Samstag, 18. November 2017
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Katherina Grashof, Stefan Lechtenböhmer, Alexander Zipp, Henning Jachmann, Bernhard Wille-Haussmann und Matthias Reeg

Nach einer langen Phase der Stabilität ist die Stromwirtschaft in den vergangenen 15 Jahren stark in Bewegung geraten. Mit der Liberalisierung stand zunächst der Wechsel von Gebietsmonopolen hin zu wettbewerblich organisierten Erzeuger- und Verbrauchermärkten an. Derzeit findet ein ganz ähnlicher Umbruch statt, der vom Übergang von konventioneller hin zu erneuerbarer Stromerzeugung gekennzeichnet ist. Aber sind die Paradigmen der einzelnen Phasen miteinander vereinbar und hat jede für sich noch immer ihre Daseinsberechtigung, oder ist hier eine Modifizierung notwendig? Das Strommarktdesign der Zukunft kann nicht auf einem leeren Blatt entworfen, sondern es müssen bestehende Strukturen berücksichtigt werden. Gleichzeitig ist die Frage zu beantworten, ob die Wahl zwischen regulatorischen oder marktbasierten Ansätzen sich auch anhand der mit ihnen möglichen Präzision der Steuerung unterscheidet.

Marita Balks und Christian Behrend

Mit dem Bau eines Windparks auf See in der deutschen Nord- und Ostsee betreten Investoren als auch an der Umsetzung beteiligte Unternehmen in vielerlei Hinsicht Neuland. Die Konstruktion und der Betrieb von Windanlagen auf See brachten auch in jüngerer Zeit immer wieder erhebliche Herausforderungen mit sich. Die im Anlagengeschäft vorherrschenden Vertragsformen haben dabei einen starken Einfluss auf die Risikoallokation und somit auf die Aufteilung der Risiken auf verschiedene Projektbeteiligte. Die Verteilung von Risiken stellt deshalb im Rahmen des Risikomanagements eine wichtige und notwendige Aufgabe dar, ohne die eine Realisierung von Offshore-Projekten nicht erfolgreich dargestellt werden kann. Für 13 deutsche Windparks auf See wurden daher die gewählten Vertragsstrukturen zur Risikoallokation analysiert, um daraus Tendenzen abzuleiten.

Weltweite CO2-Emissionen 2014: Hoffnungsschimmer auf Trendwende verstärken sich – aber noch keine Entwarnung

Hans-Joachim Ziesing

Im Jahr 2014 stiegen die weltweiten CO2-Emissionen nach ersten Berechnungen um 0,5 %. Abgesehen von den beiden Krisenjahren 2008/2009 war dies der schwächste Anstieg seit Beginn des Jahrhunderts. Im Ergebnis erreichten die CO2-Emissionen mit etwa 32,6 Mrd. t einen neuen Höhepunkt. Eine Trendwende ist dies noch nicht, doch sind die CO2-Emissionen in zahlreichen Ländern, insbesondere in Industriestaaten, gesunken. So sind die CO2-Emissionen in den Annex I-Ländern gesamthaft um 1,8 % zurückgegangen. Dazu trug insbesondere die Entwicklung in der EU bei, in der nahezu ausnahmslos alle Mitgliedstaaten eine Emissionsminderung verzeichnen konnten. Von den großen Ländern trifft dies auch auf die Ukraine, Japan, Russland und Australien zu. Demgegenüber kam es in den USA zu einem Zuwachs, wenngleich dieser mit einem Plus von knapp 1 % sehr moderat ausfiel. Wenn die weltweiten CO2-Emissionen trotz der rückläufigen Entwicklung in der Gruppe der Annex I-Länder abermals zugenommen haben, so ist dies primär eine Folge des Anstiegs in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Hier waren die CO2-Emissionen im Jahr 2014 um rd. 415 Mio. t oder um 2,4 % höher als 2013. Die seit 2008 von China eingenommene Spitzenposition vor den USA wurde 2014 jedoch nicht weiter ausgebaut, weil hier die Zunahme erstmalig seit vielen Jahren unter 1 % lag. Dagegen legten die CO2-Emissionen in Indien um rd. 8 % und in Brasilien wie im Mittleren Osten jeweils um etwa 4 % deutlich zu.

Eva Deuchert und Mathias Gabel

Seit Einführung der Anreizregulierung in Deutschland kommt dem Effizienzvergleich eine entscheidende Rolle zu, denn der aus dem regelmäßig durchzuführenden Benchmarkverfahren resultierende Effizienzwert bestimmt maßgeblich den Erlöspfad für die Netzbetreiber innerhalb einer Regulierungsperiode. Er hat damit einen erheblichen Einfluss auf die finanzielle Lage der betroffenen Unternehmen. Im Zuge der Evaluierung der Anreizregulierung durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) und des sich daran anschließenden Novellierungsprozesses der Verordnung über die Anreizregulierung der Energieversorgungsnetze (ARegV) im Jahr 2015 deutet sich ein weiterer Bedeutungszuwachs des Benchmarkings an. Umso wichtiger ist eine wissenschaftlich richtige Ausgestaltung der angewendeten Benchmarkverfahren. Eine genauere Betrachtung lässt Modellanpassungen nötig erscheinen, damit zukünftig insbesondere der Faktor Lohnkosten im Kostenbenchmark eine adäquate Berücksichtigung erfährt.

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