Mittwoch, 26. Juli 2017
-   Weitere Themen

Manfred Fischedick, Martina Richwien, Stefan Lechtenböhmer, Christoph Zeiss und Valentin Espert

Die Landesregierung in NRW hat am 14.4.2015 den in einem aufwändigen Stakeholderprozess erstellten Klimaschutzplan vorgestellt. Eines der Ziele war, die Klimaschutzpolitik als langfristige Strukturpolitik zu implementieren und entsprechende Prozesse in die Breite der Gesellschaft zu tragen. Weitere Bundesländer und der Bund selbst haben inzwischen ähnliche Prozesse eingeleitet. In zahlreichen anderen Ländern gibt es Beschlüsse, die in diese Richtung gehen. Eine Übersicht über den Prozess der Planerstellung in NRW und über den Stand der Diskussion in Deutschland verdeutlicht, wie Klimaschutzpläne durch partizipatorische Elemente in der Erstellungsphase mehr Akzeptanz erfahren können.

Hans-Joachim Ziesing

Im Jahr 2014 sind die gesamten CO2-Emissionen in Deutschland erstmals wieder kräftig gesunken. Gegenüber dem Vorjahr waren sie um reichlich 5 % niedriger; temperaturbereinigt gab es immerhin noch eine Reduktion um rd. 2 %. Die Emissionen aller Treibhausgase dürften 2014 um 4,6 %, bzw. temperaturbereinigt um 1,7 %, zurückgegangen sein. Gemessen an den temperaturbereinigten Werten bedeutet das noch keine Rückkehr auf den bis 2020 angestrebten Zielpfad. Dazu hätten die Treibhausgasemissionen im Jahr 2014 mindestens um rd. 3 % sinken müssen. Der klimaschutzpolitische Handlungsbedarf ist damit nach wie vor hoch.

Kernenergie: Erste Erfahrungen aus den Stilllegungen in Deutschland

Jörg Sokoll

In Deutschland hat die Bundesregierung nach der Fukushima-Katastrophe im Jahr 2011 eine Änderung des Atomgesetzes (AtG) mit der 13. Novelle beschlossen. Im Vergleich zum ursprünglichen „Atomausstieg“ sieht der neue Ausstieg aus der Kernenergie eine größere Anzahl sich überschneidender (oder gleichzeitig stattfindender) Abschaltungen vor. Dies geschieht innerhalb eines Zeitraums von elf Jahren. Acht Kraftwerksblöcke wurden 2011 bereits abgeschaltet bzw. werden nicht mehr an das Netz gehen. Bis 2022 werden die letzten Blöcke endgültig abgeschaltet und der endgültige Ausstieg aus der Kernenergie, zumindest was den Betrieb von Kraftwerken betrifft, vollzogen sein. Der sich anschließende Rückbau wird die deutschen Betreiber jedoch noch Jahrzehnte beschäftigen. Nachstehend sollen erste Erfahrungen aus der Stilllegungspraxis vorgestellt werden.

Jens Burgtorf

Mit einem eigenen Modell für einen Emissionshandel hat Indien in nur drei Jahren Investitionen in Energieeffizienz von 5–6 Mrd. US$ initiiert und darüber 6,6 Mio. Tonnen Öläquivalent (toe) eingespart. Bei aller Vorsicht – Indien könnte damit beweisen, dass ein System für Energieeffizienz-Zertifikate funktionieren kann. Noch ungewöhnlicher aber ist: Alle der knapp 500 beteiligten großen Unternehmen haben das Modell übernommen. Insofern ist das Perform, Achieve and Trade (PAT) Scheme auch für andere Schwellenländer und Industriestaaten interessant.

Suche

Aktuelles Heft
Inhalt der Ausgabe 7/2017
Schwerpunkt: Flexibilitäten
Energiepolitik: Ist die Energiewende festgefahren?
Stromverteilnetz: Nutzung dezentraler Flexibilitäten; Einspeisemanagement 3.0
Energieeffizienz: Ansätze für eine Energiesuffizienzpolitik
mehr...
 
EW Medien und Kongresse GmbH
Montebruchstraße 20 | D-45219 Essen | Telefon: +49 (02054) 9532-0 | Telefax:  +49 (02054) 9532-60

Aktuelles Heft  | Zukunftsfragen  | Topthema  | Weitere Themen  | Termine  | Heftbestellung  | Mediadaten  | Ansprechpartner

Copyright 2012 by ONexpo  |  anmelden  |  Impressum |  AGB