzlichen Abstandsregelungen auch der Akzeptanzverbesserung dienen. Die vorliegende experimentelle Studie mit 430 Personen aus der Normalbevölkerung spricht gegen diese Annahme. Somit existiert genügend wissenschaftliche Evidenz, um diese Praxis der Akzeptanzverbesserung zu überdenken.

Roland Götz

In Westeuropa sind die Preise für Gas aus Russland, wo es mit Erdgas aus Norwegen und Afrika konkurriert, niedriger als in Russlands Nachbarstaaten, wo Gazprom den Markt nahezu alleine beherrscht. Mit Hinweis auf gestiegenen Wettbewerb können Gasimporteure Preissenkungen erreichen, dagegen sind weder die Pläne für einen gemeinsamen Gaseinkauf der EU-Staaten erfolgversprechend noch ist in naher Zukunft ein einheitlicher Exportpreis Gazproms zu erwarten.

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