Montag, 22. Mai 2017
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Weltklimapolitik mit Fokus auf Reduktion der Treibhausgasemissionen erscheint angesichts seit 1990 ständig gestiegener Emissionen dringender denn je. Ein neuer Angelpunkt als Nachfolger des bis 2020 verlängerten Kyoto-Protokolls wird zwar avisiert, die Erfolgsaussichten sind allerdings begrenzt. Andererseits ist die Struktur der internationalen Klimapolitik schon seit Längerem im Umbruch. Der Top-down-Ansatz hat durch eine Art „Klingelbeutelsystem“ Begleitung bekommen. Im sog. „pledge and review“-Verfahren nennen die Länder freiwillige Emissionsreduktionsziele. Danach wird geprüft, ob diese reichen, um das 2-Grad-Ziel zu erreichen. Ausgehend von einer ökonomischen Sichtweise des Klimaproblems diskutierte „et“ mit drei Mitgliedern ihres Wissenschaftlichen Beirats die Konturen einer anderen globalen Klimapolitik.

Anne Schlichting

Suffizienz ist, neben Effizienz und Konsistenz, eine Strategie zur nachhaltigen Entwicklung, die in der jüngsten Vergangenheit in der Literatur immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Diese Strategie bezieht sich auf die Einsparung von materiellen und energetischen Ressourcen durch verändertes Nutzungsverhalten in unterschiedlichen Lebensbereichen und -sphären. Einen Bereich, in dem durch veränderte Verhaltensweisen sowohl materielle als auch energetische Ressourcen eingespart werden können, stellen die privaten Haushalte dar. Die hier vorgestellten Ergebnisse einer quantitativen Befragung zeigen Ansatzpunkte für suffizientes Verhalten in privaten Haushalten auf.

Austesten von regulatorischen Innovationen – das Instrument der Regulatorischen Innovationszone

Dierk Bauknecht, Christoph Heinemann, Marcus Stronzik und Stephan Schmitt

Die Energiewende erfordert vielfältige Innovationen. Dazu gehören technische Neuerungen, aber auch die Weiterentwicklungen der rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen. Um die Umgestaltung im Hinblick auf das energiepolitische Zieldreieck aus Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit ausbalanciert und erfolgreich durchzuführen, wird eine signifikante Transformation der bestehenden Rahmenbedingungen erforderlich sein. Spezifische Rahmenbedingungen können durch das Instrument der Regulatorischen Innovationszone räumlich und zeitlich begrenzt weiterentwickelt und getestet werden.

Thomas Kiefer

Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg Chinas und Indiens zeigt sich, dass das Modell der ökonomischen Entwicklung auf Basis fossiler Energien an seine Grenzen stößt. Allein in diesen beiden asiatischen Ländern leben über 2,6 Mrd. Menschen, die pro Kopf immer noch viel weniger Energie verbrauchen als die Einwohner der Industrieländer. Angesichts des noch niedrigen Lebensstandards der Bevölkerungsmehrheit ist es verständlich, dass die aufstrebenden Länder sich ihre Entwicklung nicht vorschreiben lassen wollen. Doch zunehmend haben sie ein Eigeninteresse, ihre Emissionen einzuschränken und auch globale Verantwortung zu übernehmen. Von den Industrieländern erwarten die Schwellenländer modernste Technologie, um diese Ziele zu erreichen.

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