Donnerstag, 29. Juni 2017
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Der Transformationsprozess der deutschen Energiewende ist sehr komplex und die Gefahr, sich zu verzetteln, hoch. Letztendlich geht es um eine risiko- und emissionsärmere Energieversorgung. Gleichzeitig sollen aber auch Energieträger- und Eigentumsstrukturen verändert sowie der Bürger selbst stärker integriert werden. Im Grunde haben wir im Moment ein Sammelsurium durcheinanderlaufender Ziele. Die Frage „Was ist das Ziel, wo wollen wir hin?“ scheint des Öfteren nicht präsent zu sein, die zentralen Akteure sollten sie sich jedoch immer wieder einmal stellen. Über die aktuelle Lage und wie man wieder zu einem einigermaßen konsistenten energiepolitischen Rahmen kommt, diskutierte die „et“ mit vier Vertretern ihres Wissenschaftlichen Beirats.

Patrick Graichen, Lars Grotewold, Klaus Kordowski und Philipp Wesemann

Seit 2000 verzeichnet der weltweite Markt für erneuerbare Energietechnologien ein starkes Wachstum. Im Jahr 2013 wurden erstmals mehr erneuerbare-Energien-Stromerzeugungsanlagen installiert als Anlagen aus den Bereichen Kohle, Gas und Kernenergie zusammen. Wind- und Solaranlagen sind heute in immer mehr Gegenden der Welt die kostengünstigste Stromerzeugungsform. Mit dem Erreichen signifikanter Anteile werden erneuerbare Energien an vielen Punkten zunehmend systemrelevant – was zu zusätzlichem Investitionsbedarf führt und eine geänderte Regulierung erforderlich macht. Insbesondere die Spezifika von Wind- und Solaranlagen (hohe Kapitalintensität, geringe Grenzkosten, fluktuierende Stromerzeugung) führen dazu, dass es trotz der stark gesunkenen Kosten nach wie vor einer proaktiven Politik zugunsten erneuerbarer Energien bedarf.

Wie die Bürgerinnen und Bürger ihre Rolle bei der Energiewende sehen

Michael Ruddat und Marco Sonnberger

Die Energiewende ist ein gesellschaftliches Großprojekt, das neben Investitionen in erneuerbare Energien, Stromnetze und Speichertechnologien auch die aktive Unterstützung der deutschen Bevölkerung erfordert. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger vom Umbau des Energiesystems zu ergründen. Für ein möglichst umfassendes Bild sind hierfür sowohl standardisierte, quantitative Studien, wie z. B. repräsentative Befragungen, als auch tiefergehende, qualitative Untersuchungen, wie z. B. Fokusgruppen, notwendig. Aus beiden Quellenbereichen können so wertvolle Lehren für das zukünftige Vorgehen gezogen werden.

Josephine Bollinger-Kanne

Wer in Europa Afrika hört, sieht zumeist Giraffen, Zebras, Elefanten, Büffel, Löwen und riesige Gnuherden in der Savanne vor seinem inneren Auge heraufziehen. Zugleich beherrschen Kriege, Terrorakte, Dürren, Hunger und Krankheiten die Schlagzeilen. So jagt die Ebola-Epidemie in Westafrika nach Aussagen des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft Investoren Angst ein, so dass sie auch von nicht betroffenen afrikanischen Ländern fernbleiben. Ebenso sorgen Terroranschläge der somalischen radikal-islamistischen Al-Shabaab-Miliz an der Grenze zu Kenia für Verunsicherung. Dass in Ostafrika erneuerbare Energien und innovative Mobilfunkanwendungen florieren, bleibt dem Auge des europäischen Betrachters unter diesem Eindruck nahezu verborgen. Dabei gibt es gerade in dieser Region ermutigende Entwicklungen, die auch für ausländische Investoren interessant sein könnten.

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Inhalt der Ausgabe 6/2017
Schwerpunkt: Energiewende-Strategien
Akzeptanz: Bewertung der Energiewende in der Bevölkerung
Digitalisierung: Entwicklung von Vertriebs-Produkten; Künstliche Intelligenz
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