Mittwoch, 26. Juli 2017
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Holger Krawinkel

Derzeit befinden sich zwei große Branchen – die Energiewirtschaft und die Automobilindustrie – mit ihren klassischen Technologien in einer schwierigen Lage, da sie durch neue technische Entwicklungen unter Druck geraten. Insbesondere die Energiebranche muss Wege finden, dem Innovatoren-Dilemma zu entkommen und den Übergang vom alten Regime ins neue Zeitalter zu schaffen. Doch nicht nur die Branche selbst steht vor der für sie überlebenswichtigen Aufgabe, sich strategisch zu erneuern und verstärkt auf das Know-how um „die letzte Meile“ zum Kunden zu setzen. Auch die Energiepolitik muss sich neu erfinden. Um nicht Getriebene des eigenen Erfolgs zu sein, sollte sie die Verlagerung der Wertschöpfungsstufen in den politischen Gestaltungsprozessen anerkennen und nicht an alten Paradigmen festhalten.

Annegret-Cl. Agricola und Carolin Schenuit

Durch den Ausbau von Wind- und Sonnenenergie unterliegt ein Teil der deutschen Stromerzeugung bereits heute starken wetterbedingten Schwankungen, Tendenz steigend. Dadurch steigen die Herausforderungen, Stromangebot und -nachfrage aufeinander abzustimmen. Vor dem Hintergrund des Ausbaus der fluktuierenden Stromerzeugung aus Wind und Sonne muss das Stromversorgungssystem deutlich flexibler werden, damit die Energiewende gelingen kann. Wie ein aktuelles Praxisprojekt zeigt, ist das Demand Side Management ein bisher zwar selten eingesetztes, aber für die Marktteilnehmer durchaus attraktives Mittel, durch Flexibilisierung der Stromnachfrage im Unternehmen einen Beitrag zur Deckung des wachsenden Flexibilitätsbedarfs des Stromsystems zu leisten.

Übertragungsnetzbetreiber als Cloud der Energiedatenwelt? Wie Big Data die Energiewelt verändert

Urban Keussen

Nach der Entflechtung der Energiebranche und im Zuge der Energiewende, welche mit zunehmender Einspeisung aus erneuerbaren Energien die Netze vor immer größere Herausforderungen stellt, verändert sich auch die Rolle von Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern zueinander. Durch die Möglichkeiten, die „Big Data“ bietet, kann der Übertragungsnetzbetreiber zukünftig nicht nur das Netz optimaler steuern, sondern auch eine reibungslose Marktkommunikation gewährleisten. Im Gegensatz zum aktuell diskutierten Ansatz, das Messstellengeschäft und Netzgeschäft stärker zu trennen, bietet eine Bündelung Vorteile, um die technologischen Entwicklungen zum Wohle der Kunden und aus volkswirtschaftlichen Erwägungen voll auszuschöpfen.

Thomas Isenburg

Zurecht zählt Marokko als Wegbereiter für erneuerbare Energien in Nordafrika und das hat Ursachen: Das Königreich verfügt als einziges Land Nordafrikas über keine nennenswerte Mengen fossiler Rohstoffe. Daher besteht für das Land bislang die Notwendigkeit, 95 % seines eigenen Energiebedarfes zu importieren. Im Jahr 2010 stammten 81 % der konsumierten Energie für Elektrizität aus fossilen Energieträgern. Infolgedessen ist der Handlungsdruck für Wege aus der starken Importabhängigkeit hoch. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass das Land den Ausbau der Erneuerbaren forciert. Zwei aktuelle Projekte aus den Bereichen Windenergie und Solarthermie zeigen die Potenziale, die die erneuerbaren Energien für Marokko bergen.

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Inhalt der Ausgabe 7/2017
Schwerpunkt: Flexibilitäten
Energiepolitik: Ist die Energiewende festgefahren?
Stromverteilnetz: Nutzung dezentraler Flexibilitäten; Einspeisemanagement 3.0
Energieeffizienz: Ansätze für eine Energiesuffizienzpolitik
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