Montag, 22. Mai 2017
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Frieder Borggrefe, Thomas Pregger, Hans Christian Gils, Sebastian Bothor, Ulrich Fahl, Massimo Genoese und Daniel Stetter

Angesichts des geplanten Ausstiegs aus der Kernenergie und einem weiter wachsenden Anteil erneuerbarer Energien mit zum Teil geringen Beiträgen zur gesicherten Erzeugungsleistung stellt sich die Frage, wie die Versorgungssicherheit in Deutschland und insbesondere in Süddeutschland aus heutiger Perspektive in den kommenden Jahren gewährleistet werden kann. Ausgehend von derzeitigen Marktbedingungen, dem geplanten Ausbau erneuerbarer Energien sowie den bestehenden und heute im Bau befindlichen Kraftwerken diskutiert der vorliegende Beitrag Ergebnisse statischer Leistungsbilanzen und modellbasierter Szenarienanalysen hinsichtlich des Zeitpunkts und der Quantität möglicher Deckungslücken in der Stromversorgung.

Jana Bovet und Pia-Johanna Schweizer

Der Ausbau des deutschen Höchstspannungsnetzes stellt eine enorme Aufgabe in technischer und sozialer Hinsicht dar. Deutschland will bis 2022 komplett aus der Atomkraft aussteigen und bis 2050 sollen mindestens 80 % des nationalen Strombedarfs durch erneuerbare Energien abgedeckt werden. Damit einher geht das Erfordernis, das Übertragungsnetz auszubauen, um den Strom v. a. vom Norden in den Süden des Landes transportieren zu können. Diesen Ausbaubestrebungen steht aber ein teilweise massiver Widerstand der von den Netzausbaumaßnahmen betroffenen Bevölkerung entgegen. Deshalb sieht die Gesetzgebung die Beteiligung der Öffentlichkeit bereits bei der Netzplanung vor. Um hier Akzeptanz und Gestaltung der Öffentlichkeitsbeteiligung zu verbessern, bietet es sich an, das Planungsverfahren für den Netzausbau um etablierte sozialwissenschaftliche Erkenntnisse zur Öffentlichkeitsbeteiligung anzureichern.

Die Schweiz als „Batterie Europas“ – Utopie oder Realität?

Adrian Kammer, Damian Zurmühle, Michael Salzmann, Raphael Baumgartner und Domenico Mignone

Schweizer Pumpspeicher sollen in Zukunft große Mengen europäischer Stromüberschüsse aus Wind- und Sonnenenergie aufnehmen. Eine modellbasierte Analyse aber zeigt: Eine „Batterie Europas“, wie sie die Schweiz gerne wäre, wird erst gegen Mitte des Jahrhunderts benötigt. Der Schweiz werden auch bei Realisierung aller aktuellen Ausbauprojekte die Pump- und Importkapazitäten fehlen, um mittels Pumpspeicherung große Überschussmengen aufzunehmen. Und schließlich: Die Speicherung von importierten Überschüssen wird in erster Linie indirekt über die Schonung der Speicherkraftwerke erfolgen. Vor diesem Hintergrund erscheinen die Hoffnungen der Schweiz auf eine Rolle als zentraler Speicheranbieter in Europa auch auf lange Sicht eher gewagt.

Hartwig von Bredow und Lea Balzer

Die zunehmende Stromerzeugung aus fluktuierenden erneuerbaren Energien wird eine besondere Herausforderung für das Energiesystem der Zukunft darstellen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Stromerzeugungsanlagen oft in größerer Entfernung zu den Ballungszentren und Industriestandorten befinden, in denen der Strom verbraucht wird. Um die Versorgungssicherheit im Gesamtsystem zu gewährleisten, müssen – neben vielen anderen Maßnahmen – sowohl der Netzausbau als auch der Ausbau von Stromspeichern vorangetrieben werden. Eine Schlüsselrolle könnte dabei die Erzeugung von sog. Speichergas mittels der Elektrolyse von Wasserstoff spielen.

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