Mittwoch, 26. Juli 2017
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Maren Petersen, Stefan Thimm und Alexander Sewohl

Bei der Diskussion zur Umstellung der Förderung der erneuerbaren Energien auf Ausschreibungen spielte die Wahrung der Akteursvielfalt von Anfang an eine zentrale Rolle. Von den Gegnern dieses Systems wurde der Begriff Akteursvielfalt instrumentalisiert, um eine sinnvolle Weiterentwicklung der Erneuerbaren-Förderung zu verhindern und diese auf dem Status Quo zu konservieren. Aus Sicht der Energiewirtschaft steht Akteursvielfalt aber eben nicht im Widerspruch zur Einführung von Auktionen. Im Gegenteil: Sie wird dringend benötigt, damit diese Auktionen zum Erfolg werden. Jetzt kommt es auf die richtigen Instrumente an, um die Akteursvielfalt zu wahren.

Wolfgang Fritz, Florian Kämpfer und Andreas Cronenberg

Die Nutzung von Flexibilitäten bei Stromerzeugern, -verbrauchern und -speichern mit Anschluss an die Verteilungsnetze gewinnt zunehmend an Bedeutung, sei es für netzdienliche Zwecke wie die Engpassbeseitigung oder für system- oder marktdienliche Zwecke wie die Regelleistungserbringung oder Portfoliooptimierung. Auch in der Debatte über Smart-Grid-Konzepte wird häufig gefordert, dass kleinteilige Flexibilitäten für möglichst vielfältige Nutzungen verfügbar gemacht werden. Hieraus ergibt sich ein neuartiger Koordinationsbedarf an der Schnittstelle zwischen Markt und Netz. Anhand einer Klassifizierung möglicher Koordinationsmodelle lässt sich verdeutlichen, dass dies voraussichtlich auch Anpassungen des rechtlichen und regulatorischen Rahmens erfordert.

Klimaschutz durch Gebäudedämmung – eine Potenzialanalyse

Patrick Jochum und Peter Mellwig

Der Beschluss der Bundesregierung, den nicht erneuerbaren Primärenergiebedarf zur Wärmebereitstellung in Gebäuden bis 2050 um 80 % zu senken, kann grundsätzlich entweder durch Verbesserungen der Gebäudehüllen oder durch Optimierung oder Austausch der eingesetzten Heiztechnik umgesetzt werden. Unklar war bislang, inwieweit dieses Ziel durch Dämm- und Abdichtungsmaßnahmen der Gebäudehüllen erreichbar ist. Im Rahmen eines durch das Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projektes wurde daher die bis zum Jahre 2050 zu erwartende Reduktion des Heizwärmebedarfs des deutschen Gebäudebestands ermittelt.

Michael Seidel

In aufrüttelndem Umfang sollen sich in sehr kurzer Zeit wichtige Rahmenbedingungen für Kraftwerksbetreiber, Bilanzkreisverantwortliche, Lieferanten und Netzbetreiber ändern. Außerdem wächst den Kartell- und Regulierungsbehörden parallel die schwierige Aufgabe zu, immer komplexere Zusammenhänge maßgeblich mitzugestalten, um das politisch gewollte Marktmodell des Energy-Only-Marktes zum Erfolg zu führen. Der mit dem neuen Ordnungsrahmen vorgegebene Aufwand ist nur zu rechtfertigen, wenn daraus für die Kunden auf der Nachfrageseite keine neuen Belastungen, sondern ein echter Mehrwert entsteht. Der breiten Öffentlichkeit jedoch scheinen die Auswirkungen und erforderlichen Anpassungsreaktionen noch nicht vollständig bewusst zu sein.

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Inhalt der Ausgabe 7/2017
Schwerpunkt: Flexibilitäten
Energiepolitik: Ist die Energiewende festgefahren?
Stromverteilnetz: Nutzung dezentraler Flexibilitäten; Einspeisemanagement 3.0
Energieeffizienz: Ansätze für eine Energiesuffizienzpolitik
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